Keine Derbys für «Sarmi»
11.07.2025 Fussball, Sport3. Liga: Gruppeneinteilung bleibt
Sechs Freiämter Fussballteams spielen kommende Saison in der 3. Liga des Aargauer Fussballverbandes AFV. Nachdem der FC Sarmenstorf in einer anderen Gruppe gelandet ist als die Lokalrivalen, hat der Club Einsprache erhoben – ...
3. Liga: Gruppeneinteilung bleibt
Sechs Freiämter Fussballteams spielen kommende Saison in der 3. Liga des Aargauer Fussballverbandes AFV. Nachdem der FC Sarmenstorf in einer anderen Gruppe gelandet ist als die Lokalrivalen, hat der Club Einsprache erhoben – ohne Erfolg.
Am Mittwochabend konnte man beim FC Sarmenstorf noch hoffen. Der Aargauer Fussballverband AFV hatte zu diesem Zeitpunkt den Spielplan der 2., 4. und 5. Liga bereits veröffentlicht. Der Spielplan der 3. Liga hingegen wurde noch nicht präsentiert. Es schien naheliegend, dass der AFV damit gewartet hat, bis die Einteilung der Gruppen definitiv ist. Nachdem Sarmenstorf in die Gruppe 1 eingeteilt wurde, die restlichen Freiämter Vertreter (Bremgarten, Niederwil, Bünz-Maiengrün, Tägerig und Villmergen) aber in die Gruppe 2, hat der FCS Einsprache beim Verband eingelegt, in der Hoffnung, in die Gruppe 2 verschoben zu werden und in der nächsten Saison in den Genuss von mehreren Freiämter Derbys zu kommen.
Gestern Donnerstag erhielt der FC Sarmenstorf die Entscheidung vom Verband. Ein enttäuschter Clubpräsident Tobias Furrer kommuniziert: «Absage. Nichts mit Gruppenwechsel. Keine Freiämter Derbys.»
Knacknuss Frick
28 Teams spielen in der 3. Liga, verteilt auf zwei Gruppen à 14 Mannschaften. Die Gruppeneinteilung erfolgt nach geografischen Kriterien. Knackpunkt für «Sarmi» dürfte der verpasste Aufstieg des FC Frick gewesen sein. Die Fricktaler sind im Entscheidungsspiel an Oftringen gescheitert und sind jetzt mit zwei Teams in der 3. Liga vertreten. Diese dürfen – völlig unabhängig von der Geografie – nicht in derselben Gruppe antreten.
Allerdings spielt beispielsweise ein FC Veltheim in der Gruppe 2 mit den restlichen Freiämter Clubs, obwohl die Veltheimer in der Gruppe 1 kürzere Anreisewege gehabt hätten als «Sarmi». «Mein Eindruck war, dass man abgesehen von der Neueinteilung der Auf- und Absteiger möglichst wenig an der bisherigen Verteilung der Teams ändern wollte», so Furrer. Sarmenstorf war bereits in der vergangenen Saison Teil der Gruppe 1, Veltheim der Gruppe 2.
Gontenschwil und Niederlenz statt Villmergen und Niederwil
Damals hatte Sarmenstorf mit Seengen aber zumindest einen Gegner aus einem Nachbardorf in der Gruppe, weshalb man den Entscheid leichter akzeptieren konnte. Nach dem Abstieg der Seenger heissen die geografisch nächsten Teams jetzt Niederlenz, Menzo Reinach, Gontenschwil und Othmarsingen. Alles Vereine, mit denen Sarmenstorf keine besondere Rivalität hat und die dementsprechend sicher für weniger Zuschauer sorgen werden, als es die Freiämter Derbys getan hätten.
Ein Gruppenwechsel von «Sarmi» wäre aber nicht nur für sie als Club allein erstrebenswert gewesen. Die Freiämter Fussballfans dürfen sich in der Gruppe 2 auf zehn verschiedene Derbys freuen. Mit Sarmenstorf wären fünf weitere dazugekommen. --jl