Daniel Marti, Chefredaktor.
Es ist etwas mehr als zehn Jahre her. Damals wurde eine gewagte Idee wieder einmal aufgegriffen. Ein Wohler Einwohnerrat – einst CVPler, dann FDP-Mitglied – mahnte wortgewandt: Es sei an der Zeit, ...
Daniel Marti, Chefredaktor.
Es ist etwas mehr als zehn Jahre her. Damals wurde eine gewagte Idee wieder einmal aufgegriffen. Ein Wohler Einwohnerrat – einst CVPler, dann FDP-Mitglied – mahnte wortgewandt: Es sei an der Zeit, Fusionsverhandlungen mit Villmergen aufzunehmen. Er meinte es ernst – und erntete viel Schmunzeln von Entscheidungsträgern und von der Bevölkerung.
Zwei selbstbewusste Dörfer zusammenschmelzen lassen – nein, das funktioniert nicht. Dagegen sprechen die Geschichte, die unumstössliche Eigenständigkeit, der Stolz beider Ortschaften und auch die Rivalität. Aber man kann zusammenrücken, Themen gemeinsam angehen. Die Gemeindegrenze nicht als Trennstrich betrachten. Sondern als Chance. So wie aktuell beim wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkt. Villmergens und Wohlens grösste Industriegebiete werden gemeinsam betrachtet und gezielt entwickelt. Das macht Sinn. Das wird Früchte tragen. Keine Rivalität also. Die beschränkt sich sowieso auf den Sport. Der FC Villmergen ist in die 2. Liga aufgestiegen. Gratulation. Damit ist auch hier Villmergen näher an Wohlen gerückt.