Immer wieder Disziplin
04.08.2026 Sport, Fussball1. Liga classic: Der FC Wohlen gewinnt den letzten Test vor dem Saisonstart – Sportchef und Captain ordnen ein
Neuer Trainer, neues Glück? Der FC Wohlen gewinnt das letzte Testspiel gegen Rotkreuz mit 1:0. Am Sonntag (14.30 Uhr) startet auswärts in ...
1. Liga classic: Der FC Wohlen gewinnt den letzten Test vor dem Saisonstart – Sportchef und Captain ordnen ein
Neuer Trainer, neues Glück? Der FC Wohlen gewinnt das letzte Testspiel gegen Rotkreuz mit 1:0. Am Sonntag (14.30 Uhr) startet auswärts in Courtételle die neue Saison. «Mein Gefühl ist sehr positiv», sagt Captain Alban Pnishi. Auch der Sportchef ist erfreut. Und ein Wort fällt sehr oft: Disziplin.
Stefan Sprenger
Egal, mit wem man spricht beim FC Wohlen, einige Worte fallen auffällig oft. Kompaktheit, Solidarität oder Stabilität gehören dazu. Aber der Ausdruck Disziplin fällt in gefühlt jedem zweiten Satz. Wenn der FC Wohlen am Sonntag (14.30 Uhr) auswärts in Courtételle in die neue Saison startet, erwartet der Sportchef: «Ein diszipliniertes Auftreten.» Captain Alban Pnishi sagt: «Wir wollen defensiv kompakt stehen, das geht nur mit Disziplin.»
Der Mann mit klarer Linie
Der neue Trainer Jérôme Oswald und seine Vorstellungen scheinen nach dem ersten Monat schon zu fruchten. Denn er gilt als Mann, der eine klare Linie will und einfordert. Auf und neben dem Platz. Auch das ist das Schlagwort Disziplin. «Ich habe das Gefühl, seine Ideen sind beim Team angekommen», sagt Sportchef Sergio Colacino über Trainer Oswald. «Wir wollen Konstanz hineinbringen. Wir wollen ein robustes Team. Wir wollen Konkurrenzkampf und eine eingeschworene Truppe. Und da spüre ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»
Apropos spüren. Gespürt hat Captain Alban Pnishi seine Hamstrings (Muskulatur am hinteren Oberschenkel). Deswegen setzte er beim letzten Testspiel gegen Rotkreuz am Freitag vorsichtshalber aus. «Am Sonntag bin ich bereit, wenn es losgeht», sagt Pnishi. Das letzte Testspiel gegen Rotkreuz aus der 2. Liga interregional endete mit einem 1:0-Erfolg für Wohlen. Neuzugang Freddy M’Biye erzielte in der 64. Minute das goldene Tor. Der FC Wohlen spielte kompakt, mit Geduld, mit defensiver Stabilität. Genau das also, was man sich wünscht.
Wenig Wechsel, gute Trainingspräsenz
«Der neue Trainer hat seine Ideen und Vorgaben. Wir versuchen, diese umzusetzen», sagt Pnishi. Ein Vorteil: Das Team ist grösstenteils zusammengeblieben. Mit Dramane Sissoko (Solothurn), Javi Gabathuler (Seon), Noel Romano (Tuggen) und Kaan Yilmaz (Schötz) haben vier Spieler den Verein verlassen. Die sieben Neuzugänge Freddy M’Biye, Luis Mestre (beide Dietikon), Alessio Caputo, Milos Grujicic (beide Red Star), Josuah Gerber (Höngg), Marlon Schwarz (FCZ U19) und Diego Pagliaro (Lenzburg) haben sich bislang bestens integriert. «Wir kennen uns, das hilft», sagt Pnishi weiter. Die Transfers sind abgeschlossen.
Auch positiv ist die Trainingspräsenz. Natürlich waren einige Spieler versetzt in den Ferien und man konnte nie mit dem ganzen Kader trainieren. Aber Oswald hatte immer genügend Spieler im Training. Eine geregelte und gewinnbringende Übungseinheit war stets möglich. «Die Präsenz war sehr gut», sagt auch Sportchef Sergio Colacino. Er selbst weilte fast den ganzen Juli in den Ferien in Kalabrien. «Doch ich hatte jeden Tag Kontakt zu Trainer Oswald. Wir haben viel miteinander kommuniziert, das war mir und auch ihm enorm wichtig.» Auch mit den Spielern hatte Colacino engen Kontakt. «Ich habe den Eindruck, dass alle an einem Strang ziehen. Alle sprechen die gleiche Sprache im Team. Wir haben eine gute Ausgangslage geschaffen, damit diese Saison erfolgreich wird.»
«Das Team will jeden Tag einen Schritt weiterkommen»
Ein Erfolg wird sie, wenn der FC Wohlen wenig Tore kassiert und im vorderen Tabellendrittel mitspielen kann. Das Wort «Aufstieg» will niemand in den Mund nehmen. Es braucht noch Zeit. Und wie jedes Jahr vor dem Saisonstart kann man nur schwer einschätzen, zu was man fähig sein wird. «Das Team will jeden Tag einen Schritt weiterkommen. Und das ist sehr gut und der Grundstein für den Erfolg», sagt Colacino.
Am Sonntag geht es gegen Courtételle auswärts. Ein harter Brocken. Die letzten drei Spiele hat der FCW allesamt verloren (0:1, 0:2, 0:2). «Die sind schwierig zu knacken. Es braucht Geduld, es braucht Sicherheit, es braucht Ordnung auf dem Feld. Alle müssen defensiv arbeiten. Solidarisch. Und natürlich diszipliniert», sagt Sergio Colacino. Captain Alban Pnishi meint: «Wir müssen gut starten, dann fällt vieles leichter. Wir müssen defensiv gut stehen und offensiv unsere Power raushauen. Wir müssen den Erfolg miteinander suchen. Und das geht alles nur mit Disziplin.»

