Energiegeladene Wochenenden
25.10.2022 WohlenDie Jugendarbeit Wohlen bietet bis Ende Februar alle 14 Tage Sportangebote für Kinder und Teenager an
Seit Ende August finden das «Saturday Teensports»- und das «Sunday Kidsports»-Projekt in der Turnhalle Bünzmatt statt. Damit bietet die ...
Die Jugendarbeit Wohlen bietet bis Ende Februar alle 14 Tage Sportangebote für Kinder und Teenager an
Seit Ende August finden das «Saturday Teensports»- und das «Sunday Kidsports»-Projekt in der Turnhalle Bünzmatt statt. Damit bietet die Jugendarbeit Wohlen nicht nur Sport und Bewegung, sondern vermittelt den Kindern und Jugendlichen auch auf spielerische Art und Weise wichtige Werte.
Federbälle zischen durch die Turnhalle und die Basket- und Volleybälle warten auf ihren Einsatz, während 22Mädchen und Jungs dem Fussball hinterherrennen: Regelmässig verwandelt sich die Turnhalle Bünzmatt für zweieinhalb Stunden in ein Ort zum gemeinsamen Auspowern, aber auch zum Energietanken: Alle zwei Wochen ist am Samstagabend und Sonntagnachmittag das Spiel- und Sportangebot vielfältig.
Aber nicht nur Mannschaftssportarten werden ausprobiert. Es gibt auch eine Kletterburg, aufgebaut aus Turnmatten, Sportgeräten und sogar einer Rutsche. Dazu liegen jede Menge Sportgeräte wie Hüpfseile und Hula-Hoop-Reifen bereit.
Coole, passende Musik läuft im Hintergrund, dazu wird gelacht, angefeuert und manch ein Kind jauchzt glücklich vor Freude auf, wenn ihm auf dem Trampolin sein erster Salto gelingt.
Rücksicht nehmen und Schwächere integrieren
Samstagabend sind es die Teenager im Alter von 12 bis 18 Jahren, die von 20.30 bis 22 Uhr das Angebot nutzen können. Das Angebot ist beliebt: Vergangenen Samstag besuchten 105Jugendliche die Turnhalle im Bünzmatt.
Die Halle ist dann genauso aufgebaut wie für die Kids am Sonntagnachmittag. Einziger Unterschied ist das Musikangebot: Die Älteren hören zum Sport eher Hip-Hop, die jüngeren Kinder hauptsächlich das, was aktuell im Radio läuft. «Sonntagnachmittags treffen sich die Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren von 13.30 bis 16 Uhr. Eltern gehen nur am Anfang mit, wenn ein Kind noch neu ist und noch niemanden kennt. Die Mamas oder Papas warten aber dann im Foyer», erklärt Ema Memic. Sie gehört zur Jugendarbeit Wohlen und ist Leiterin der Projekte «Saturday Teensports» und «Sunday Kidsports». «Unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen kommen vorrangig aus Wohlen, aber auch aus Villmergen und Waltenschwil. Manchmal sind sogar welche von ausserhalb des Freiamts dabei, da sie zum Beispiel gerade zu Gast bei einem Wohler Kind sind und von diesem mitgebracht werden», berichtet Ema und ergänzt: «Wir möchten neben Spiel, Spass und Sport auch wichtige Werte mitgeben. Die Kinder und Jugendlichen lernen, sich in einem Team zu integrieren und Rücksicht auf Schwächere zu nehmen. Dabei zeigen sie oft ihre soziale Seite. Beispielsweise dann, wenn sich ein Kind leicht verletzt, indem sie dann intuitiv helfen.»
Gleichaltrige Coaches helfen aus
Die Jugendarbeit hat es sich im Auftrag der Gemeinde Wohlen zur Aufgabe gemacht, eine Infrastruktur für Kinder und Jugendliche zu schaffen und dabei Freiräume zu ermöglichen. Ausserdem fördert und unterstützt sie die Eigenaktivität der Kinder und Jugendlichen und bezieht sie aktiv ins Geschehen mit ein. So auch beim aktuellen Projekt. Unterstützt wird Ema Memic an den Einsatzzeiten von sogenannten Coaches.
Am vergangenen Sonntagnachmittag waren dies insgesamt acht Coaches, davon drei im Kindes- und fünf im Teenageralter. Die meisten von ihnen kamen einst selbst zu den Sportnachmittagen und haben sich irgendwann als Coach angeboten. Als Coaches müssen sie aufzupassen, dass niemandem etwas passiert. Ist ein Kind zum ersten Mal dabei, übernimmt ein ungefähr gleichaltriger Coach die direkte Betreuung. Dieser zeigt dem Neuling dann alle Spielstationen, stellt ihm seine neuen Spielfreunde vor und passt in der Anfangszeit ein bisschen auf ihn auf.
So auch Ronya Helin Colak, die sich mit 15 Jahren nicht nur als Coach, sondern auch im Jugendrat Wohlen engagiert. «Ich bin selbst als Kind hierhergekommen und so wie einst macht mir die gemeinsame Zeit mit den Kids einfach sehr viel Spass. An so einem Nachmittag können die Kinder sich komplett austoben. Manchmal ist es unglaublich, wie viel Energie in ihnen steckt. Dabei lernen sie auch sich selbst und das Miteinander mit anderen besser kennen.»
Während Pausen kann relaxt werden
Während beim Fussballspielen ein Tor nach dem anderen geschossen wird, wird im Foyer der Pausensnack angerichtet. Heute gibt es Obst und Brot. In der Pause müssen die Kinder zum Essen im Foyer bleiben – die Halle ist dann tabu. Dabei kommen sie automatisch zur Ruhe. «Manch ein Mädchen und Junge ist noch ganz ausser Atem und kommt beim Mandarinen-Naschen erst einmal runter», sagt Ema Memic leise, um den entspannten Augenblick der Kids nicht zu stören. --mub
Mehr Informationen zum Projekt und dem Angebot der Jugendarbeit unter www.jugendarbeit-wohlen.ch.



