«Chly Paris» zu Gast
19.08.2022 WohlenWohler Delegation am Marché-Concours 2022
Ein Stück Freiamt im jurassischen Saignelégier: Rund 50Wohlerinnen und Wohler liefen am Umzug des Volksfestes mit.
Es war eine grosse Ehre für die Göttigesellschaft 1805. Nachdem sie vor ...
Wohler Delegation am Marché-Concours 2022
Ein Stück Freiamt im jurassischen Saignelégier: Rund 50Wohlerinnen und Wohler liefen am Umzug des Volksfestes mit.
Es war eine grosse Ehre für die Göttigesellschaft 1805. Nachdem sie vor sieben Jahren an der Olma mitspazieren durften, wurden sie in diesem Jahr mit dem Marché-Concours national de chevaux erneut zu einem einzigartigen Umzug eingeladen. Begleitet wurden sie von Gästen, den Trachtenfrauen und der Hutwerkstatt Risa. Insgesamt nahmen 600 Umzugsteilnehmer aus dem Gastkanton Aargau teil. --red
«Un, deux, trois – salut à tous!»
Eine Wohler Delegation gehört zu den 600Umzugsteilnehmern des Marché-Concours
Der Aargau präsentierte sich als Gastkanton am 125-Jahr-Jubiläum des Marché-Concours national de chevaux 2022 im jurassischen Saignelégier. Auch die Göttigesellschaft 1805 nahm am Umzug teil.
An diesem Wochenende gastierte der Kanton Aargau am Marché-Concours national de chevaux. Dazu wurden die bereits bekannten und bewährten Umzugsteilnehmer von der Olma 2015 angefragt, ob sie auch an diesem Anlass aktiv dabei sein möchten, darunter auch die Göttigesellschaft 1805.
Die Antwort der Göttis kam schnell und es war klar, dass sie wieder einen Umzugswagen mit dem bekannten Eiffelturm, dem übergrossen Strohhut und alten Bildern aus der Strohindustrie gestalten. Einzig der Umstand, dass es diesmal kein Traktor als Zugfahrzeug sein durfte, änderte die Pläne minim. Kurzerhand kontaktierte man die Gebrüder Meier und schnell und unkompliziert war ein Umzugswagen samt Zugpferden und Transport organisiert. Sogar der Wagen durfte in der eigenen Remise gestaltet werden. Was hatten die Wohler doch für ein Glück – ihre guten Beziehungen sind Gold wert.
Rüeblitorte als Gastgeschenk
Und die Göttis wären nicht die Göttis, wenn da nicht noch mehr Gemeinschaft möglich wäre. Kurzerhand wurden, wie schon an der Olma vor sieben Jahren, die gleichen und bewährten Personen und Vereine angefragt. Damit standen auch die Trachtenfrauen sowie die Belegschaft der Risa Hutwerkstatt aus Hägglingen voller Vorfreude zur Verfügung. Als OK durften Claudia Nick und die beiden Gäste Ruedi Donat und Roman Nick teilnehmen. So war am frühen Sonntagmorgen beim Gemeindehaus ein reges Treiben und Vorfreude der knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lag in der Luft. Nebst der Gruppe transportierte der Car mit der Rüeblitorte ein feines kantonales Dessert für die geladenen Gäste des Kantons. 850Stück wurden ins jurassische Saignelégier mitgebracht. Aufgrund des Sonntagsfahrverbots wurde der Umzugswagen bereits am Samstag zum Veranstaltungsort gebracht, wobei Maya und Kurt Meier einen Abend an bester Lage auf dem Festgelände verbrachten.
Kein Röstigraben spürbar
Nach der Ankunft hiess es anpacken und die letzten Handgriffe an den beiden Umzugswagen wurden angelegt. In kurzer Zeit waren alle Hüte schön drapiert, die Hutnähmaschine bereit, der Eiffelturm aufgerichtet und fixiert und alle Wohler Fähnli verteilt. Die Pferde standen schön gestriegelt und festlich geschmückt mit den Wagen bereit.
Nicht fehlen durfte die wunderschöne Standarte der Trachten. Dieses unglaubliche Strohgebinde ist ein wahrer Augenschmaus und wurde stolz präsentiert und mitgetragen. Die jüngste Umzugsteilnehmerin trug eine Minitracht und sah dabei herzig aus. Wer stolzer war, der Papi, das Mami oder gar das Grossmami, war nicht zu unterscheiden. Was man nicht bedacht hatte, war, dass der Umzug auf einer holprigen, sehr trockenen Wiese und Arenaf läche durchgeführt wurde. So rumpelte und schaukelte es und es wurde jede freie Hand gebraucht, um das Material am richtigen Ort zu belassen. So waren die 700 Meter Umzugsstrecke wahrlich lang. Dennoch genossen die Wohler den Umzug offenbar aus vollen Zügen und jubelten der Zuschauermenge, natürlich auf Französisch, zu. So hiess es an diesem Tag: «Un, deux, trois, salut à tous!» Die Zuschauerinnen und Zuschauer liessen es sich nicht nehmen, freudig zurückzugrüssen. So war von dem berühmten «Röstigraben» nichts zu spüren.
600 Umzugsteilnehmer
Die Wohlerinnen und Wohler haben den Tag im jüngsten Kanton sichtlich genossen und viel Neues und Spannendes erlebt und erfahren. Ohne die Einladung vom Kanton wäre so etwas nicht möglich gewesen, weshalb die Teilnahme umso mehr geschätzt wurde. Die Wohler Delegation war zwar ein kleiner Teil vom grossen Ganzen, dennoch war man stolz, zu den 600 Umzugsteilnehmerinnen und Umzugsteilnehmern des Gastkantons zu gehören, der zwei der insgesamt 160Pferde stellte.
Pünktlich, vollzählig und gut gelaunt reisten alle wieder zurück ins Freiamt und noch lange werden sich die Teilnehmenden an dieses Ereignis erinnern. Wann die Delegation aus Wohlen wieder auf Reisen darf, weiss man zum jetzigen Zeitpunkt nicht, aber vielleicht muss beim nächsten Mal Italienisch oder Rätoromanisch gelernt werden. Vorerst heisst es aber: «Au revoir et merci beaucoup.» --cni





