Die Brüder gehen vom Aargauer Kantonalen ohne Kranz nach Hause
Beide gehören sie zum illustren Kreis der Eidgenossen. Beide gehörten sie damit zum Favoritenkreis am Aargauer Kantonalen in Bad Zurzach. Beide gingen aber am Sonntagabend ohne Kranz nach Hause. ...
Die Brüder gehen vom Aargauer Kantonalen ohne Kranz nach Hause
Beide gehören sie zum illustren Kreis der Eidgenossen. Beide gehörten sie damit zum Favoritenkreis am Aargauer Kantonalen in Bad Zurzach. Beide gingen aber am Sonntagabend ohne Kranz nach Hause. Der Frust sitzt tief.
Der Frust war nicht zu übersehen. Lukas Döbeli schüttelt den Kopf, schon wenige Sekunden, bevor der Kampfrichter «Halt» sagt und der Gang damit gestellt ist. Die Schwinghose kickt er weg. Die Wut ist da, nicht nur im Bauch. Um diese so umzumünzen, dass doch noch ein Kranz resultiert, dafür ist es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät. Lukas Döbeli war schon am Mittag geschlagen – nach drei Gestellten gegen Fabian Bader, Andrj Gerber und Janis Schick. Das Comeback nach der am Guggibad-Schwinget zugezogenen Verletzung misslang also. Immerhin holte er nach der Mittagspause gegen Teilverbandskranzer Johann Scherer und Nichtkranzer Robert Steger noch zwei Siege. Hinzu kam ein Gestellter gegen Sascha Rauch.
Ein Satz als Fazit
Dass Lukas Döbeli vielleicht nach der Verletzungspause Startschwierigkeiten haben dürfte, das kam weniger überraschend als das schlechte Abschneiden am Aargauer Kantonalschwingfest seines Bruders Andreas Döbeli. Immerhin holte dieser sowohl am Baselstädtischen Schwingfest als auch am Solothurner Kantonalschwingfest im jeweils dritten Rang souverän den Kranz. Und auch ins Aargauer Kantonale startete er überzeugt – mit zwei Siegen gegen die Teilverbandskranzer Samuel Brun und Marius Frank. Doch dann geriet sein Motor ins Stocken. Gegen Sinisha Lüscher (8.75) und Jonas Odermatt (9.0) kam er nicht über einen Gestellten hinaus. Im fünften Gang kam es noch dicker für den Sarmenstorfer. Von Tim Roth musste er sich das Sägemehl vom Rücken wegwischen lassen. Immerhin kam er gegen Sandro Vogt zum Schluss zu einer Maximalnote. Reagieren auf dieses enttäuschende Abschneiden will Andreas Döbeli nur knapp: «Es war ein Scheisstag für mich.» Schon nächstes Wochenende hat er die Chance, das Aargauer Kantonale auf dem Stoos quasi vergessen zu machen. --ake