Freiämter Glanz im Ständematch
10.07.2026 Sport, SchiessenFreiämter am 59. Eidgenössischen Schützenfest in Chur
Der Aargauer Schiesssportverband bewies beim Ständematch des 59. Eidgenössischen Schützenfestes in Chur seine Stärke. Die Schützen belegten den zweiten Platz im ...
Freiämter am 59. Eidgenössischen Schützenfest in Chur
Der Aargauer Schiesssportverband bewies beim Ständematch des 59. Eidgenössischen Schützenfestes in Chur seine Stärke. Die Schützen belegten den zweiten Platz im 300-m-Liegendwettkampf sowie vier vierte Ränge. Ein Freiämter Trio sicherte die einzige Medaille. Auch sonst wussten die Freiämter am Eidgenössischen zu überzeugen. Allen voran die SG Villmergen.
Für die einzige Aargauer Medaille am Ständematch sorgte das in Buttwil lebende Villmerger Ehepaar Bettina und Rafael Bereuter gemeinsam mit Michèle Maurer von den Sportschützen Villmergen im 300-m-Liegendwettkampf mit dem Sportgewehr. Mit 1764 von 1800 möglichen Punkten zeigten sie eine Topleistung. Das Berner Trio war mit 1771 Punkten jedoch noch etwas treffsicherer. Daneben gab es für den Aargau vier vierte Plätze. Einer davon ging an das verjüngte 50-m-Team. Die Villmerger Matthias Stöckli und Stefan Bereuter kamen mit Olivia Rossi im Liegendmatch der Elite bis auf 0,4 Punkte an die Bronzemedaille heran.
Die SG Villmergen konnte aber nicht nur mit ihren Vertretern im Ständematch für Ausrufezeichen sorgen. Einige Villmerger Schützinnen und Schützen bestreiten die 300-Meter-Wettkämpfe für die SG Aarau – ihre zweite sportliche Heimat. Diese Verbindung beruht auf Gegenseitigkeit.
Die SG Aarau gewann ebenfalls die Vereinskonkurrenz und siegte zudem im Gruppenwettkampf.
Villmergen verteidigt den Titel
Insgesamt reiste die SG Villmergen mit 13 Schützinnen und Schützen ans Eidgenössische Schützenfest nach Chur. Das grösste Schützenfest der Schweiz findet nur alle fünf Jahre statt. Entsprechend motiviert trat die Delegation gegen die nationale Konkurrenz an. Die Gewehrwettkämpfe über 50 Meter wurden in Domat/Ems ausgetragen. Am Schiesstag vom 12. Juni fanden die Villmerger gute Bedingungen vor. Das Ziel war klar: die Titelverteidigung in der Vereinskonkurrenz.
Marcel Ackermann sorgte früh am Morgen für einen starken Auftakt. Mit dem Punktemaximum von 100 Zählern traf er als Erster voll. Danach folgte eine Spitzenleistung auf die nächste: Auch Rafael Bereuter, Stefan Bereuter, Jörg Fankhauser und Michèle Maurer erreichten das Maximum von 100 Punkten. Bettina Bereuter und Rolf Sennrich steuerten je 99 Punkte bei. Damit stand die erfolgreiche Titelverteidigung fest.
Auch im Gruppenwettkampf überzeugte die SG Villmergen. Als Dritte fehlten den Villmergern nur drei Punkte zum Sieg. Weitere Erfolge erzielten die Schützinnen und Schützen in den Einzelwettkämpfen. Jörg Fankhauser sicherte sich dank seiner Konstanz über sämtliche Stiche den Titel des Festsiegers bei den Veteranen – eine bedeutende Auszeichnung am Eidgenössischen Schützenfest. Einen starken Wettkampf zeigte auch Stefan Furrer. Mit 576 Punkten gewann er den Veteranenstich und erhielt neben dem Sieg auch einen Preis.
Auch Rafael Bereuter überzeugte. Mit 586 Punkten gewann er die Einzelwertung des Gruppenwettkampfs und sorgte damit für einen weiteren Villmerger Erfolg. Einzig mit dem Sportgewehr über 300 m gab es für Rafael Bereuter einen kleinen Dämpfer. Seine Ehefrau Bettina Bereuter zog als Siebte in den Königsfinal ein und behauptete diesen Rang. Ihrem Mann Rafael Bereuter, Schützenkönig von 2015, fehlten nach dem Ausstich zwei Zähler zum Einzug in den Endkampf. Das Eidgenössische Schützenfest verlief für die SG Villmergen auch neben den Wettkämpfen erfolgreich. Nach einem langen Schiesstag stiess die Delegation in der Churer Altstadt gemeinsam an, lachte und blickte auf die Resultate zurück. Für die Villmerger bleiben viele Erinnerungen, sportliche Erfolge und der Stolz, den Titel in der Vereinskonkurrenz verteidigt zu haben.
Lauber-Vock mit guter Leistung
Im Königsfinal der besten acht Pistolenschützen gewann Adrian Schaub vor Christian Klauenbösch aus Bottenwil. Neben ihm zeigte aus Aargauer Sicht auch Rückkehrerin Tamara Lauber-Vock eine starke Leistung. Die Sarmenstorferin qualifizierte sich als Vierte des Ausstichs für den Final und beendete diesen auf Rang 6. --zg/red

