TRIBÜNENGEFLÜSTER
12.06.2026 Sport, KolumneMäääh! Pascal Lindenmann vom FC Sarmenstorf hat den Spitznamen «Schööfli». Dies, weil seine Haare so wollig und fluffig sind. Lindenmann, eh, sorry, das «Schööfli», schreibt zudem die Matchberichte für die Bühlmoos-Truppe und ...
Määäh! Pascal Lindenmann vom FC Sarmenstorf hat den Spitznamen «Schööfli». Dies, weil seine Haare so wollig und fluffig sind. Lindenmann, eh, sorry, das «Schööfli», schreibt zudem die Matchberichte für die Bühlmoos-Truppe und unterschreibt das Mail an die Sportredaktion jeweils mit seinem tierischen Spitznamen. In jüngster Vergangenheit setzt er zudem in die Mails «Funfacts» ein über Schafe. Hier ein Beispiel: «Ein berühmtes neuseeländisches Schaf namens Shrek versteckte sich sechs Jahre lang in einer Höhle, um dem Scheren zu entgehen. Als es 2004 schliesslich gefunden wurde, trug es sage und schreibe 27 kg Wolle mit sich herum. Es sah aus wie eine riesige, wandelnde Wolke.» Lindenmann geht zum Glück weitaus öfter zum Friseur. Seine Mutter ist Coiffeuse.
Alessandro Vogt, der Shootingstar im Schweizer Fussball und Sohn von Wohlens Gemeindeammann Roland Vogt, sagte in dieser Woche im Interview mit dem «Blick»: «Mein Vater war früher Innenverteidiger. Von ihm habe ich die Holzfüsse geerbt.» Das sorgte für einige Lacher. Auch wenn einige Experten eine Nomination für das WM-Kader dem Stürmer aus Wohlen prophezeiten, reichte es nicht. Er selbst sagt im Interview: «Nach meinem Transfer zu Hoffenheim und dem Cupsieg mit St. Gallen habe ich mir noch ein wenig Hoffnung gemacht. Eine Nomination für die WM aber hätte mich überrascht. Weil ich in der Rückrunde noch mit einer Verletzung zu kämpfen hatte und ja noch gar nie für die A-Nati aufgeboten wurde.» So fiebert Vogt mit der Nati eben – wie die meisten von uns – vor dem Fernseher mit.
Neues von unserem Sportfotografen Alexander Wagner, der schon Jahrzehnte für diese Redaktion arbeitet und immer richtig tolle Bilder liefert. Am letzten Wochenende fotografierte er den FC Merenschwand (der kurz vor dem Aufstieg in die 3. Liga steht), war beim Aufstieg des FC Baden II dabei (wo gleich mehrere Freiämter im Trainerstaff involviert sind) – und Wagner nimmt unterwegs auf den Sportplätzen auch spannende Infos auf. «Der ehemalige FC-Wohlen-Spieler Leonel Romero ist mit dem FC Oetwil-Geroldswil in die 2. Liga interregional aufgestiegen. Ich glaube, der kickt noch bei den Senioren vom FC Wohlen», schreibt Alex Wagner der Sportredaktion. Da hat er natürlich recht.
Beim Aargauer Kantonalschwingfest in Aarau Rohr erlebte Alex Wagner einschneidende Dinge. In einem Kampf verlor der Eidgenosse Sinisha Lüscher seinen Schuh, mitten im Sägemehlring. «Das habe ich in 30 Jahren als Sportfotograf noch nie gesehen. Und auch der Speaker vor Ort meinte, das habe er noch nie erlebt», sagt Wagner. Doch es kommt noch dicker für ihn, denn er wird selbst zum Hauptdarsteller eines Werbe-Skandals. Der OK-Präsident des Schwingfestes hat höchstpersönlich beim Pressechef angerufen und sich über Wagner «beschwert». Das Problem: Auf Wagners Hose war ein Adidas-Logo zu erkennen. Und in der Schwingerwelt gibt es werbetechnische Abmachungen. So herrscht beispielsweise in der Schwing-Arena absolutes Werbeverbot. Auch für Fotografen. «Ich musste alle Adidas-Zeichen und Streifen mit Tape abkleben. Ich bin also den ganzen Tag mit getapten Hosen rumgelatscht. Auch das habe ich noch nie erlebt», sagt Wagner. Er nimmt es mit Humor. Auch weil er die Hose anbehalten durfte.
Stefan Sprenger
