Fussball, 1. Liga classic: FC Wohlen – FC Solothurn (Samstag, 17 Uhr, Niedermatten)
Der FC Wohlen wollte im Jahr 2025 zu alter Heimstärke zurückfinden. Und hat das geschafft. Von den letzten fünf Saisonspielen bestreitet man vier zu Hause. Und will ...
Fussball, 1. Liga classic: FC Wohlen – FC Solothurn (Samstag, 17 Uhr, Niedermatten)
Der FC Wohlen wollte im Jahr 2025 zu alter Heimstärke zurückfinden. Und hat das geschafft. Von den letzten fünf Saisonspielen bestreitet man vier zu Hause. Und will allesamt gewinnen. Mit dem nächsten Gegner hat man noch eine dicke Rechnung offen.
Stefan Sprenger
Die Spieler drehen ab zur Eckfahne bei der Kammerbar. Dort wurde schon so manches Tor der Wohler gefeiert. In der Vorrunde blieb es meist still, Wohlen holte nur einen Heimsieg. Im neuen Jahr wollte man das ändern und wieder eine Heimmacht werden. Das hat geklappt. 2:0 gegen Besa Biel. 1:0 gegen Langenthal. 3:1 gegen Bassecourt. Einziger Ausreisser ist die 1:2-Niederlage gegen Rotkreuz. «Wir sind zu Hause wieder stark», freut sich Trainer Piu. «Das wollen wir auch im nächsten Spiel unter Beweis stellen.»
Gute und schlechte Nachrichten
Der Gegner heisst Solothurn. Im Hinspiel am 12. Oktober 2024 gab es die bislang höchste Saisonpleite. 0:5. Trainer Piu erinnert sich: «Ein doofes Spiel. Eine schmerzhafte Klatsche. Nach einem frühen und nicht gerechtfertigten Platzverweis gegen unseren Captain Alban Pnishi in der 8. Minute. Das Team verteidigte danach in der ersten gegen Schötz). Solche Jubelszenen will man auch gegen Solothurn sehen.
Halbzeit gut, aber wir spielten damals ist wieder im Teamtraining und wohl mit 10 Mann gegen 12. Gegen die elf wieder einsatzbereit, genauso wie Tor-Solothurner Spieler und den Schiedshüter Cédric Künzli. richter. Als wir dann einen Elfmeter kassierten, war es vorbei und es gab «Schade für uns, gut für ihn» fünf Gegentore. Jetzt wollen wir Revanche und zeigen, dass wir es besser Doch es gibt auch schlechte Neuigkeikönnen. Nun spielen wir elf gegen elf. ten. Gilles Gauchat ist diese Woche Wir wollen den Sieg.» krank und deshalb fraglich für das Beim FC Wohlen gibt es vor der Par-Heimspiel am Samstag. Flügelflitzer tie gegen Solothurn ein paar gute Nathan Tayey hat sich gegen Thun II Nachrichten: Verteidiger Justin Pfister den Fuss geknickt, «das wird wohl nicht reichen für einen Einsatz», sagt Piu. Auf dem Weg zur Besserung – aber noch nicht einsatzfähig – ist Luca Nascimento (Fersenprobleme). Der 19-jährige Amr Khaled – eine Leihgabe des FC Aarau – wurde für die ägyptische U20-Nationalmannschaft aufgeboten (ab Sonntag ist Afrika-Cup) und ist deshalb nicht dabei. «Schade für uns, er zeigte gegen Thun ein tolles Spiel. Aber für ihn und seine Karriere ist es gut.» Wie gut ist der Gegner? Piu weiss, dass die Solothurner eine erfahrene Truppe haben. «Eine sehr solide Mannschaft, mit stabiler Defensive und mit gefährlichen Individualisten im Angriff.» Die Solothurner haben von den letzten vier Spielen nur einmal gewonnen, davor schafften sie aber drei Siege in Serie. Wie gut das Team von Trainer Gilles Yapi ist, wird sich am Samstag zeigen.
Nur noch ein Auswärtsspiel bis Saisonende
Solothurn hat nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als die Freiämter. Und natürlich wollen sie dieses Spitzenduell für sich entscheiden. Gewinnen die Wohler, könnte es sein, dass man auf den 2. Rang vorstösst – und damit auf einen Platz ist, der für die Aufstiegsspiele berechtigt. Erwähnenswert: Nach Solothurn folgt das Auswärtsspiel gegen die Black Stars (3. Mai) und danach drei Heimspiele gegen Muttenz (10. Mai), Courtételle (17. Mai) und Münsingen (24. Mai). Es sind allesamt keine grossen Kaliber mehr. Träumt man von den Aufstiegsspielen zur 1. Liga Promotion? Piu sagt: «Davon will ich nichts wissen. Das macht mich sauer. Wir schauen Spiel für Spiel.» Doch sollten die Wohlen-Spieler in den verbleibenden Heimspielen noch oft bei der Eckfahne der Kammerbar jubeln können, sind die Aufstiegsspiele durchaus eine Möglichkeit.