Neues Bühnenkonzept überzeugt
05.07.2022 DottikonSounds of Garden mit rund 470 Besucherinnen und Besuchern
Ein Rosengarten wie aus einem Märchen? Gute Musik und gutes Essen? All das gabs beim Open Air Sounds of Garden. Konkurrenzanlässe und anfänglich schlechtes Wetter wirkten sich auf die Besucherzahlen ...
Sounds of Garden mit rund 470 Besucherinnen und Besuchern
Ein Rosengarten wie aus einem Märchen? Gute Musik und gutes Essen? All das gabs beim Open Air Sounds of Garden. Konkurrenzanlässe und anfänglich schlechtes Wetter wirkten sich auf die Besucherzahlen aus.
Joël Gattlen
Das Sounds of Garden ist längst weit über die Region hinaus für seine gute Stimmung bekannt. Zu dieser trugen dieses Jahr auch Künstler Shem Thomas und seine Band bei. Mit 30 zog der gebürtige St. Galler die Reissleine, kündigte Job und Wohnung und lebte für längere Zeit im Wald. Die dort gemachten Erfahrungen formten seine heutige Identität und schärften seinen Geist für Musik und Umwelt.
Heute lebt Shem Thomas nicht mehr im Wald. Die Liebe zur Natur ist jedoch geblieben, diejenige für die Musik ebenfalls. Seit 2014 kann der Künstler nur noch von der Musik leben und feierte seither zahlreiche grössere Erfolge. Mehrere seiner Singles landeten in den Charts oder holten gar Gold.
«Die Atmosphäre hier ist wirklich eindrücklich, man hat das Gefühl, als würde man in einem botanischen Garten spielen. Ich würde jederzeit wiederkommen», schwärmt Thomas. Der Künstler kennt das Freiamt gut. «Mir wird die Region immer in guter Erinnerung bleiben. So durfte ich auch schon einmal am ‹Roadrunner› in Wohlen spielen, welcher ja von der Aargauer Kantonalbank organisiert wird. Dort habe ich dann auch mein Lied «Fuck the money» zum Besten gegeben. Erst im Nachhinein ist mir in den Sinn gekommen, dass das vielleicht doch provokativ war, doch alle haben es mit Humor aufgenommen. Dafür schätze ich das Freiamt», lacht Shem Thomas.
Doch dies ist nicht das Einzige, was den Künstler mit dem Freiamt verbindet. Unterstützt wird Shem Thomas nämlich von Freiämter Power in Form des Boswiler Drummers und Musikproduzenten Stee Gfeller. «Die Zusammenarbeit mit Shem Thomas ist sehr bereichernd und macht mir grosse Freude», sagt Gfeller.
Kartoffeln vom Nachbarn
Insgesamt dreizehn Bands aus unterschiedlichsten Genres bereicherten dieses Jahr das Line-up des Sounds of Garden. Seit Jahren überzeugt das Festival zudem mit seiner guten Küche. Auch dieses Jahr kommen die Gäste ins Schwärmen. «Bei der Auswahl der Zutaten für die Speisen wurde grosser Wert darauf gelegt, dass diese möglichst aus der Schweiz oder sogar aus der Region stammen. So sind die Kartoffeln beispielsweise direkt vom benachbarten Bauern, die Teigwaren aus Oberentfelden und die Glace aus Mägenwil», betont OK-Mitglied Miriam Zobrist.
Dieses Jahr hatte das Sounds of Garden besonders viele Konkurrenzanlässe. So fanden zeitgleich mehrere Jugendfeste und auch Open Airs wie jenes in St. Gallen statt. «Das hat man schon an den Besucherzahlen gemerkt. Am Donnerstag hat uns zudem einmal mehr das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht», so Vizepräsident Gregor Rüdisüli. Dennoch trotzten am Donnerstag rund 70 Musikfans Wind und Wetter. Am Freitag waren rund 150 Festivalbesucher anwesend und am Samstag dann zirka 250 Gäste. «Der Samstag ist sicherlich okay. Es hätten aber auch hier noch etwas mehr Leute anwesend sein dürfen. Momentan holen halt sehr viele Veranstalter wegen Corona ihre Anlässe nach. Nächstes Jahr wird sich dies aber bestimmt wieder einpendeln», zeigt sich Rüdisüli optimistisch.
Familienfreundlichkeit wird geschätzt
Nichtsdestotrotz zeigt man sich beim OK zufrieden. «Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Die Stimmung war super, das Festival sehr gemütlich. Gefreut hat uns zudem, dass wir wieder besonders viele Familien anlocken konnten. Wir sind sehr kinderfreundlich. Das ist ein Punkt, wo sich das Sounds of Garden sicherlich deutlich von anderen Festivals abhebt und der von unseren Besuchern sehr geschätzt wird», konstatiert Zobrist.
So sehen dies auch Stephan Huber aus Hägglingen, Christoph Widmer aus Dintikon, Lukas Wernli aus Lenzburg sowie Sabrina Wernli aus Birrhard, die mit dem 15 Monate alten Colin das Geschehen verfolgen. «Wir sind zum ersten Mal hier und sehr beeindruckt. Wir kennen zwar die Bands nicht, aber die Musikauswahl ist top. Gerade für Familien ist das Festival hervorragend. Es gibt viele schattenspendende Bäume und Sitzmöglichkeiten», lobt Colins Onkel Lukas Wernli.
Bühne neu harmonisch in den Rosengarten eingebettet
Erstmalig wurde das Sounds of Garden mit einem neuen Bühnenkonzept ausgerichtet. «Die Bühne ist viel hochwertiger und zudem harmonisch auf den Garten abgestimmt und fügt sich perfekt in die Botanik ein. Die Bühne wird von den Pflanzen eingerahmt und der ganze Garten kommt so besser zur Geltung», erklärt Miriam Zobrist.






