Strohfüür
03.05.2024 Wohlen, Kolumne, MeinungenDas neue Kulturzentrum im alten Werkhof ist in aller Munde. Es bekommt nur gute Noten, bevor es überhaupt realisiert ist. Dies wurde bei der Vernissage der aktuellen Ausstellung allen bewusst. Jonas Arnet, Präsident des Vereins für Kultur, nahm dies gerne zur Kenntnis. ...
Das neue Kulturzentrum im alten Werkhof ist in aller Munde. Es bekommt nur gute Noten, bevor es überhaupt realisiert ist. Dies wurde bei der Vernissage der aktuellen Ausstellung allen bewusst. Jonas Arnet, Präsident des Vereins für Kultur, nahm dies gerne zur Kenntnis. Anscheinend soll dieses Kulturzentrum ein grosses Bedürfnis sein. Ateliers können bereits gemietet werden, die Halle steht kurz vor der Sanierung. Alles verläuft gut. Und wie soll dieser jetzt schon gefeierte Kulturtempel genannt werden? Man weiss es noch nicht. Und die Diskussionen darüber werden wohl ziemlich lebhaft geführt. «Der neue Name», verrät Jonas Arnet, «ist tatsächlich ein heisses Eisen.»
Ob der Verein bei dieser Sache Unterstützung braucht? Kaum. Ideenreichtum hat der Verein für Kultur schon oft bewiesen. Trotzdem ein paar Beispiele. Einfach bei Kulturzentrum oder Kulturtempel bleiben. Kunsthaus etwa. Oder Musikhalle oder Rockpalast. In Anlehnung an die Bleichi und an die Strohindustrie: Strohhalm oder Heuhaufen. Der Verein für Kultur organisiert auch das Open Air Stoppelfäld: Darum vielleicht Stoppelhaus, oder doch Festivalpalast. Oder ganz einfach: Arnet-Haus, denn es ist bemerkenswert, wie Jonas Arnet, der Vereinspräsident, sich enorm um das neue Kulturzentrum bemüht. Überall packt er an, ist stets an vorderster Front präsent, beim Werkhof-Aufräumen, beim Umbau, bei der Materialbeschaffung im Bezirksschulhaus, bei der aktuellen Ausstellung der Kanti. Vorbildlich und ein sympathischer Macher.
Die Abstimmung über die Aufwertung der Zentralstrasse wird emotional geführt. Ein beruhigender Spaziergang würde da guttun. Beispielsweise heute Freitag, 18.30 Uhr, Treffpunkt vor dem CS-Gebäude. Patrick Schmid wird die Vorteile der Aufwertung erklären – allen, Gegnern und Befürwortern.
Am Wochenende feierte die Stiftung ikj ihr 50-Jahr-Jubiläum. Zu den Gästen gehörte auch ein Regierungsrat. Allerdings nicht Alex Hürzeler, in dessen Ressort das Wirken der Stiftung gehört. Sondern Dieter Egli. Dies, weil er früher selbst einmal Mitglied des Stiftungsrates war. Zu dieser Aufgabe kam er damals völlig unerwartet. «Ich war als 1.-August-Redner in Dottikon, als mich Vizeammann Franz Lötscher mit der Anfrage überrumpelte», erinnert sich Egli. Denn Lötscher ist eben nicht nur Gemeinderat, sondern auch Geschäftsführer der ikj. Allerdings hat Egli die Zusage nie bereut, wie er anfügt. «Ich hatte davor schon viel Gutes gehört über die Institution und konnte mir dies bestätigen lassen.»
Das Wohn- und Pflegezentrum Bifang hat seit zwei Tagen eine neue Leitung. Andrea Beetschen Schaad tritt die Nachfolge von Marcel Lanz an. Und wurde am Mittwoch willkommen geheissen. An den Doppelnamen muss man sich erst noch gewöhnen. «Ich fand das damals bei der Heirat eine gute Idee», erklärte sie in ihrer Antrittsrede. Sie musste aber inzwischen feststellen, dass das Konstrukt seine Tücken hat. «Ich bin mit meinem Doppelnamen konsequent inkonsequent», fuhr sie fort. Heisst: Im mündlichen Kontext reicht ihr Beetschen, bei allem Geschriebenen bevorzuge sie die Variante Beetschen Schaad. Gut, gibt es im Bifang inzwischen eine Du-Kultur. Ein simples Andrea reicht in den meisten Fällen.
--chh/dm