In der neuen Heimat begrüsst
23.08.2022 Region BremgartenAm Neuzuzüger-Anlass in Fischbach-Göslikon gab es einige Fragen zu beantworten
Die Neuzugezogenen der Reusstalgemeinde erhielten Einblick in ihre neue Gemeinde. Dabei liess sich der Gemeinderat mit einem Quiz eine besondere Idee einfallen, um die Menschen ...
Am Neuzuzüger-Anlass in Fischbach-Göslikon gab es einige Fragen zu beantworten
Die Neuzugezogenen der Reusstalgemeinde erhielten Einblick in ihre neue Gemeinde. Dabei liess sich der Gemeinderat mit einem Quiz eine besondere Idee einfallen, um die Menschen miteinander in Kontakt zu bringen.
Celeste Blanc
Stadtnähe, viel Land, die Sandbank an der Reuss, das Fischbacher «Mösli» und tolle Vereine, die sich tatkräftig dafür einsetzen, dass im Dorf etwas läuft – Gemeinderat Hans Peter Flückiger hat viele gute Argumente in petto, die für das Wohnen in Fi-Gö sprechen.
Die neuen Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde herzlich in Empfang nehmen, darauf musste Fi-Gö ganze vier Jahre verzichten, denn der letzte Neuzuzügeranlass fand 2018 statt. «Es ist wichtig, dass – auch wenn wir eine kleine Gemeinde sind – die Leute von den Behörden begrüsst werden», so Flückiger nach seiner Begrüssungsrede. Deshalb freute es ihn, dass von den insgesamt 497 Personen, die seit 2018 in die Freiämter Gemeinde gezogen sind, rund 80 ihren Weg in die Mehrzweckhalle Lohren fanden.
Heimische und Neue zusammenbringen
Bevor der Abend bei einem gemütlichen Apéro starten konnte, präsentierte Hans Peter Flückiger die wichtigsten Eckdaten der Gemeinde. Grosse Landreserven, geschichtsträchtige Bauten wie die Kirche Maria Himmelfahrt und die schöne Natur machen Fi-Gö zu einer attraktiven Gemeinde. Und sie wächst stetig: Waren es 1970 noch 511 Einwohnerinnen und Einwohner, sind es heute 1720 Personen, die in Fi-Gö leben. Auch deshalb sind Kennenlernanlässe wie der Neuzuzügerabend wichtig für den Gemeindeammann. «In Fi-Gö haben wir viele Heimische, die schon immer im Dorf gelebt haben. Gleichzeitig gibt es viele Auswärtige, die neu hier wohnen. Solche Events geben immer eine tolle Möglichkeit, sich kennenzulernen», so Flückiger.
Um den Austausch zu fördern, hat sich der Gemeinderat eine besondere Idee einfallen lassen. Ihre neue Heimat sollten die Anwesenden anhand eines Quiz besser kennenlernen. Dabei wurden die Neuzugezogenen auf die Probe gestellt: Einerseits setzten sich die Antworten aus der Präsentation, andererseits aus Gesprächen mit den verschiedenen Vereinen, die sich an diversen Tischen präsentierten, zusammen. Die Idee fand Anklang, wie die rege Beteiligung zeigte. Anwesend waren an diesem Abend auch Antia Palankom und ihr Partner Roger Jütte. Die beiden wohnen seit zweieinhalb Jahren in Fi-Gö. Mittlerweile kennen sie die Gemeinde schon, den Abstecher an den Neuzuzügerabend liessen sie sich trotzdem nicht nehmen. «Die Anlässe im Dorf sind immer sehr lässig. Hier kommt man schnell in Kontakt.»
Anwesender mit Doppelfunktion
Speziell war der Anlass auch für Gemeinderat Andreas Wyss. Er hatte an diesem Abend eine Doppelfunktion und war als Gemeinderat sowie als Neuzuzüger anwesend. Wyss lebt erst seit Februar 2021 in Fi-Gö. Wie kam es, dass er kurz nach seinem Zuzug für ein politisches Amt kandidierte? «Meine Frau und ich wussten, dass wir uns länger in Fischbach-Göslikon niederlassen wollen. Und für uns bedeutete das, dass wir uns auch im Dorf engagieren wollen.» Nach einem Gespräch mit Nachbarin und späterer Amtskollegin Renate Ballmer entschloss er sich knapp ein halbes Jahr nach seinem Zuzug zur Kandidatur für den Gemeinderat. «Ich interessiere mich für Politik und so war es für mich eine gute Chance, mich für das Dorf einzusetzen», erklärt Wyss. Obwohl er durch seine Behördentätigkeit die Gemeinde bereits gut kennt und offiziell als Gemeinderat anwesend war, genoss er den Abend auch auf privater Ebene. «Ein Stück weit bin ich eben doch auch als Neuzuzüger hier», lacht er.



