Daniel Marti, Chefredaktor.
Eingefleischte «Bosmeler» wissen das natürlich, wie das schöne Freiamt einst in Unter- und Oberfreiamt geteilt wurde. Vom Kirchturm in Oberlunkhofen wurde eine schnurgerade Trennlinie zum ...
Daniel Marti, Chefredaktor.
Eingefleischte «Bosmeler» wissen das natürlich, wie das schöne Freiamt einst in Unter- und Oberfreiamt geteilt wurde. Vom Kirchturm in Oberlunkhofen wurde eine schnurgerade Trennlinie zum Hochgericht in Fahrwangen gezogen. Alles südlich davon war das Oberfreiamt, alles nördlich zählte zum Unterfreiamt. Durch die Trennlinie wurde Boswil zum geteilten Dorf. Stimmen behaupten, dass diese Trennung von 1712 mitten durch den «Sternen» verlief. Mit dem Handicap, dass damals im Unter- und Oberfreiamt verschiedene Rechtssysteme herrschten.
Kompliziert war es. Der Boswiler Benedikt Stalder hat die Geschichte vom geteilten Dorf aufgeschrieben. Sie ist Bestandteil der Jahresschrift «Unsere Heimat», die jetzt zum 100-Jahr-Jubiläum der Historischen Gesellschaft Freiamt herausgegeben wird. Gegründet im April 1926 von drei Wohlern, dehnte sich die Historische Gesellschaft stetig aus. Bis weit über Muri hinaus. Heute ist die Gesellschaft selber ein echtes Stück Freiamt, eben Heimat. In den 100 Jahren wurden über 370 Beiträge über Kultur und Historie veröffentlicht. Bemerkenswert. Eine Meisterleistung.