Spielplatz Anglikon: Neue Sträucher sorgten für Aufregung
Sind das nicht Sträucher mit giftigen Beeren? Diese Angst ging bei Eltern um nach der Erneuerung des Spielplatzes Anglikon. Zweifelhafte Pflanzen wurden bereits ausgewechselt. Und es herrscht ...
Spielplatz Anglikon: Neue Sträucher sorgten für Aufregung
Sind das nicht Sträucher mit giftigen Beeren? Diese Angst ging bei Eltern um nach der Erneuerung des Spielplatzes Anglikon. Zweifelhafte Pflanzen wurden bereits ausgewechselt. Und es herrscht keinerlei Gefahr.
Daniel Marti
Der Spielplatz Anglikon wurde kürzlich erneuert. Nun meldeten sich besorgte Eltern: Unmittelbar neben der neuen Sitzbank wurden anscheinend Sträucher mit giftigen Beeren gesetzt. Diverse Eltern sind besorgt, dass ihre Kinder solche Beeren konsumieren könnten. Zum Sachverhalt. Bei der Erneuerung des Spielplatzes Anglikon wurde eine neue Sitzbank installiert. Diese wurde mit einheimischen Sträuchern eingefasst. Es handelte sich dabei laut der Abteilung Planung, Bau und Umwelt um Liguster (Ligustrum vulgare). Zudem wurden auch Eiben gepflanzt. Auf dem gesamten Spielplatz wie auch an der Bünz hat es weitere einheimische Pflanzen.
Für den Liguster findet sich bei Tox Info Suisse kein Eintrag. Tox Info Suisse ist die offizielle Informationsstelle der Schweiz für alle Fragen rund um Vergiftungen. Bei der Aufnahme grosser Pflanzenmenge – rund zehn Beeren oder Blätter, die sehr bitter schmecken – können selten leichte Vergiftungen vorkommen. Und für die Eibe findet sich bei Toxinfo.ch folgender Eintrag: «Bei kleinen Kindern sind Tox Info Suisse keine schweren oder gar tödlichen Vergiftungen bekannt. Schwere Vergiftungen kommen vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen nach beabsichtigter Einnahme von Nadeln vor.»
Keine Bedenken – Sträucher trotzdem entfernt
«Obwohl aus toxikologischer Sicht bei den beiden erwähnten Pflanzen seitens der Gemeinde grundsätzlich keine Bedenken bestehen, wurden diese bereits wieder entfernt», hält die Kommunikationsstelle der Gemeinde Wohlen fest.
Kornelkirsche und Haselnusssträucher wurden neu als Ersatz gesetzt. «Beide Pflanzen haben essbare Früchte und keine giftigen Pflanzenteile.» Die Abteilung Planung, Bau und Umwelt, der Gemeinderat Olivier Parvex vorsteht, gibt Entwarnung: «Die Eltern müssen sich auf dem Spielplatz Anglikon ab sofort keine Sorgen mehr um ihre Kinder machen.» Dennoch empfiehlt der Gemeinderat allen Eltern, ihre Kinder darauf zu sensibilisieren, «dass sie keine Beeren und Pflanzen essen dürfen, die sie nicht kennen. Auch unter den einheimischen, wild wachsenden Pflanzen gibt es viele giftige Früchte und Pflanzenbestandteile.» Beispielsweise entlang der Bünz oder im Wald.
Gemeinderat und Abteilung Planung, Bau und Umwelt verweisen bei Unsicherheit oder Vergiftungsverdacht auf die Fachstelle Tox Info Suisse. Diese hilft unter der Telefonnummer 145 weiter, diese ist rund um die Uhr erreichbar.