Doppelter Exploit
28.07.2026 Sport, LeichtathletikTV Wohlen an den Schweizer Meisterschaften der Aktiven im Letzigrund in Zürich
Das Niveau an den Schweizer Meisterschaften im Letzigrund war enorm hoch. Die Wettkämpfe wurden bei idealen Bedingungen durchgeführt. Viele Disziplinen zeichneten sich durch ...
TV Wohlen an den Schweizer Meisterschaften der Aktiven im Letzigrund in Zürich
Das Niveau an den Schweizer Meisterschaften im Letzigrund war enorm hoch. Die Wettkämpfe wurden bei idealen Bedingungen durchgeführt. Viele Disziplinen zeichneten sich durch grosse Leistungsdichte aus. Umso schwieriger war es, gute Platzierungen zu erreichen. Dennoch konnten einige Athletinnen des TV Wohlen sehr starke Resultate abliefern.
Im Vorfeld der Schweizer Meisterschaften im Letzigrund sagte Rolf Stadler, Leiter der Leichtathletikriege des TV Wohlen, dass das Niveau im Speerwurf so hoch ist wie vielleicht nie zuvor in der Schweiz. In Zürich startete dementsprechend ein starkes Teilnehmerfeld. Darunter war auch Micaela Nardelli von TV Wohlen, die von einer Verletzung zurückkam. In ihrem zweiten Wettkampf der Saison konnte sie mit der Weite von 48,00 m überzeugen. Sie belegte damit Platz 5.
Nardelli verpasste den 4. Platz nur knapp. Mathilde Rey auf Rang vier warf den Speer ebenfalls 48,00 m weit. Rey zeigte jedoch einen besseren zweiten Versuch als die Athletin des TV Wohlen und reihte sich so vor ihr ein. Dennoch zeigte Micaela Nardelli nach der langen Verletzungspause eine tolle Leistung. Aussergewöhnlich für einen Wurfwettbewerb: Die ersten beiden Athletinnen der Konkurrenz, Sabrina Boss und Leonie Hügli, erreichten beide die Limite für die EM. Stadler: «Das war wohl der beste Speerwettkampf an einer Schweizer Meisterschaft.»
Büchel verpasst Final nur knapp
Rahel Wollschlegel erzielte an den vergangenen Meisterschaften im Hammerwurf immer eine Top-Leistung. Diesmal hatte sie grosse Mühe mit dem rauen Ring und verpasste ihre gewohnten Leistungen der Saison. Ihre geworfenen 40,04 Meter dienen somit lediglich als Test für die Masters-WM in Südkorea, die Mitte August stattfindet.
Seline Büchel trat im Vorlauf der 800-Meter-Läuferinnen an. Die Konkurrenz war stark: Neben den Schweizer Topläuferinnen Audrey Werro, Valentina Rosamilia, Veronica Vancardo und Lore Hoffmann waren auch Fiona von Flüe und Noée Wipfli dabei – die beiden Athletinnen, die Büchel im Qualifikationsrennen für die U20-WM in Eugene knapp geschlagen hatten. Im dritten Vorlauf lief Büchel gegen Rosamilia und Lena Scherrer. Mit einer Zeit von 2.09,72 fehlten ihr am Ende nur zwei Hundertstel für den Finaleinzug. Taktisch hatte Seline Büchel im Lauf alles richtig gemacht: Sie lief hinter Rosamilia auf Platz zwei auf die Zielgerade, wurde aber im Schlussspurt von Scherrer um zwei Hundertstel geschlagen.
59 startende Läuferinnen über 100 m Hürden
Für Isabelle Bütler war es der letzte Auftritt bei einer Schweizer Meisterschaft. Im riesigen Teilnehmerfeld des 100-m-Hürdenlaufs startete sie in der 5. Serie auf Bahn 1. Ihre Dernière verlief allerdings äusserst unglücklich: Bütler blieb bereits an der ersten Hürde hängen. Anschliessend stolperte sie und lief an der nächsten Hürde vorbei. Die 35-Jährige hatte sich ihr letztes Einzelhürdenrennen sicherlich anders vorgestellt.
Im Diskuswerfen der Frauen traten mehrere junge Athletinnen mit starken Meldewerten an. Darunter war auch Kaira Volken vom TV Wohlen. Nach ihrer Teilnahme an den U18-Europameisterschaften in Rieti wollte sie im Letzigrund überzeugen. Doch wie viele andere fand sie nicht in den Wettkampf und blieb mit 37,02 m im Vorkampf hängen. Es zeigt sich immer wieder, dass der Diskuswettkampf an einer Schweizer Meisterschaft eigene Gesetze hat und viel Routine erfordert.
Die Erwartungen des TV Wohlen bestätigten sich: Das Niveau der Meisterschaften war insgesamt sehr hoch und verlangte den fünf Athletinnen des Vereins alles ab. «Leider war das insgesamt nicht unser Wochenende», sagt Stadler. «Trotzdem gibt es Erfreuliches, Micaela Nardelli und Seline Büchel haben abgeliefert.» Die Athletinnen erreichten also durchaus gute Resultate, auch wenn nicht alle Starterinnen des TV Wohlen komplett überzeugen konnten.
--rst/red

