«Das passiert nur in Wohlen»
25.06.2019 WohlenEinen harmonischen und grandiosen Abend erlebten die 600 Besucher von Seven im Park der Villa Isler
Der Mix für einen perfekten Konzertabend? Eine aussergewöhnliche Location, eine aussergewöhnliche Band und ein einheimischer Sänger, der sympathisch ist ...
Einen harmonischen und grandiosen Abend erlebten die 600 Besucher von Seven im Park der Villa Isler
Der Mix für einen perfekten Konzertabend? Eine aussergewöhnliche Location, eine aussergewöhnliche Band und ein einheimischer Sänger, der sympathisch ist und mit perfektem Sound einen grandiosen Abend hinzaubert. Seven brachte das Wohler Herz zum Tanzen.
Stefan Sprenger
Die Musiker-Familie Dettwyler. Was haben sie an diesem Abend gelacht. Die Söhne Jan und Micha auf der Bühne vor Freude. Die Eltern Ruth und Urs im Publikum vor Stolz. Nach dem Konzert gratulieren der Mutter zahlreiche Konzertbesucher, die meisten kennen sie. «Ein Hammer-Konzert war das.» Die Mutter lächelt. An jenem Ort, wo ihre Mutter vor Jahren Führungen durch das Strohmuseum machte, legte ihr Junior nun ein einzigartiges Konzert hin. «Es war fantastisch. Die Umgebung, die Musik, die Menschen. Einfach wunderbar.» Auch Vater Urs hat «dieses sehr spezielle Konzert enorm genossen». Fast zwei Stunden lang hatte er eine «Riesenfreude».
Die Söhne Jan – alias Seven – und Micha, der in der Band mitwirkt, sie bescheren dem Publikum – das fast ausschliesslich aus Wohlern besteht – einen wunderbaren Abend. So richtig gut wird es, als Seven den Song «Synthetic Soul» spielt – und die Rhythmus-Gitarre den Funk-Groove durch den Isler-Park windet.
Der Funke ist übergesprungen
Emotional wird es bei «Dont let the sun go down on me». Der Klassiker von Elton John und George Michael wird gesungen von Micha und Jan Dettwyler. Seven und sein Bruder sorgen für Gänsehaut und vereinzelte Tränen. Erst zum dritten Mal performen sie diesen Song. 2018 im KKL in Luzern und bei «Jeder Rappen zählt» – und jetzt in Wohlen. «Wir dürfen diesen Song nicht zu oft bringen, sonst geht der Zauber verloren», meint Micha. Wie recht er doch hat. Der Zauber ist bei diesem Song im Isler-Park spürbar. «Es war der perfekte Moment, diesen Song in Wohlen zu bringen. Der Funke ist definitiv auf das Publikum übergesprungen», so Micha weiter.
Micha Dettwyler: «Es war speziell schön»
Diesen Funken, auch Bruder Jan hat ihn gespürt. «Wir wollten es heute besonders gut machen», meint der Soulstar, der in der Schweiz und Deutschland vor ausverkauften Locations spielt. «Hier in Wohlen zu spielen, in meiner Heimat, bei einem Konzert, das so schnell ausverkauft war – und dann auch noch hier im Park der Villa Isler – es war einzigartig», meint Seven. Lange habe er auf diesen Tag hingefiebert. Und plötzlich war er da. Der Sound-Check am Nachmittag dauerte zwei Stunden. Dies zeigt, wie akribisch der Musiker ist. Danach ging es ins Restaurant Rössli zum Nachtessen. Schon als er mit der Band durchs Dorf geht, beginnt es zu kribbeln. «Ich war etwas nervöser als sonst. Ich kenne fast alle mit Namen, die hier waren.» Freunde, Familie, Bekannte aus frü- heren Zeiten. Alle sind sie gekommen. Bruder Micha meint: «Ich hätte am liebsten jedem gewunken, den ich kenne. Ich wäre dann aber die ganze Zeit am Winken gewesen.» Seven ergänzt: «Dass wir so viele Menschen kannten, ist eine andere Ausgangslage als bei jedem anderen Konzert, das wir geben. Das passiert nur in Wohlen.» Beim Konzert spürt man auch, dass Seven greifbarer ist als sonst. «Vor lauter Menschen aufzutreten, die ich kenne, ist schwieriger als vor Menschen, die ich nicht kenne», sagt Seven lächelnd.
Seven: «Es war berührend»
Sein Auftritt war aber genial, kraftvoll, inspirierend. Erstmals zeigten Seven und seine Band das Set der Festival-Saison. «Gelungen» sei es. Das Votum des Publikums, das oft und lautstark applaudierte: «Sensationell und einzigartig.» Micha Dettwyler sagt. «Wir haben vieles gemacht wie immer. Aber das Konzert, es war nicht wie immer, sondern anders und ganz speziell schön. Die Ambiance, die Bäume rundherum, das besondere Gebäude und die Leute aus der Heimat, die voll mitmachten – wir haben es sehr genossen.» Seven nickt und sagt: «Es war berührend.» Für ihn als Künstler und für die Leute, die das Privileg hatten, dabei zu sein, bleibt es als einzigartig in Erinnerung.





