STROHFÜÜR
16.01.2026 Wohlen, KolumneDie dreifache Show von Hardy’s Bubbles und Soulbirds im Sternensaal war tatsächlich eine Wucht. Donnerstag, Freitag, Samstag legten die etwas älteren Herren und die energiegeladenen etwas jüngeren Frauen einfach tolle Auftritte auf die Bühne. Gewiss, der Sternensaal ...
Die dreifache Show von Hardy’s Bubbles und Soulbirds im Sternensaal war tatsächlich eine Wucht. Donnerstag, Freitag, Samstag legten die etwas älteren Herren und die energiegeladenen etwas jüngeren Frauen einfach tolle Auftritte auf die Bühne. Gewiss, der Sternensaal war fast ein wenig zu klein, denn der gesamte Publikumsansturm konnte kaum gestillt werden. Alle drei Vorstellungen waren ja im Nu ausverkauft. Dafür waren die Ambiance und der Charme des Wohler Kleintheaters passend – und unübertrefflich. Sowohl die Präsidentin des Vereins Sternensaal, Eva Keller, als auch das Personal an der Bar strahlten um die Wette. Als Barkeeper waren am Freitagabend beispielsweise wahre Kulturexperten am Werk: Adi Meyer und Andreas Weber. Auch das klappte bestens. Und Andreas Weber hatte nur ein Urteil zur Bubbles-Soulbirds-Show: «Ganz einfach, das war Hammer.» Stimmt.
Bubbles-Frontmann Peter Meyer war wie immer voller Energie und Tatendrang. Auch wie immer erwarteten alle Bubbles-Fans seinen singenden Tripp durchs Publikum. Das mag im Casino gut funktionieren. Aber im engen Sternensaal? Auch das geht. Selbstverständlich.
Denn Meyer meistert ja stets alle Herausforderungen. Nicht nur das. Er brachte es sogar fertig, innezuhalten und die Bubbles-CD als Verkaufsschlager ins Spiel zu bringen. CD, das sei die Scheibe, aus der dann die Musik kommt, gab er noch den nötigen Nachhilfeunterricht. Denn CD – den Ausdruck kennt die jüngere Garde kaum noch. Deshalb dachte Peter Meyer kaum ans grosse Geld. Sondern eher an eine Gratisabgabe.
Am Montag startete der Einwohnerrat in die neue Legislatur. Da gab es eine Seltenheit zu bestaunen: Alle 40 Mitglieder des Dorfparlaments waren anwesend. So gehört es sich auch, schliesslich wurden die Parlamentarierinnen und Parlamentarier vereidigt. Vieles war neu, auch das Ratspräsidium mit Julia Frischknecht (GLP) und Vize Laura Pascolin (SP) wurde neu gewählt. Aber gefeiert wurde noch nicht. Erst nach der nächsten Sitzung am 16. März soll angestossen werden. «Bitte Datum reservieren», sagte Ratspräsidentin Julia Frischknecht, «dann ist Party-Time».
Bei der ersten Einwohnerratssitzung der neuen Legislatur ist die Tribüne stets sehr gut besetzt. Gleich sechs ehemalige Einwohnerratspräsidenten und eine ehemalige Einwohnerratspräsidentin waren anwesend. Pitsch Isler (FDP), Urs Kuhn (Grüne), Hans Hübscher, Arthur Fischer, Ariane Gregor, Meinrad Meyer (alle Mitte) und der letztjährige höchste Wohler Marc Läuffer (SVP) kehrten an die alte Wirkungsstätte zurück. Somit erwiesen sie dem neu gewählten Parlament ein Stück weit auch die Ehre.
Einer hat am Parlamentsbetrieb einen besonderen Gefallen gefunden: Hans Hübscher. Dieser reiste einen Tag später nach Aarau, um die Debatte im Grossen Rat zu verfolgen. Dort ging es um den Finanzausgleich, der zu Ungunsten von Wohlen angepasst werden soll. Er schaute den Grossratsmitgliedern aus dem Bezirk Bremgarten genau auf die Finger (siehe Leserbrief). Einige haben gegen «sein» Wohlen gestimmt. Das muss kritisiert werden, findet er. Schliesslich profitieren viele Gemeinden von Wohlen. Da wäre Unterstützung angebracht gewesen.
Daniel Marti
