Jahrmarkt voller Emotionen
13.08.2019 WohlenCircus Monti: Die Premiere in Wohlen löste beim Publikum riesige Begeisterung aus
Der Auftakt in die neue Tournee ist bestens gelungen. Der Circus Monti mit dem Programm «Jour de fête» wurde mit den verdienten Standing Ovations ...
Circus Monti: Die Premiere in Wohlen löste beim Publikum riesige Begeisterung aus
Der Auftakt in die neue Tournee ist bestens gelungen. Der Circus Monti mit dem Programm «Jour de fête» wurde mit den verdienten Standing Ovations belohnt.
Daniel Marti
Wo soll man nur hingucken bei einem Jahrmarkt? All diese bunten und interessanten Angebote. Diese Vielfalt. Diese Eindrücke. Genau dieses Ziel verfolgt der Circus Monti mit dem neuen Programm «Jour de fête». Das Artistenteam und das Regie-Duo haben diese Zielsetzung mehr als erfüllt, das Premierenpublikum war begeistert. Und als zuletzt der Zirkusdirektor höchstpersönlich mit dem Autoscooter durch die Manege kurvte, da war die Überraschung perfekt. Johannes Muntwyler durfte im nostalgischen Gefährt gleich mehrere Runden drehen. Nicht nur das: Der Chef wurde vom Regie-Duo noch in die Rolle des Bürgermeisters beordert. «Die Idee ist nicht von mir», meinte Muntwyler gleich nach der Premiere.
Platz der Begegnungen
Und als Bürgermeister hielt Muntwyler dann zum Schluss sogar noch eine Rede. Inmitten seines Artistenteams tat er dies auch perfekt. «Hier ist der Platz der Begegnungen, der Platz der Freude, der Platz der Emotionen», betonte er und meinte damit seine Monti-Manege. Es war ein passendes Schlusswort. Denn genau das servierte «Jour de fête»: ganz viele Emotionen. Das Publikum sog alles förmlich auf. Die Premiere war ein Volksfest, gepaart mit sehr viel Freude.
«Berührt und atemlos»
Stimmen zur Monti-Premiere
Wie gewohnt weilten im Publikum Persönlichkeiten aus Politik und Kultur. Sie allen genossen die Premiere des Circus Monti. Vier Personen sind ins Schwärmen geraten.
Arsène Perroud, Gemeindeammann: «Rasant, poetisch, stimmungsvoll, witzig. Das Monti-Programm hat begeistert. Die Monti-Verantwortlichen haben es ein weiteres Mal verstanden, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Sie haben uns alle an einem wunderbaren ‹Jour de fête› teilnehmen lassen.»
Claudia Nick, Kultursekretärin: «‹Jour de fête›, der Programmtitel lässt einen bereits in eine andere Welt eintauchen. Mit einem wunderbaren Riesenrad als Bühnenbild überraschen die Artisten mit liebevollen, verträumten Auftritten, immer wieder rasanten Nummern, sei es Diabolo, Jonglagen oder Rhönrad. Mit beinahe übermenschlicher Gelenkigkeit werden der Chinesische Mast oder das Schleuderbrett bezwungen. Das Publikum wird während der ganzen Spielzeit in Atem gehalten. Sensationelle Unterhaltung und sehr, sehr empfehlenswert. Ich bin berührt, begeistert, atemlos und angesteckt vom Monti-Virus und wünsche dem ganzen Monti-Team eine erfolgreiche, unfallfreie Saison.»
Eva Keller Steimen, Präsidentin Verein Kultur im Sternensaal: «Bei jeder Premiere bin ich von Neuem überrascht, dass das Programm total neu ist, und das zum 35. Mal. Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Vielfältigkeit der Artistinnen und Artisten. Sie sind nicht nur einzeln akrobatisch gut, sie bestechen durch das Zusammenspiel zu zweit oder in der Gruppe – was ja immer eine immense Präzision, ein Aufeinander-Eingehen und natürlich eine grosse Regie- und Choreografiearbeit bedeutet. Die Musik, die Kostüme, das Licht
– alles stimmt bei ‹Jour de fête›. Ganz witzig finde ich die beiden Clowns und natürlich die brillant formulierte Abschlussrede des Gemeindepolitikers. Ich werde sicher noch einige Male in den Monti gehen und freue mich jetzt schon, weitere feine und witzige Details zu entdecken.»
Paul Huwiler, Gemeinderat und Präsident Kulturkommission: «Einmal mehr ist es dem Circus Monti gelungen, ein fulminantes Gesamtkunstwerk auf die Bühne zu zaubern. In der Manege riecht es nicht mehr nach Sägemehl. Ein Parkettboden dominiert die Szenerie. Und darauf zeigen die Artistinnen und Artisten ihre anspruchsvollen Darbietungen. Spannend ist, dass bei allen Disziplinen oft die ganze Truppe involviert ist und wie bei einem Orchester die spezialisierten Künstlerinnen und Künstler den Part der Solisten übernehmen. Das Bühnenbild mit dem Riesenrad entführt die Gäste ganz gewollt in die Sphären eines Dorffestes oder eben an den ‹Jour de fête›.» --dm
Perfekte Show mit viel Herz
Premiere des Circus Monti: Das Programm «Jour de fête» wusste restlos zu begeistern
Strahlende Gesichter rund um die Premiere. Ob Besucher oder Artisten – alle waren in bester Stimmung. Und der Zirkusdirektor strahlte vor Zufriedenheit, Zuversicht und Stolz.
Daniel Marti
«Wir haben einfach eine gute Artistentruppe, die verbreitet eine fröhliche Stimmung und schafft es rasch, den Funken zum Publikum springen zu lassen.» Zirkusdirektor Johannes Muntwyler war happy nach der Premiere. Und sehr zuversichtlich. «Das kann eine gute Saison geben. Natürlich braucht es auch Glück dazu.» Das Programm «Jour de fête» kam bestens an. Ein Programm mit vielen schönen Nummern. Ein Programm mit Herz.
Auch das passt. Denn es ist halt wie eine Liebesbeziehung zwischen dem Wohler Publikum und dem Circus Monti. Eine Liebe und eine Zuneigung, die nun zum 35. Mal erneuert und bestärkt wurde. Premiere in Wohlen, das ist etwas Besonderes. Immer wieder. Für die Artisten, für die Verantwortlichen des Unternehmens und für die Zuschauer. Immer wieder erstaunlich. So war es auch beim Start in die 35. Tournee. Dieses Knistern, diese Begeisterung, diese Spannung waren sofort da – und blieben bis zum Programmende. Obwohl ein Premieren-Publikum auch kritisch sein mag, bei einem Heimspiel sowieso, waren die 800 Gäste und Besucher restlos begeistert von der Vorstellung und vom «Jour de fête», vom Monti-Volksfest in der Manege. Kompliment.
Per Handschlag begrüsst
Natürlich, zu einer Liebesbeziehung braucht es ab und zu auch einen Blumenstrauss – als Anerkennung und als Geschenk. Auch wenn es Tradition hat beim Circus Monti: bei der Schlussszene landen die beim Einlass geschenkten Blumen in der Manege. Ein Zeichen der Freude, der Zufriedenheit. Ein Zeichen, dass in der Manege etwas Spezielles abgegangen ist. Ein Zeichen, dass das Publikum bestens unterhalten wurde.
Der grösste Lohn ist für die Artisten jedoch der Applaus. Bei «Jour de fête» dauerte es ein paar Augenblicke bis zum ersten Begeisterungssturm. Circus Monti, was willst du mehr? Und bei den Standing Ovations standen einige Besucher schon vor dem Programmende. Gibt es einen schöneren Liebesbeweis? Kaum.
«Jour de fête» bietet so viele Highlights, so viele faszinierende Einblicke, so viele fesselnde Szenen. Ideenreichtum am Laufmeter. Angefangen beim Bühnenbild mit dem Riesenrad bis hin zu den Top-Artisten. Dass sich die 14 Artistinnen und Artisten zum Start unters Publikum mischen und die Besucher per Handschlag begrüssen, lockert die Stimmung von Anfang an auf. Und das Clown-Duo Eline Guélat und Vincent Jutras steht praktisch symbolisch für die ganze Truppe. Sie machen jeweils aus kleinen Details ganz viel. Und Clown-Frau Eline Guélat entwickelt sich am Chinesischen Mast zur ultimativen Jahrmarkt-Attraktion.
Der Direktor wurde zum Bürgermeister
Bei «Jour de fête» werden unzählige vielfältige bunte Bilder in die Manege gezaubert. Und spätestens als die zwei jungen Montis, Tobias und Mario Muntwyler, zusammen mit Willem McGowan eine mitreissende Diabolo-Nummer in die Manege zaubern, ist die Stimmung im Zelt auf dem Höhepunkt. Glänzend gemacht, ihr jungen Montis.
Oder der Start nach der Pause, die Darbietung von Julien und Emilie Silliau am Chinesischen Mast ist ein Hingucker. Zum Geniessen. Und der Genussfaktor geht bei der Vorstellung mit dem Schleuderbrett gar bis unters Zirkusdach. Der Jahrmarkt bietet Akrobatik mit Tempo und hoher Qualität wie auch sinnliche Bilder.
Dass zuletzt mit dem Auftritt des Bürgermeisters der grossen Show das i-Tüpfelchen aufgesetzt wird, ist total überraschend. Erst dreht Johannes Muntwyler, der Zirkusdirektor, im Auto-Scooter ein paar Runden. Danach hält er zum Schluss, eben als Bürgermeister, eine perfekte Rede. Echt, wie ein Politiker, viel reden, wenig aussagen. Er fühle sich recht wohl in dieser Rolle des Bürgermeisters, «so lange ich keine Probleme zu lösen habe», fügt er noch an.
Probleme sind wahrlich keine in Sicht. «Jour de fête» kommt bestens an. Harmonie ist Trumpf. Vor allem auch bei den Montis selber. Nach vier Jahren Unterbruch steht Tobias Muntwyler wieder in der Manege. Bei der eindrücklichen Diabolo-Nummer mit seinem Bruder Mario. Das freut den Vater riesig. «Das ergibt auch für mich eine spezielle Stimmung. Und es macht mich sehr stolz, das gebe ich auch sehr gerne zu», sagt dazu der Monti-Chef.
Auf die nächsten 35 Jahre
Der Circus Monti geht also voller Zuversicht auf seine 35. Tournee. Gestärkt von einem begeisterten Premieren-Publikum. «Wir haben in Wohlen immer auf das Publikum zählen können», freute sich Muntwyler. «Ohne Publikum würde es keinen Monti geben. Auf die nächsten 35 Jahre», betonte der Zirkusdirektor.










