STROHFÜÜR
01.05.2026 Wohlen, KolumneDas ist eine grossartige Leistung: Christine Bächer war 18 Jahre lang Präsidentin des Gemeinnützigen Frauenvereins. Am kommenden Montag wird sie anlässlich der Generalversammlung verabschiedet. Ihr Engagement ist allerdings noch grösser, denn vor ihrer ...
Das ist eine grossartige Leistung: Christine Bächer war 18 Jahre lang Präsidentin des Gemeinnützigen Frauenvereins. Am kommenden Montag wird sie anlässlich der Generalversammlung verabschiedet. Ihr Engagement ist allerdings noch grösser, denn vor ihrer präsidialen Zeit war sie sieben Jahre lang Vorstandsmitglied. Als Bankangestellte könne sie gut mit Geld umgehen, lautete die Begründung, um sie als Kassierin zu gewinnen. Das war im Jahr 2001 – und Christine Bächer ist gerne mitten ins Geschehen des Gemeinnützigen Frauenvereins eingestiegen. Allerdings merkte sie rasch, dass da vieles verbesserungsfähig ist. Bei einer der ersten Amtshandlungen als Kassierin musste sie die Mitgliederbeiträge von über 400 Personen nachführen und eintragen. Und zu ihrer grossen Überraschung passierte das damals – genau – von Hand.
Der Gemeinnützige Frauenverein hat sich unter dem Präsidium von Chregi Bächer stetig weiterentwickelt. Projekte wurden angedacht und umgesetzt. Sowie Anlässe für die gesamte Bevölkerung durchgeführt. Beispielsweise «Wir sind Wohlen» ist in bester Erinnerung. Der Gemeinnützige Frauenverein wurde zum gesellschaftlichen Eckpfeiler – und so ist die Verleihung des Kulturpreises der Gemeinde Wohlen eine wunderbare Würdigung. Diese findet ebenfalls an der GV vom Montagabend statt. Der Abschluss der Präsidialzeit von Christine Bächer könnte kaum besser und schöner sein.
Der Verein Erlebnis Freiamt tagte bei der Integra (siehe Artikel in dieser Ausgabe). Es konnte darüber berichtet werden, dass alle vier Projekte gut unterwegs sind: Freiämterweg, Kinderweg, Veloweg und Sagenweg. Vor allem beim Sagenweg schauen die Wohlerinnen und Wohler etwas neidisch nach Waltenschwil. Der äusserst beliebte Sagenweg war ursprünglich in Wohlen angedacht. Hier boten die Behörden allerdings keine Plattform. Dagegen freute sich Waltenschwil über diese schöne Chance. Den Sagenweg gibt es seit 15 Jahren, Gerade eben wurde die Bewilligung um weitere fünf Jahre verlängert. Die Attraktion lebt also weiter – halt im Nachbardorf.
Frau Vizeammann Sonja Isler-Rüttimann hätte wohl nichts dagegen, wenn der Sagenweg auf Wohler Boden realisiert worden wäre. Dann hätte sie diesen sicherlich aufgezählt bei ihren Begrüssungsworten beim Verein Erlebnis Freiamt. Wohlen habe halt keine schöne Altstadt, kein imposantes Kloster, keinen See, sagte sie. Touristisch halt ein bisschen im Nachteil im Konkurrenzkampf mit Bremgarten und Muri. Wohlen habe andere Tops, so Isler. Busbahnhof mit einem tollen Dach, Kanti mit architektonischer Berühmtheit, Strohmuseum und Schlössli, die beide an erfolgreiche Zeiten erinnern. «Und wir haben ein Dorfparlament, das sorgt ab und zu für Schlagzeilen, mal negativ, mal positiv», betonte sie schmunzelnd. Sie muss es ja wissen, schliesslich hat sie Anfang Jahr vom Einwohnerrat in den Gemeinderat gewechselt.
Einer, der schon lange im Einwohnerrat Einsitz nimmt, ist Roland Büchi. Seit 2010. Auch als Präsident der SVP amtete er lange. Gestern Donnerstag wurde nun sein Nachfolger gewählt: Jonny Nicoll ist der neue SVP-Präsident. Damit gibt der Ex-Einwohnerrat ein Polit-Comeback. Gratulation.
Daniel Marti
