Gelungener Auftakt der Juma-Kongri-Theateraufführung in Waltenschwil
Junge Menschen, die gemeinsam etwas zur Dorfkultur beitragen, das ist Juma-Kongri Waltenschwil. Dazu gehört das Aufführen eines Theaters. Ein gelungener Einstieg mit feinem Essen, grosser ...
Gelungener Auftakt der Juma-Kongri-Theateraufführung in Waltenschwil
Junge Menschen, die gemeinsam etwas zur Dorfkultur beitragen, das ist Juma-Kongri Waltenschwil. Dazu gehört das Aufführen eines Theaters. Ein gelungener Einstieg mit feinem Essen, grosser Tombola, einer Bar und natürlich der Hauptattraktion: dem Theater.
Monica Rast
Die Parkeinweiser hatten am vergangenen Samstag alles im Griff. Zahlreiche Besucher füllten die dekorierte Bannegghalle in Waltenschwil, in der es nach dem servierten Nachtessen roch. Um 20 Uhr erklang der Pausengong, die Lichter wurden langsam gedimmt und auf dem noch zugezogenen Vorhang stellten sich die diesjährigen Theaterspieler mit ihren Rollen in einem Video selber vor. «Stromschlag met Folge», eine Komödie in drei Akten von Hans Schimmel, versprach in der Ankündigung einiges an witzigen Szenen.
Wenn der Charakter nicht zum Körper passt
Charlie, ein Marketingspezialist und Macho, wie er im Buche steht, hat hin und wieder Zoff mit seiner Nachbarin Jana. Vor allem die laute Musik lässt die junge Frau immer wieder an die Tür des Machos klopfen. Bis es ihr eines Tages zu bunt wird, sie in die Wohnung stürmt und einfach den Stecker der Stereoanlage zieht. Von da an ist nichts mehr so, wie es einmal war. Jana und Charlie, der sie daran hindern wollte, den Stecker zu ziehen, erhalten einen Stromschlag. Zu ihrem Schreck erwachen sie im Körper des andern. In Charlie ist nun Jana und Charlie fühlt plötzlich weibliche Formen an sich. Bis die zwei eine Lösung für das etwas spezielle Problem finden, wundern sich ihre Freunde, Arbeitskollegen und Arbeitgeber über das seltsame Verhalten der beiden. Jana hat, dank Charlie, plötzlich Ahnung von Fussball und weist ihren grapschenden Chef in die Schranken, während Charlie im Körper von Jana den Frauen einer Dessous-Party nützliche Tipps gibt. Irgendwie können beide ihre Vorteile aus den vertauschten Körpern ziehen. Doch peinliche Situationen sind programmiert, da keiner der beiden lange seine ursprünglichen Charaktereigenschaften verbergen kann. «Humor knapp unter der Gürtellinie», kündigte Regisseur Michel Marty das Stück an. Das Publikum kam voll und ganz auf seine Kosten und amüsierte sich an dem Schlagabtausch der Geschlechter.
Erfolgreicher Zusammenschluss
Seit nun bereits 30 Jahren führen die zuvor getrennten Jugendgruppen «katholische Jungmannschaft» und «marianische Kongregation», jetzt unter dem Namen Juma-Kongri vereint, im Zweijahres-Turnus ein Theater auf. Am vergangenen Samstag standen die Organisatoren zum ersten Mal im Einsatz. Die Besucher konnten nicht nur ein witziges Theater geniessen, sondern wurden auch mit einem feinen Essen vor der Aufführung verwöhnt. OK-Präsident David Mühlebach bedankte sich bei den zahlreichen helfenden Händen für ihren Einsatz: «Es gibt viele neue Gesichter im OK und auf der Bühne, ich bin sehr stolz auf euch.» Dies sah das Publikum an diesem Abend genauso und bedankte sich mit grossem Applaus. Ein gelungener Auftakt der engagierten jungen Leute.
Weitere Aufführungen finden am Freitag, 17., und Samstag, 18. Januar, jeweils um 20 Uhr statt.