Kulturelle Tradition stärken
13.03.2026 Wohlen, Kultur, Traditionen, FasnachtOnlinepetition: Rückkehr des Fasnachtsumzugs auf die traditionelle Route ab 2028
So richtig glücklich war eigentlich niemand mit der gekürzten Route für den Fasnachtsumzug. Darum unternimmt das OK Wohler Fasnacht nun den Anlauf, im Jahr 2028 wieder die ...
Onlinepetition: Rückkehr des Fasnachtsumzugs auf die traditionelle Route ab 2028
So richtig glücklich war eigentlich niemand mit der gekürzten Route für den Fasnachtsumzug. Darum unternimmt das OK Wohler Fasnacht nun den Anlauf, im Jahr 2028 wieder die Originalstrecke benützen zu dürfen. Mittels Petition. Der Start ist gigantisch gut.
Daniel Marti
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war er irgendwie zu kurz, für die Zuschauerinnen und Zuschauer blieb fast zu wenig Platz und die After-Party war eine Zwängerei. Alle haben sich Mühe gegeben und gelächelt und eine gute Stimmung verbreitet.
So wurde der Fasnachtsumzug doch noch zum grossen Erfolg. Das OK Wohler Fasnacht hat die neuen Rahmenbedingungen mit der verkürzten Route und dem speziellen Umzugsende angenommen – aber nur einmal. Die Zukunft soll wieder anders aussehen.
Drei Forderungen für die «Lokale Identität»
Nur die Regionalpolizei sprach von einem restlos positiven Fazit. «Das Verkehrs- und Sicherheitskonzept hat sich als erfolgreich erwiesen, was zu einem unfallfreien und erfreulichen Umzug führte», liess die Kommunikationsstelle nach dem Umzug auf Anfrage vermelden. Der Rest hat allerdings ein wenig die Faust im Sack gemacht.
In zwei Jahren will das OK die Originalstrecke zurück. Genau das wird mit einer Onlinepetiton angestrebt. «Der Fasnachtsumzug in Wohlen ist ein wichtiger Bestandteil unseres kulturellen Lebens und unserer lokalen Identität. Die traditionelle Route hat das Erscheinungsbild der Wohler Fasnacht über Jahrzehnte geprägt und ist fest im Gemeindeleben verankert», schreibt das OK Wohler Fasnacht zu seinem Anliegen. Und weiter: Mit dieser Petition wird der Gemeinderat Wohlen ersucht, «die notwendigen Schritte einzuleiten, damit der Fasnachtsumzug ab dem Jahr 2028 wieder auf der ursprünglichen, traditionellen Route durchgeführt wird».
Auch die Forderungen sind unmissverständlich formuliert: «Wir fordern die zuständigen Behörden auf, die Rückkehr zur traditionellen Route inklusive Sperrung Kirchenkreisel ernsthaft zu prüfen, gemeinsam mit den Organisatoren eine Umsetzung ab 2028 zu ermöglichen und die kulturelle Tradition und den historischen Charakter der Wohler Fasnacht zu stärken.»
Fürs Erste wurde die Petition einfach mal lanciert. Was genau die Petition bewirken wird, davon lässt sich das siebenköpfige OK gerne überraschen.
Über 300 Unterschriften in den ersten 24 Stunden
Eingeschlagen hat die Petition jedenfalls grossartig. Am Dienstag wurde sie auf der Homepage aufgeschaltet. Innert 24 Stunden kamen über 300 Unterschriften zusammen. Eine stolze Zahl, ein klares Zeichen. «Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass die Unterstützung in der Bevölkerung sowie bei den Cliquen gross ist», sagt Markus Peterhans, Co-Präsident vom OK.
Die Petition soll unterstützen
Ein genaues Ziel betreffend Anzahl Unterschriften will man nicht definieren. Die Petition soll einfach Unterstützung sein, um zum Bewährten zurückzukehren. «In absehbarer Zeit werden wir gemeinsam mit den Behörden ein Auswertungsgespräch über den Umzug 2026 führen. Dieses Gespräch wird zeigen, was künftig geändert werden kann», so Peterhans.
Eines ist klar: «Mit der diesjährigen Route sind wir nicht glücklich. Vor allem der Start und das Ende verursachen organisatorisch einen massiven Mehraufwand. Auch die Zuschauerzahlen haben gezeigt, dass die Verkürzung der Route zu erheblichen Risiken führen kann. Deshalb sind wir auch skeptisch, dies künftig so umzusetzen.» Und rückblickend darf behauptet werden, dass dem Fasnachtsumzug auch schon ganz viel Platz gewährt wurde. So war die After-Party-Zone vor zwei Jahren auf dem Kirchenplatz. Und zuvor wurde vom Jahr 2000 bis 2022 die ganze Zentralstrasse, vom Banken-Platz bis zum «Rössli», nur für die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler reserviert. Eben: für die After-Party.
Kämpfen lohnt sich
Der Wohler Fasnachtsumzug ist seit Jahrzehnten ein Grossereignis, und dem sollte auch grosszügig Raum zur Verfügung gestellt werden.
Co-Präsident Markus Peterhans ist jedenfalls zuversichtlich: «Die Petition zeigt zumindest, dass es sich lohnt zu kämpfen und dass wir die bisherige Route zurückgewinnen können.»
Infos zur Petition: https://www.fasnachtwohlen.ch/petition-route-fasnachtsumzug.

