Die Schwimmschule ist ihr ein Herzensanliegen. Das wird spätestens dann klar, als die Augen von Sina Eichhorn zu strahlen beginnen, wie sie in der Badi Muri von der Freude der Kinder erzählt. Die Leidenschaft für die familieneigene Schwimmschule wurde früh geweckt. Schon ...
Die Schwimmschule ist ihr ein Herzensanliegen. Das wird spätestens dann klar, als die Augen von Sina Eichhorn zu strahlen beginnen, wie sie in der Badi Muri von der Freude der Kinder erzählt. Die Leidenschaft für die familieneigene Schwimmschule wurde früh geweckt. Schon als Teenager liess sie sich zur Schwimmlehrerin ausbilden. Um früher starten zu können, hat sie eigens eine Spezialbewilligung beantragt – und erhalten. Dass sie das 25-Jahr-Jubiläum nun nutzt, etwas von der Freude, welche ihr die Schwimmschule Wellebrecher bereitet hat, zurückzugeben, dürfte nicht nur den Chloschtergeischt erfreuen, sondern vor allem auch die Jugend aus der Region. Wann darf man sonst schon mal in der Badi übernachten?
Für eine Abkühlung muss man nicht zwingend in die Badi, wie Paula Loher und Markus Bohren jüngst bewiesen haben. Um die nächste Auflage ihres kultigen Open-Air-Events «Muri Live» im Klosterhof auf den Sozialen Medien zu promoten, sind sie vor Ort eigens in den Brunnen gestiegen.
Ihre Botschaft ist ebenso simpel wie eingängig: «Muri Live – bi jedem Wätter.»
Es gibt Termine, die sind einfach anders als alle anderen. Jener mit Marcel Riesen war ein solcher. Der Gemeindeammann von Bünzen ist gleichzeitig auch als Bier-Sommelier tätig. Ein ganz spezielles Hobby. Und so kommt es denn, dass er zum Termin gleich vier verschiedene Biere mitbringt – Verkostung inklusive. Und das an einem Donnerstagvormittag. «Ab 11 Uhr darf man Bier trinken», sagt Riesen. Und die paar Minuten bis dahin kann man schon auch mal grosszügig aufrunden. «Bierosophieren», nennt Marcel Riesen das, was dann folgt. Reden über Bier und seine Eigenheiten, seine Vielfalt, seine Geschichte und so weiter. Unglaublich spannend.
Natürlich liegt die Faszination auch darin, dass die Autorin durchaus hie und da gerne ein Bier trinkt. In den meisten Fällen ein ganz normales Lager. «Dabei gibt es so viele mehr», sagt Bier-Sommelier Marcel Riesen. 40 bis 50 verschiedene Sorten hat er jeweils bei sich zu Hause. Gibt es Bier, das er gar nicht mag? «Alkoholfreies», sagt er und lacht. Nur plump ist dieser Spruch indes nicht gemeint. Riesen vergleicht es mit Fett, das bei Fleisch als Geschmacksträger fungiert. Aber er sagt auch: «Alkoholfreies Bier ist ein grosser Trend und es gibt mittlerweile durchaus sehr gutes.»
Marcel Riesen ist ein profunder Bier-Kenner. Seit Jahren engagiert er sich als Diplom-Bier-Sommelier, hilft bei den Meisterschaften mit, sitzt in der Jury und ist Träger des Bier-Ordens. «Eine schöne Auszeichnung, weil man sie sich nicht erkaufen, sondern nur verdienen kann.» Eine Auszeichnung, die aber auch mit Pflichten verbunden ist – gar in durchaus gekünstelter Formulierung. Dazu gehört etwa, Bier «niemals zu vergeuden». Eine Aufgabe, die als Bier-Liebhaber wohl leicht zu erfüllen sein dürfte. --tst/ake