Qualität als wichtiges Merkmal
21.04.2026 Essen und Trinken, Wohlen, FirmenreportageWo Leckereien entstehen
Ein Blick hinter die Kulissen des Rüebliland-Beck am Tag der offenen Tür
Die Neugierde für den Rüebliland-Beck ist gross. Das Interesse am Neubau phänomenal. Die Organisatoren dürfen sich ...
Wo Leckereien entstehen
Ein Blick hinter die Kulissen des Rüebliland-Beck am Tag der offenen Tür
Die Neugierde für den Rüebliland-Beck ist gross. Das Interesse am Neubau phänomenal. Die Organisatoren dürfen sich über einen gelungenen Tag freuen.
Monica Rast
Das Rüebliland-Team stellt Tag und Nacht Bäckerei-, Konditorei-, Confiserie- und Take-away-Leckereien mit viel Wissen und in Handarbeit her. Am Tag der offenen Tür erhalten die zahlreichen Besucher auf einem spannenden Rundgang einen Blick hinter die Kulissen der Produktion. Dank dem Neubau können die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert werden.
Die Produkte der Rüebliland-Bäckerei werden im modernen handwerklichen Verfahren hergestellt. Weizenmehl, Eier, Milchprodukte, Fleisch, Salz, Hefe und Zucker stammen zu 100 Prozent aus der Schweiz.
Vor dem öffentlichen Anlass werden noch bis neun Uhr die Bestellungen gerichtet, Gipfeli und Brote für den Verkauf gebacken und ausgeliefert. Es herrscht emsiges Treiben. Wo vorgängig noch die Lieferwagen standen, werden nun innerhalb von zwei Stunden die Festbänke und das Buffet für die Bewirtung aufgestellt.
Eine Wand mit zahlreichen Bildern zeugt von der Zeitgeschichte des Rüebliland-Beck. Nun können einige Bilder hinzugefügt werden. Der Neubau umfasst rund 1000 Quadratmeter und spricht für den Erfolg der Bäckerei. Ein Teil- bis Vollsortiment findet man im Rüebliland-Beck in Villmergen, im Rüebliland-Kafi in Wohlen und in rund 50 Volg-Läden im Gebiet zwischen Oberlunkhofen – Villigen – Rupperswil – Meisterschwanden sowie in Teilen des Fricktals. Neben zahlreichen Brotsorten werden feine Konditoreiprodukte und Desserts – ob Cremeschnitten, Konfekt oder Torten, zum Selberessen oder als Mitbringsel – produziert. Hinzu kommen diverse Takeaway-Produkte für den grossen und kleinen Hunger und eigene Glacesorten.
Bei über 20 Sorten Sandwiches, diversen Salaten, süssen und salzigen Wähen und vielem mehr wird bestimmt jeder fündig, um seinen Hunger zu stillen.
Tag der offenen Tür beim Rüebliland Beck an der Rigackerstrasse
Der Rüebliland Beck floriert und darf den Neubau den über 1000 interessierten Besucherinnen und Besuchern präsentieren. Qualitätszeugnis nicht nur für die Produkte, sondern auch für die zahlreichen Mitarbeiter.
Monica Rast
Schulterklopfen, Händeschütteln und ein grüssendes Nicken – Hans-Peter Dick, Geschäftsleitung Produktion und Rüebliland-Beck Villmergen, ist eine heiss begehrte Person an diesem Tag. Kaum ist die erste Führung zu Ende hetzt er zur nächsten. «Jesses Gott», entfährt es ihm, als er die lange Warteschlange für die Führung sieht. Ihm bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen zwischen Führungen und Begrüssungen. «Heute Abend werde ich ziemlich sicher heiser sein», meint der Geschäftsführer lachend.
Im Vorfeld wurden Wetten unter den Mitarbeitenden abgeschlossen, wie viele Besucher wohl am Tag der offenen Tür kommen werden. Die meisten Tipps schwankten zwischen 500 und 800 Personen. Schlussendlich sind es mehr als 1000 Interessierte, die den Anlass besuchen und sich von Hans-Peter Dick und zwei weiteren Mitarbeitern durch die Produktionsstätte führen lassen.
Es steckt viel Handarbeit im Produkt
Auf dem Rundgang durch die Bäckerei erklärt Dick die einzelnen Vorgänge und welche Maschinen dabei zum Einsatz kommen. «Es wird noch viel von Hand gearbeitet», erklärt der Bäcker. Die vorhandenen Maschinen erleichtern einzig den Arbeitsablauf. Wie diejenige, welche die Teiglinge grammgenau abwägt und portioniert. «Man kann sie von 70 bis 1000 Gramm einstellen. Kostenpunkt 125 000 Franken.» Mit besonderem Stolz erklärt Hans-Peter Dick den Anwesenden, dass die Zutaten grösstenteils aus der Schweiz kommen. «Nur bei den Früchten müssen wir, nachfragebedingt, auf das Ausland zurückgreifen.» Auch setzt der Rüebliland Beck bei der Produktion auf natürliche Zutaten und verzichtet auf Zusatzstoffe.
Qualität als Markenzeichen
Für den Betrieb ist die Qualität ein Standard. Seit Dick 1995 im Betrieb anfing, hat sich in der Bäckerei einiges verändert. Mit dem Neubau ist ein weiterer Schritt abgeschlossen. Während viele Bäckereien schliessen, baut die Rüebliland Bäckerei aus. Der Geschäftsführer erklärt sich das so: «Investitionen sind ein Muss. Viele Bäckereien sind veraltet und müssen bei einer Übernahme modernisiert werden. Nicht immer lohnt sich das.»
Für die Rüebliland Bäckerei sind die neuen Produktionshallen auf jeden Fall ein Gewinn und erleichtern das Arbeiten mit den zum Teil empfindlichen Produkten. So wurde ein Teil des Neubaus für die Feinbäckerei eingerichtet. Früher stand da ein Holzschuppen für die Spedition. Jetzt werden bei angenehmen 25 Grad Spritzgebäck und Gipfeli hergestellt. «Früher lief uns wegen der Wärme die Butter davon», erzählt Dick schmunzelnd. «Jetzt wird die Halle belüftet und besitzt eine Klimaanlage.»
Aargauer Volg-Läden mit Volloder Teilsortiment aus Bäckerei
Noch etwas kühler ist die Produktionsstätte von Sandwiches und Salaten. Rund 1500 Sandwiches und 300 Salate werden hier in der Nacht hergestellt, verpackt und etikettiert. Über 50 Volg-Läden können am Vortag ihre Bestellung online durchgeben. «Wir produzieren grösstenteils nach Bestellung», wird den Anwesenden erklärt, «dabei ist es wichtig, dass man die Bestellungen im Griff hat.»
Verpackt warten die Produkte in den vier Kühlschränken auf die Verteilung durch die Spedition. Durch eine Tür rein und durch eine andere Tür direkt auf den Lastwagen. Auch hier wird auf den Qualitätsstandard geachtet, um die Ware möglichst frisch zu halten. Zusätzlich steht in der gekühlten Abteilung für die Sandwiches eine Glacemaschine. Auch hier nur natürliche Zutaten.
1000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Produktion
Durch den Neubau konnten einige Arbeitsabläufe ausgedehnt werden und die Mitarbeiter haben mehr Platz für die Produktion. Da, wo früher die Sandwiches produziert wurden, steht jetzt eine Wasserschneidemaschine. Mit 2800 Bar werden Tortenstücke oder Schokoladenfiguren geschnitten. «Jetzt weiss ich auch, warum die Tortenstücke so schön geschnitten sind», meint ein Besucher lachend.
Das Arbeiten wird durch die gekühlten Räume angenehmer. Die Arbeitsbedingungen haben sich für die rund 50 Mitarbeitenden am Standort Rigackerstrasse deutlich verbessert.
Und während man auf die nächste Führung wartet, kann man einen Augenschein von der Vielfalt der Produkte nehmen. Mit diversen Broten, Kanapees, Torten und Süssgebäck lässt der Tisch keine Wünsche offen und gluschtet manch Wartenden in der Hoffnung, bei der Präsentation etwas davon zu ergattern. Doch leider sind diese nur für das Auge gedacht.
Doch was wäre ein Tag der offenen Tür, ohne die Produkte zu verköstigen. Der Duft von Chnoblibrot weht durch die Halle und auf dem Vorplatz werden Würste gegrillt. Der rund 20-minütige Rundgang macht hungrig und durstig. Die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Besucher zu verköstigen.
Während die Eltern auf dem Rundgang viel Wissenswertes erfahren, verzieren die Kids mit der Hilfe von Mitarbeitenden am Laufmeter Spitzbuben. Genaugenommen 200 an der Zahl. Und die kleinen Rüeblitorten sind eine süsse Zugabe für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Rundgang. «Ein megaschöner Tag», meint der Geschäftsleiter müde, aber glücklich am Ende des erfolgreichen Anlasses.




