Zu «Auch Fasnacht braucht Sicherheit», Ausgabe vom Dienstag, 20. Januar.
Für mich als Umzugsteilnehmerin sowie als ruhige Quartierbewohnerin ist die Pressemitteilung des Gemeinderats etwas schwierig zu verstehen. Auch wenn es nett ist, dass er sich versucht, ...
Zu «Auch Fasnacht braucht Sicherheit», Ausgabe vom Dienstag, 20. Januar.
Für mich als Umzugsteilnehmerin sowie als ruhige Quartierbewohnerin ist die Pressemitteilung des Gemeinderats etwas schwierig zu verstehen. Auch wenn es nett ist, dass er sich versucht, lang und breit zu erklären, dass der Verkehrsfluss sogar an einem Sonntag in Wohlen unbedingt funktionieren muss.
Als wichtig gilt, angeblich, dass der Schleichverkehr in den Ortsquartieren nicht überhandnimmt. Die Anwohner dort sollen nichts mitbekommen, dass bald der grosse Fasnachtsumzug im Dorf anfängt zu rollen. Ganz klar muss die Blaulicht-Versorgung jederzeit gewährleistet sein.
Und wo genau stehen jetzt die Fasnachtswagen und Hunderte von Teilnehmenden vor dem «Grossen Umzug» ein?
In Quartiersträsschen, links und rechts der Bünz? Mit Musik und Tanz neben den Enten mit voller Eleganz? Mässig lässig. Die vielen Zuschauer stehen nicht mehr nur zweireihig … Denn die Um- zugsroute endet schon beim Restaurant Rössli (dafür muss man mit Traktor und Fasnachtswagen nur einmal kurz ums Schlössli fahren). Denn danach geht es munter und heiter im (hoffentlich) flüssigen Sonntagsverkehr beim ungesperrten «Chile-Chreisel» weiter.
Es darf danach gefeiert werden mit dem Verkehr im Rücken. Auf der Kirchentreppe spielen die Guggenmusiken und nebenan beglücken (nicht ganz optimal) die Konfettis den Sumpfrasen auf dem Isler-Areal.
Gerade hinter dem Casino schön im Schatten gelegen, wird es auch im Jahr 2026 eine würdige Party geben. Vielleicht mässig lässig, aber nichtsdestotrotz, auf die höchsten Fasnächtler, nämlich auf das frische Umzugskomitee, bin ich mächtig stolz.
So wie es für Kulturpreisträger würdig ist, im «Wonderland Wohlen» das Beste geben, mit widrigen Umständen lernen umzugehen, aber das Optimum, was zu machen ist, herausholen.
Corinne Manimanakis, Wohlen