Lastwagen als Strassensperren
06.02.2026 Wohlen, FasnachtTestlauf sichert Erkenntnisse
Grosser Fasnachtsumzug Wohlen: Regionalpolizei wartet mit diversen Sicherheitsmassnahmen auf
Vor zwei Jahren strömten rund 18 000 Fasnachtsfans an den Wohler Umzug. Die Verhältnisse haben sich nun sogar ...
Testlauf sichert Erkenntnisse
Grosser Fasnachtsumzug Wohlen: Regionalpolizei wartet mit diversen Sicherheitsmassnahmen auf
Vor zwei Jahren strömten rund 18 000 Fasnachtsfans an den Wohler Umzug. Die Verhältnisse haben sich nun sogar verschärft – und die Sicherheit ist noch wichtiger geworden.
Daniel Marti
Nur ein unfallfreier Fasnachtsumzug sei auch ein erfolgreicher Umzug. Dies sagt Fabian Bruggisser richtigerweise. Er ist für das OK Wohler Fasnacht verantwortlich für das Ressort Fasnachtsumzug. Und das OK selbst ist gewillt, so gut wie nur möglich mit der Regionalpolizei zusammenzuarbeiten. Das gesamte Sicherheitskonzept sei zusammen mit der Repol erarbeitet worden, sagt er noch. Und die Regionalpolizei hat am Grossereignis vom Sonntag, 15. Februar, einiges vor.
An den Hauptverkehrsachsen werden wieder Lastwagen aufgestellt, damit der Fasnachtsumzug für allfällige Störenfriede gesperrt ist. Genau so wie beim Chlausauszug, als diese Massnahme im vergangenen Dezember erstmals eingesetzt wurde. Mit Erfolg. «Über das genaue Einsatzdispositiv werden in der Regel sonst keine Auskünfte erteilt», lässt der Gemeinderat ausrichten. Aber die Repol wird mit verschiedenen Massnahmen für die Sicherheit sorgen.
Testlauf am Schmutzigen Donnerstag
Drei Tage vor dem Grossereignis wird bereits der Kinderumzug durch Wohlens Zentrum führen. Auch am Schmutzigen Donnerstag wird ein Grossaufmarsch erwartet. Da herrschen ähnliche Bedingungen. «Der Kinderumzug findet auf der gleichen Umzugsroute wie der grosse Umzug statt und kann durchaus als Testlauf gewertet werden», so Repol und Gemeinderat auf Anfrage. «Weil die gleichen Massnahmen gelten, bringt dieser Umzug wichtige Erkenntnisse für das Grossereignis drei Tage später.» Zudem sei es wichtig, «dass jeder achtgibt und auf seine Mitmenschen Rücksicht nimmt», sagt Fabian Bruggisser.
Der grosse Fasnachtsumzug vom Sonntag, 15. Februar: Die Sicherheit im Mittelpunkt
Grossereignisse bekommen nicht nur viel Aufmerksamkeit. Sie verlangen auch ein besonderes Sicherheitskonzept. Beim Fasnachtsumzug durchs Wohler Zentrum vom Sonntag, 15. Februar, will die Regionalpolizei für möglichst umfassende Sicherheit sorgen.
Daniel Marti
Irgendwie schauten die Besucherinnen und Besucher vor zwei Monaten einigermassen überrascht und verdutzt auf die Sicherheitsmassnahmen beim traditionellen Chlausauszug. Lastwagen versperrten die Eingangsstrassen – und zwar so, dass es für andere Fahrzeuge kein Durchkommen gab. So konnte der Chlausauszug mit gutem Gefühl bestaunt werden.
Grossereignisse brauchen mittlerweile eine besondere Sicherheit. Was beim Chlausauszug mit jeweils gegen 2000 Zuschauerinnen und Zuschauern nötig wurde, das braucht es erst recht für den grossen Fasnachtsumzug, der vor zwei Jahren sagenhafte 18 000 Fasnachtsfans an den Strassenrand lockte.
Das bedeutet, die Eingangsstrassen werden wieder mit Lastwagen gesperrt. Das bestätigen Regionalpolizei und Gemeinderat auf Anfrage.
«An den Hauptverkehrsachsen werden Lastwagen aufgestellt. Dies beim Kirchenplatzkreisel, Bärenkreisel und Kreisel Wohlerhof», lautet die Antwort vom Gemeinderat, Ressort Sicherheit. Dies zählt zum Betätigungsfeld von Gemeindeammann Roland Vogt. «Zusätzlich sind Mitarbeiter der Feuerwehr im Einsatz, die einerseits die Umzugswagen begleiten und andererseits an neuralgischen Punkten vor Ort sind.»
Ein besonderes Ende des Umzugs
Wegen der neuen, verkürzten Route wird das Ende des Umzugs beim «Rössli» zu einem neuralgischen Punkt. Denn die Überführung der Fasnachtswagen Richtung Talbisgässli soll bei anhaltendem Strassenverkehr stattfinden. Wie wird hier bei diesem Knotenpunkt die Sicherheit gewährleistet?
Die Repol präsentiert folgende Lösung: «Beim Umzugsende auf der Höhe des Restaurants Rössli werden die Umzugswagen geleert und sämtliche Fussgänger begeben sich im abgesperrten Bereich durch das Chilegässli zu Fuss in Richtung Kirchenplatz. Zudem verkehren die kleinen Umzugswagen via Chilegässli zum Isler-Areal.» Und die grossen Umzugswagen fahren ohne Personen via Bremgarterstrasse, Talbisgässchen in die Steingasse.» Im Bereich Bremgarterstrasse und Zentralstrasse sowie beim Kirchenplatzkreisel werden mehrere Mitarbeiter der Feuerwehr im Einsatz stehen.
Repol nimmt Verantwortung wahr
Das Grossereignis Fasnachtzumzug verlangt von der Regionalpolizei einen Grosseinsatz. Über Einsatzzeiten, Details und spezielle Aufgaben gibt die Repol jedoch keine Auskunft. Der Gemeinderat antwortet hier grundsätzlich: «Es werden mehrere Mitglieder der Repol für dieses Grossereignis im Einsatz stehen. Über das genaue Einsatzdispositiv der Regionalpolizei können wir keine Auskunft erteilen.»
Die Regionalpolizei Wohlen ist für die Sicherheit zuständig und verantwortlich. «Der Fasnachtsumzug findet auf dem öffentlichen Grund statt, wo die Repol ihre Verantwortung wahrnimmt und darum auch Massnahmen erlassen musste», so der Gemeinderat. «Die Grundversorgung läuft autonom weiter und wird gewährleistet.»
Grossaufmarsch verlangt Vorsicht
Sowohl Gemeinderat wie auch Regionalpolizei sind sich bewusst, dass ein Grossaufmarsch immer besondere Vorsicht verlangt – auch von der Bevölkerung. Gibt es diesbezüglich einen Ratschlag der Repol, damit alles ruhig und ohne Zwischenfälle ablaufen kann?
«Die Besucherinnen und Besucher sollen sich an die Weisungen der Polizei, der Feuerwehr und der Begleitpersonen an den Fasnachtswagen halten. Dies wurde in den letzten Jahren sehr gut eingehalten.» Die Sicherheit ist natürlich auch beim Veranstalter ein Thema, und er leistet hier wertvolle Unterstützung. «Natürlich ist es auch für die Organisatoren des Umzuges ein sehr wichtiger Punkt, wenn nicht sogar der wichtigste.
Nur ein sicherer und unfallfreier Umzug ist auch ein guter und erfolgreicher Umzug», sagt Fabian Bruggisser, er betreut im Organisationskomitee Wohler Fasnacht das Ressort Fasnachtsumzug. «Das gesamte Sicherheitskonzept wurde zusammen mit der Regionalpolizei erarbeitet und besprochen», fügt er noch an.
OK hilft bei der Sicherheit tatkräftig mit
Zusätzlich zum gesamten Sicherheitskonzept der Regionalpolizei bietet das OK noch 14 Personen der freiwilligen Feuerwehr auf.
Diese Personen sind während des gesamten Umzugs auf der ganzen Route für die Sicherheit am Strassenrand beauftragt. «Auch ein Samariter-Posten auf dem UBS-Platz wird von uns organisiert», so Bruggisser weiter. Aber auch jede einzelne Person sei für die Sicherheit verantwortlich, betont er abschliessend.
Blick Richtung 2028
Für den Entscheid, die Route für den Fasnachtsumzug zu verkürzen, ernteten Gemeinderat und Regionalpolizei aus der Bevölkerung ganz viel Kritik.
In etlichen Leserbriefen wurde Unverständnis geäussert. Wie haben Repol und Gemeinderat diese kritischen Ansätze aufgenommen? Die Frage sei ja medial beantwortet worden, lässt der Gemeinderat ausrichten (siehe auch Antwort auf einen politischen Vorstoss unten). Und für die neue Variante der Route gibt es etliche Gründe. «Veränderungen werden in der Gesellschaft unterschiedlich aufgenommen und die kritischen Stimmen zur neuen Route sind dem Gemeinderat bekannt», so die Haltung. Wesentlich ist dabei der Blick in die Zukunft: «Nach der Fasnacht werden sich die Verantwortlichen treffen und für den Umzug 2028 die richtigen Lösungen finden», betont Gemeindeammann Roland Vogt. --dm


