Chregi Hansen, Redaktor.
Der Wohler Gemeinderat ist in keiner einfachen Situation. Vier der fünf Mitglieder sind noch keine vier Monate im Amt. Auch das Amt des Ammanns ist in neuen Händen. Das Team muss sich erst finden, die ...
Chregi Hansen, Redaktor.
Der Wohler Gemeinderat ist in keiner einfachen Situation. Vier der fünf Mitglieder sind noch keine vier Monate im Amt. Auch das Amt des Ammanns ist in neuen Händen. Das Team muss sich erst finden, die Erwartungen sind hoch. Und die Herausforderungen auch.
Ein solch neues Gremium hätte Zeit verdient. Doch die Wohler Einwohnerräte nehmen darauf keine Rücksicht. In den 109 Tagen der neuen Amtsperiode wurden bereits 14 Vorstösse eingereicht. Neun Anfragen. Vier Motionen. Ein Postulat. Das macht einen Vorstoss alle acht Tage. Allein in den letzten paar Tagen waren es deren vier. Zum Vergleich: Im letzten Jahr war es im gleichen Zeitraum nur einer.
Natürlich ist es lobenswert, wenn sich die Wohler Politiker für die Probleme ihres Wohnortes interessieren und sich engagieren. Aber braucht es dazu stets einen politischen Vorstoss? Würde manchmal nicht einfach ein Telefonanruf reichen? So gerät der Gemeinderat unter Druck. Und verliert unter Umständen den Fokus für das Wesentliche.