Thomas Stöckli, Redaktor.
Einen prächtigen Rothirsch in freier Wildbahn erblicken? Diese Möglichkeit bietet sich nun auch wieder in der Region: 150 Jahre nach seiner Ausrottung erobert sich der «König des ...
Thomas Stöckli, Redaktor.
Einen prächtigen Rothirsch in freier Wildbahn erblicken? Diese Möglichkeit bietet sich nun auch wieder in der Region: 150 Jahre nach seiner Ausrottung erobert sich der «König des Waldes» seinen einstigen Lebensraum zurück. In der Forstwirtschaft hält sich die Freude darüber allerdings in Grenzen: Die Schutzmassnahmen gegen den Rothirsch sind aufwendiger und teurer als die herkömmlichen gegen die deutlich kleineren Rehe. Entsprechend ist die Jägerschaft gefordert, den Bestand und somit auch die Schäden zu begrenzen.
Grundsätzlich ist die Rückkehr von Wildtieren ein Zeichen des Erfolgs. Hauptgrund für die einstige Ausrottung war nebst der Bejagung der Verlust von Lebensraum. In diesem Bereich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges getan: Strukturreiche Wälder und naturnahe Wiesen, untereinander vernetzt, haben die Rückkehr ermöglicht. Nun muss sich das Gleichgewicht neu einpendeln. Das braucht Geduld. Und es braucht gegenseitiges Verständnis. Für ein bereicherndes Miteinander.