Kindheitstraum wird wahr
02.06.2026 Sport, HandballNationalliga A: Marc Bader aus Oberwil-Lieli wird Schweizer Meister mit Kriens-Luzern
Der HC Kriens-Luzern feiert zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Schweizer-Meister-Titel. Mittendrin ist Marc Bader aus Oberwil-Lieli. Der 25-Jährige spielt seit vergangenem ...
Nationalliga A: Marc Bader aus Oberwil-Lieli wird Schweizer Meister mit Kriens-Luzern
Der HC Kriens-Luzern feiert zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Schweizer-Meister-Titel. Mittendrin ist Marc Bader aus Oberwil-Lieli. Der 25-Jährige spielt seit vergangenem Sommer bei den Innerschweizern und kann gleich in seiner ersten Saison bei Kriens-Luzern den Meisterpokal in die Höhe strecken.
Er ist überwältigt von den Emotionen. Marc Bader bekam am Samstag zu spüren, wie viel den Menschen in Kriens der erste Meistertitel des HC Kriens-Luzern in der Vereinsgeschichte bedeutet. «Es war nach 23 Uhr, als wir aus Schaffhausen zurückkamen. Dass man um diese Uhrzeit noch von rund 3000 Menschen empfangen und gefeiert wird, ist alles andere als selbstverständlich. Das ist unglaublich.»
Es ist aber nicht nur Kriens-Luzern, das den ersten Titel in der Geschichte feiert. Auch für den 25-Jährigen ist es die erste gewonnene Meisterschaft in seiner Karriere. Bis zum vergangenen Sommer spielte der Handballer aus Oberwil-Lieli bei GC Amicitia Zürich. Die beste Platzierung, die er mit den Zürchern erreichen konnte, war ein Play-off-Aus im Halbfinal.
Serienmeister vom Thron gestossen
Nach dem Wechsel in die Innerschweiz hat es jetzt gleich geklappt, den Meistertitel zu holen. «Die Meisterschaft zu gewinnen, ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht. Dass ich diesen Titel gleich mit meinem neuen Team feiern darf, macht ihn umso spezieller.» In den Finalspielen liessen Bader und seine Teamkollegen keine Zweifel daran, wie sehr sie diesen Erfolg wollen. In der «Best of 5»-Serie wurde Serienmeister Kadetten Schaffhausen mit einem 3:0 entthront. Neben einem Sieg vor eigenem Publikum (41:36), konnten die Luzerner auch zweimal auswärts triumphieren (37:33, 39:33). Dabei konnte man die Favoritenrolle zumindest auf Papier bei den Schaffhausern sehen, die zuletzt viermal in Folge Meister wurden. Auf dem Weg in den Play-off-Final gewannen die Kadetten 31 ihrer 33 Spiele. Hätten die Innerschweizer selbst gedacht, dass sie den Titelverteidiger so schnell in die Knie zwingen?«Nein. Wobei ich mir selbst gar nicht grossartig Gedanken darüber gemacht habe, wie schnell es gehen soll. Hauptsache war nur, dass wir die Serie für uns entscheiden.»
Dass dem Team das gelungen ist, führt der Freiämter auf den Zusammenhalt in der Mannschaft zurück. «Den haben wir uns über die gesamte Saison erarbeitet und der hat uns in den entscheidenden Momenten geholfen, zusammenzustehen und alle Herausforderungen zu meistern.»
Zuerst Ferien und Kopf durchlüften
Auch abgesehen vom schönen Abschluss ist Marc Bader mit seinem ersten Jahr bei Kriens-Luzern zufrieden. «Es war eine sehr lange und strenge Saison. Aber ich habe sehr viel Spielzeit erhalten. Mehr, als ich erwartet hätte. Ich durfte auch viel Verantwortung übernehmen.» Auch mit seiner Leistung in den Play-offs ist der Kreisläufer zufrieden. «Da gab es durchaus nochmals eine Lernkurve. Die Play-offs sind ein bisschen etwas anderes als die normale Saison. Auch dort wächst man als Team. Und das war bei mir nicht anders.» Daran will der Sportler anknüpfen und richtet so seine Ambitionen und Ziele aus. «Ich will weiterarbeiten, mich weiter verbessern. Jetzt bin ich auf den Geschmack gekommen, was alles möglich ist. Und mehr davon wäre noch schöner.»
Seine längerfristigen Ziele hat er nicht aus den Augen verloren. Eines Tages in der Bundesliga spielen, wäre ein Traum von ihm. Ebenso das Schweizer Nationalteam. Kommende Saison will er aber zunächst einmal versuchen, mit Kriens-Luzern den Titel zu verteidigen und auch im internationalen Wettbewerb anzugreifen. «Jetzt stehen aber zuerst Ferien auf dem Programm. Ein bisschen Pause, um den Kopf durchzulüften, kann nicht schaden.»
--jl

