«Haben am Glücksrad gedreht»
02.07.2024 WohlenEine Art Expertenrunde rund ums Schulzentrum Halde
Die Bauten rund um die Primarschule im Schulzentrum Halde sind in Betrieb. Sämtliche Beteiligten sind zufrieden, nun ist bereits die nächste Etappe am Laufen, die Modernisierung und Erweiterung der ...
Eine Art Expertenrunde rund ums Schulzentrum Halde
Die Bauten rund um die Primarschule im Schulzentrum Halde sind in Betrieb. Sämtliche Beteiligten sind zufrieden, nun ist bereits die nächste Etappe am Laufen, die Modernisierung und Erweiterung der Bezirksschule.
Daniel Marti
Freudentag, nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern, sondern auch bei den Verantwortlichen: Architekt, Schulleitung, Gemeinderat, Gemeinde-Abteilung und Generalplaner – alle strahlten an der Einweihungsfeier. Und sind mit dem Stand der Dinge zufrieden.
Der verantwortliche Architekt Kurt Kolb ist jedenfalls hellbegeistert: «Es ist einfach toll, wie sich die neue Primarschule ins Schulzentrum einfügt.» Schulhäuser haben laut Kolb nun mal eine klare Funktion. Und er dürfe nur Komplimente entgegennehmen. Sogar von der Konkurrenz, so Kolb. «Das Werk gefällt den Menschen.» Und stosse auf gross Akzeptanz. Für das Architektenteam sei stets die «Nutzung im Zentrum» gestanden, und so habe man beim neuen Schulhaus alles optimieren können. «Und wenn der Bau noch schön aussieht, dann löst das auch bei uns grosse Freude aus.»
Noch eine Scheibe zulegen
Ähnliches berichtet Peter Trost, Vertreter des Generalplaners Patimo. «Für uns ist das ein schöner Auftrag.» Nun sei erst die erste Halbzeit erledigt, so Trost: «Aber hier wurden unsere Erwartungen erfüllt, diese Arbeit hat bisher Freude gemacht.» Trost verspricht auch, «dass wir in der zweiten Halbzeit noch eine Scheibe zulegen werden». Diese hat bereits begonnen, wird dann aber mit dem Abbruch der alten Turnhalle in den Sommerferien so richtig lanciert. Der Rückbau der Turnhalle hat zwar vor Wochen begonnen, aber danach mussten die Schadstoffe richtig entsorgt werden.
Auf der Baustelle Schulzentrum Halde sind die Arbeiter laut Trost sehr gefordert. «Alles wird während des Schulbetriebs geleistet. Das ist eine grosse Herausforderung. Und die Sicherheit hat oberste Priorität.» Bisher ist alles ohne Unfall über die Bühne gegangen – dank einem vorbildlichen Sicherheitskonzept.
«Wir sind hier im Schaufenster»
Das alles kann Andreas Jauch, Abteilungsleiter Liegenschaften und Anlagen sowie Teamleiter Hochbau der Gemeinde Wohlen, nur bestätigen. «Es läuft wirklich gut», sagt er. Und man müsse stets daran denken, dass viele Akteure auf der Baustelle tätig sind. «Dabei müssen wir auch an die Nachbarn denken. Wir sind hier im Schaufenster, mitten in Wohlen.» Es werde jedoch zielstrebig und sehr konzentriert gearbeitet. Es gelte alle Anforderungen zu erfüllen «auf einem Areal, das eigentlich eher zu klein ist. Aber es ziehen alle am gleichen Strang.»
Das können die Mitglieder des Gemeinderates nur bestätigen. Viele Kinder der Primarschule haben Gemeinderätin Ariane Gregor bestätigt, «dass sie nun viel lieber in die Schule gehen». Und der Fortschritt im Schulzentrum sei wie «eine glückliche Fügung. Hier wurde in den letzten zwei Jahren so viel geleistet. Das ist einfach sensationell.» Das alles sei ein grosser Gewinn. «Wir haben hier am Glücksrad gedreht.» Und den Hauptpreis gewonnen. «Diese Begeisterung, diese strahlenden Kinderaugen, das nehme ich für immer mit», so Gregor.
«Das Wir-Gefühl ist wieder möglich»
Das Ergebnis lasse sich wirklich gut zeigen, sagt auch Vizeammann Thomas Burkard. «In der Primarschule ist nun das Wir-Gefühl wieder möglich. Nun können wir hier miteinander in die Zukunft gehen. Das ist doch nur schön.» Neben dem Neubau gehe die Sanierung des alten Schulhauses fast ein wenig vergessen, «dabei ist dieses Schulhaus ein Bijou», so Burkard weiter. Stimmt. Es ist innen fast nicht mehr zu erkennen. Grandios gemacht.
Und an der Fassade wurde die ursprüngliche Farbe gewählt. «Wir haben verschiedene Farben getestet, so der Verantwortliche Niccolo Wyss, «und haben uns dann für die Fassaden-Farbe aus dem Jahr 1853 entschieden.» Und Peter Trost von der Firma Patimo fügt noch an, dass das «alte Halde-Schulhaus sehr viel Potenzial hat». Dieses wurde nun genutzt.
«Und wir sind sehr dankbar, dass bisher alles so gut geklappt hat», betont Paul Bitschnau, Schulleiter der Bezirksschule. Die Primarschule sei jetzt so gestaltet worden, «dass sich alle gut bewegen können». Er und sein Team freuen sich extrem, wie er sagt, «wenn dann die Bez am gleichen Ort wieder zusammenkommt». Bis dahin dauert es noch zwei Jahre. «Der Prozess ist bereits aufgegleist.» Das Schulleben im Provisorium am Oberdorfweg sei recht okay, aber die Vorfreude auf die neue Bez sei einfach riesig. Und er selbst geht immer wieder gerne auf der Baustelle vorbei, um zu schauen, wie der Baufortschritt ist, so Bitschnau. Und da wird er in den nächsten zwei Jahren ganz viel zu beobachten haben.
Finanzen auf Kurs
Ann so einem Tag wird natürlich auch nachgefragt, wie es denn mit den Finanzen aussieht. Insgesamt umfasst die Halde-Erneuerung neun Teilprojekte, und nun ist praktisch die erste Halbzeit vollendet. Einzelne Kreditabrechnungen wird es jedoch nicht geben. «Die gesamte Finanzlage wird ganz am Schluss abgerechnet», sagt der verantwortliche Gemeinderat Thomas Burkard. Der gesamte Verpflichtungskredit für die Modernisierung und Erweiterung des Schulzentrums Halde beträgt 56 Millionen Franken. Eines kann Burkard aber jetzt schon verraten: «Wir sind auf Kurs, finanziell sind wir gut unterwegs.» Gut so.









