Schweizer Cup, Final: Der FC St. Gallen und der Wohler Alessandro Vogt krönen sich zum Cupsieger
Der FC St. Gallen holt den Cup-Pokal nach 57 Jahren wieder in die Ostschweiz. Mittendrin: der Wohler Stürmer Alessandro Vogt. Sein Vater Roland Vogt erlebt am ...
Schweizer Cup, Final: Der FC St. Gallen und der Wohler Alessandro Vogt krönen sich zum Cupsieger
Der FC St. Gallen holt den Cup-Pokal nach 57 Jahren wieder in die Ostschweiz. Mittendrin: der Wohler Stürmer Alessandro Vogt. Sein Vater Roland Vogt erlebt am Cupfinal «einmalige Momente».
Stefan Sprenger
Am Sonntagabend, kurz vor 22 Uhr, treten die Cup-Helden auf dem Marktplatz in St. Gallen an. Tausende Fans feiern, verwandeln die Stadt in eine grün-weisse Partymeile. Der Wohler Alessandro Vogt, der in dieser Saison 15 Saisontore erzielte und der absolute Shootingstar der Super League ist, ist mittendrin. Der 21-Jährige feiert aber im Hintergrund. Bodenständig, nicht im Mittelpunkt. So, wie er es eben eher mag.
Frühe Auswechslung im Final
Auf dem Weg zum Cup-Titel hat Vogt drei Tore erzielt. Zwei in der 1. Runde beim 13:0 gegen Walenstadt, eines im Halbfinal gegen Yverdon (2:0). Im Final im Wankdorf in Bern vor 30 000 Zuschauern steht der Stürmer in der Start-Elf. Doch er muss kurz vor der Pause raus. Der Grund: St.-Gallen-Goalie Lukas Watkowiak leistet sich ein Notbremsen-Foul, fliegt mit Rot vom Platz. Goalie Lawrence Ati Zigi muss eingewechselt werden und ein Feldspieler muss weichen. Und natürlich ist es ein Offensivspieler, der rausmuss. In diesem Fall Alessandro Vogt. Seine Rolle im Cupfinal ist also nicht entscheidend – und dennoch hat er riesigen Anteil am Erfolg der Ostschweizer, die ihre Sahne-Saison mit dem 2. Rang in der Meisterschaft und dem Cupsieg verewigen. Es ist ein Titel für die Geschichtsbücher, der ausgiebig gefeiert wird.
Bald gehts in Hoffenheim los
Den ganzen Tag mit dabei war die Familie von Alessandro Vogt. Papa Roland, Mutter Pina und seine beiden Schwestern Laura und Simona. «Es war wunderschön, von morgens bis abends, eine tolle Stimmung», sagt Vater Roland Vogt. Wohlens Gemeindeammann war beeindruckt von der Mobilisierung des FC St. Gallen. Bern war grün-weiss. «Auch die Feier in St. Gallen war einfach nur schön. Für die Fans, die ganze Stadt und für Ale.»
Als er seinen Sohn mit dem Pokal jubeln sieht, platzt er vor Stolz. «Als Sportler sollte man jeden Sieg geniessen. Es sind einmalige Momente, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Der Cupfinal war für Alessandro sportlich nicht herausragend, weil er früh ausgewechselt wurde und sich quasi opfern musste für das Team. Aber das gehört zum Sport», so der Vater. Dieser Triumph sei sowieso eine Leistung, «die der FC St. Gallen miteinander erreicht hat». Der ganze Club, die ganze Region. Und für Alessandro Vogt, der im Sommer in die Bundesliga zu Hoffenheim wechselt, ist dieser Cup-Titel «der perfekte Abschluss», wie der Vater sagt. Alessandro Vogt hat sich seine Ferien nun redlich verdient, bevor er in rund einem Monat dann bei Hoffenheim in die neue Saison startet.