007 – Man lebt nur zweimal
24.12.2019 WohlenDie Bond-Night feiert gelungenes Revival im Casino
Ganze zehn Jahre mussten sich die Fans gedulden. Doch jetzt war es endlich wieder so weit. Die Smokings wurden wieder ausgepackt, die Festkleider montiert und die Martinis trockengelegt. Die legendäre Wohler Bond-Night ...
Die Bond-Night feiert gelungenes Revival im Casino
Ganze zehn Jahre mussten sich die Fans gedulden. Doch jetzt war es endlich wieder so weit. Die Smokings wurden wieder ausgepackt, die Festkleider montiert und die Martinis trockengelegt. Die legendäre Wohler Bond-Night feierte ihre Neuauflage.
Joël Gattlen
500 Bonds, Meisterspioninnen, Bösewichte und Bondgirls fanden sich zur Neuauflage ein. Die Party überzeugte mit ihrer Dekoration und ihrem Dresscode. Dieser ist mitunter auch einer der Gründe, weshalb die Party so beliebt bei den Besuchern ist.
«Die Bond-Night ist die perfekte Gelegenheit, sich in Schale zu werfen. Das kommt bei Männern und Frauen gleichermassen gut an. Ich selbst ziehe sonst nur selten Anzüge an. Ich staune jedes Mal aufs Neue, wie anders man als Mann mit Anzug und Krawatte oder Fliege aussieht», betont etwa Thomas Meier.
Wohler Nachtleben beleben
Organisiert wurde die Bond-Night von den drei Freunden David Meier, Raphael Kull und Adriano Meyer. «Wir wollten einen würdigen Nachfolger der einst legendären Party auf die Beine stellen und dadurch das Wohler Nachtleben zusätzlich beleben», sagen sie. Auf die Idee sind die drei Freunde bei einer gemütlichen Runde Bier gekommen. «Wir waren früher teilweise als Helfer dabei und fanden es sehr schade, dass die Bond-Night so lange nicht mehr stattfand. Adriano ist zudem ein riesiger Bond-Fan und kennt viele Filmzitate auswendig. Raphael und ich sind dafür beide im Eventbusiness tätig. Ideale Voraussetzungen», verrät Meier. Geplant ist, die Bond-Night künftig wieder jedes Jahr durchzuführen.
Zufriedene Ehrengäste
Früher wurde die Bond-Night von den 12 Mitgliedern des Bondclubs Wohlen organisiert. Die Idee dafür entstand 1998 völlig spontan und aus einem Jux heraus. Die Mitglieder des Bondclubs waren ebenfalls zahlreich vor Ort und wurden von den neuen Organisatoren als Ehrengäste geladen. Unter ihnen auch Roger Isler und Clubpräsident Adrian Röthlisberger. «Die neue Bond-Night ist ein würdiger Nachfolger. Man sieht, dass sich die Organisatoren ins Zeug gelegt haben und auch viel gebastelt haben», lobt Röthlisberger. Die Dekoration war ebenfalls ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der damaligen Party, und so liessen sich bei der Neuauflage Meier, Kull und Meyer ebenfalls nicht lumpen. Entstanden sind mitunter eine thematische Casino-Royal-Bar und eine riesige UdSSR-Rakete, welche derjenigen aus dem Bond-Film «Man lebt nur zweimal» nachempfunden ist.
Zeitungsartikel mit Folgen
Unter den Gästen waren viele Neulinge, aber auch viele eingefleischte Fans der Party. So waren nach zehn Jahren Unterbruch auch die vier Freundinnen Sabine Birrer, Nicole Felder, Michèle Lanz und Denise Keller wieder mit von der Partie. «Die Bond-Night wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Unsere James Bonds haben wir aber alle zu Hause gelassen», schmunzelt Keller.
«Drei von uns wohnen nicht mehr in der Region. Wir sind mittlerweile alle verheiratet und haben insgesamt sieben Kinder seit der letzten Bond-Night bekommen. Auf die Neuauflage der Party sind wir dank einem Bericht vor rund zwei Monaten in dieser Zeitung aufmerksam geworden. In diesem wurde auf der Titelseite auch ein Foto von uns von der letzten Bond-Night vor zehn Jahren publiziert. Der Bericht schlug riesige Wellen und viele Leute riefen deswegen bei uns an. Da ich zum Zeitpunkt des Berichts gerade zum zweiten Mal Mami geworden bin, fragten mich auch einige Leute, die den Bericht nicht genau gelesen hatten, etwas ungläubig: Gerade Mutter geworden und nun schon wieder am Partyfeiern?», erzählt Birrer amüsiert.
Musikalisch sorgten die DJs Oliver Hustler, Louis und das Duo Yessai & Tweedelidum für Unterhaltung und legten dabei eine bunte Mischung aus Funk, Disco und den alten Bond-Hits auf. Bei der Bond-Night stand klar der Genuss im Vordergrund. Für all jene, die dennoch über den Durst getrunken haben und am Folgetag ihren Kater bereuten, gilt in bester Bond-Manier das Credo «Keine Zeit zu sterben» und von all ihren Leidgenossen kommt ihnen bestimmt auch ein «Quantum Trost» zu.





