SHV-Präsident Pascal Jenny zum Scheitern des Nationalteams
Die Schweizer Handball-Nati verpasst die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Das Team von Trainer Andy Schmid verliert gegen Italien. Zentralpräsident Pascal Jenny aus Wohlen nimmt Stellung. ...
SHV-Präsident Pascal Jenny zum Scheitern des Nationalteams
Die Schweizer Handball-Nati verpasst die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Das Team von Trainer Andy Schmid verliert gegen Italien. Zentralpräsident Pascal Jenny aus Wohlen nimmt Stellung.
Bitter und unerwartet. Die Schweiz verpasst die WM 2027 in Deutschland. Nach dem Drei-Tore-Sieg (31:28) im Hinspiel im Hallenstadion in Zürich letzte Woche geraten die Schweizer im Rückspiel in Faenza früh unter Druck und können Italiens Lauf bis zum Spielende nicht stoppen. Die Schweiz verliert 31:38. Damit endet der Traum von der ersten sportlich erkämpften WM-Qualifikation seit 1995 trotz guter Ausgangslage deutlich.
«Chance verpasst»
Der Wohler Pascal Jenny, einst Captain des Nationalteams und heute Präsident des Schweizerischen Handballverbandes (SHV) sagt: «Die Enttäuschung ist riesig. Gegen Italien rauszufliegen, war so nicht erwartet – gerade mit unseren letzten Erfolgen im Kopf. Unsere Abwehr war in beiden Spielen praktisch in keiner Phase auf dem normalen Niveau, das hat uns das Genick gebrochen. Wir haben die Chance verpasst, an den wohl grössten Handball-Weltmeisterschaften aller Zeiten im Januar 2027 in Deutschland dabei zu sein. Das schmerzt.»
Heim-EM 2028
Jenny, der auch im IHF-Vorstand ist (internationaler Handballverband) blickt voraus: «Am Hauptziel – eine Top-Performance an der Heim-Europameisterschaft 2028 – ändert sich aber nichts.» Die Heim-EM wird von der Schweiz, Spanien und Portugal durchgeführt. Im Idealfall spiele man gar um die Medaillen, sagte Jenny jüngst. Nach diesem Scheitern an Italien sieht das aktuell schwierig aus.
Pascal Jenny sagt weiter: «Der Staff wird die richtigen Schlüsse ziehen. Wir haben jetzt 1,5 Jahre Zeit, und vielleicht sind die Testspiele ohne Druck im Euro-Cup genau das Richtige, um dann in der Swisslife Arena im Januar 2028 genauso stark wie das Eishockey-Nationalteam in den ersten zwei Spielen der aktuellen Weltmeisterschaft in der Schweiz zu performen und zu begeistern.»
--spr/red
Kuratli im Vorteil
Die Torhüterin Seraina Kuratli steht mit ihrem Team GC Amicitia Zürich im Play-off-Final. Die Wohlerin und ihr Team legten im Spiel 1 vor und besiegten LC Brühl mit 27:26 (15:14). Kuratli hatte eine Abwehrquote von guten 30 Prozent. Das zweite Spiel der Best-of-Five-Serie findet morgen Mittwoch in St. Gallen statt.
--red