Feierliches Examenessen
05.07.2022 WohlenEs ist der offizielle Abschluss des Schuljahres der Schule Wohlen. Am traditionellen Examenessen werden jeweils Lehrkräfte gefeiert und auch verabschiedet. Insgesamt konnte Gemeinderätin Ariane Gregor, die erstmals durch den Abend im Casino führte, 38 Jubiläen verkünden. ...
Es ist der offizielle Abschluss des Schuljahres der Schule Wohlen. Am traditionellen Examenessen werden jeweils Lehrkräfte gefeiert und auch verabschiedet. Insgesamt konnte Gemeinderätin Ariane Gregor, die erstmals durch den Abend im Casino führte, 38 Jubiläen verkünden. Den Rekord hält heuer Margrit Sachs, die seit 40 Jahren in der Regionalen Musikschule Wohlen unterrichtet. --dm
«Wenn wir kluge Köpfe wollen …»
Traditionelles Examenessen der Schule Wohlen im Casino mit ganz vielen Ehrungen
Ein gediegener Abend als Dankeschön – dies stellt das Examenessen für die Wohler Lehrkräfte dar. Erstmals moderierte Gemeinderätin Ariane Gregor, die neue Schulchefin, den Anlass. Es gab viel zu feiern, vor allem Jubiläen und die Lehrpersonen, die im vergangenen Schuljahr so viel geleistet haben.
Daniel Marti
Sie führte elegant und gekonnt durch den Abend. Ariane Gregor, die neue Schulchefin, war eine zuvorkommende Gastgeberin des traditionellen Examenessens der Schule Wohlen. Im Mittelpunkt standen allerdings die Lehrkräfte, die nach einem anstrengenden Schuljahr die Seele baumeln lassen und einen Abend im Casino geniessen konnten. Und die Lehrerschaft war auch ein gutes Publikum, das die eigenen Leute feierte. Und da gab es Grund genug. Ariane Gregor konnte über drei Dutzend Jubiläen verkünden, von zehn bis vierzig Jahre. Da gab es wahrlich am meisten Applaus.
Vorreiterrolle in der Region
Verdienten Beifall gab es auch für die Gastgeberin. Sie sprach von einer guten Schule Wohlen, von einer besseren Schule, «gar von der besten Schule». Aber das Prädikat gut steht für sie für eine «moderne Schule mit einer bestens ausgebauten Infrastruktur, um die Herausforderungen des digitalen Wandels voranzutreiben. Wenn wir kluge Köpfe wollen, brauchen wir alte und neue Technik.» Die Schule Wohlen sei vorbildlich organisiert «und sie trägt eine Vorreiterrolle in die Region hinaus».
Die oberste Schulchefin sprach auch die Investitionen in die Bildung an. Gerade in Wohlen sind diese ausgeprägt. Die Phase der Sanierungen und des Neubaus habe in Wohlen begonnen, so Gregor. In den nächsten Jahren werden sehr grosse Finanzmittel eingesetzt: Ausbau Schulzentrum Halde, Modernisieren der Kindergärten, dann die Erneuerungen im Junkholz, Anglikon, dann Bünzmatt. Selbst die beste Schule habe Ziele und strebt laut Gregor danach, «sich noch weiter zu verbessern und zu entwickeln». Deshalb soll man auch innehalten und herausfinden, «was läuft gut, besser und am besten». Und zum Glück einer Schule gehören engagierte und verständnisvolle Lehrpersonen, «die für eine entspannte Atmosphäre sorgen».
Grosse Unterstützung durch die Politik
Eine dieser Lehrpersonen ist Cyrille Meier, tätig im Junkholz. Meier ist auch Einwohnerratspräsident, und in dieser Rolle sprach er zu seinen Kolleginnen und Kollegen. «Die Wohler Politik hat die Schule immer unterstützt», betonte er. Rund 40 Prozent der Ausgaben der Gemeinde fliessen in die Bildung. «Das ist ein grosser Brocken.» Vor allem im IT-Bereich könne die Schule Wohlen «sehr gut mithalten. Und wenn wir Schulraum benötigen, dann wird zur Schule geschaut.» Manchmal könne es durchaus etwas länger gehen, «aber es kommt immer gut». Als Beispiel nannte er das Schulzentrum Halde, das gegenwärtig erneuert wird. «Eine grosse Kiste, Wohlens grösstes Bauwerk.» Der Handlungsbedarf bei den anderen Schulhäusern sei ebenfalls schon lange erkannt worden, so Meier weiter.
Der Ei nwoh ner ratspräsident schaute auch gerne auf das Jugendfest zurück. Ein tolles Fest. «Alles hat geklappt, die Bevölkerung hatte grosse Freude, dieses Jugendfest wird in guter Erinnerung bleiben.»
Zeit, Geduld und Gewürz
Gemeindeammann Arsène Perroud sprach über das Gleichgewicht. Jenes an der Schule, im Leben. Vor allem bei Kindern gehe das Gleichgewicht schon mal verloren. Dieses müssen dann Lehrerkräfte und Eltern wiederherstellen. «Sorgen, Streit und Angst muss man mit Mut und Zuversicht entgegnen.» Aber diese Kompetenzen müsse man erst entwickeln können. Eine andere Entwicklung ist jene der Verantwortlichkeit. Seit Anfang Jahr ist der Gemeinderat für die Schule zuständig, die Schulpflege ist passé. Nun stehen nicht nur über 200 Mitarbeitende der Verwaltung, sondern auch über 400 Mitarbeitende der Schule unter der Führung des Gemeinderates. «Wir alle sind die Gemeinde Wohlen, auch die Schule», so der Gemeindeammann. «Solche Prozesse brauchen allerdings Zeit und Geduld, und das richtige Gewürz, damit sich alles entfalten kann.» Auch hier gehe es laut Perroud darum, das Gleichgewicht halten zu können. Er versprach am Examenessen, «dass wir immer hinter den Lehrpersonen und der Schule stehen werden.» Die Lehrerschaft soll dieses Vertrauen weitergeben an die Schüler. «Geben Sie den Schülerinnen und Schülern Mut und Zuversicht.» Damit das Gleichgewicht gehalten werden kann.
Verdienstvolle Lehrkräfte geehrt
Es gab neben den Reden noch andere Highlights am Examenessen. Ganz am Anfang der Kinderchor unter der Leitung von Priska Zweifel oder die tollen Musiker von der Regionalen Musikschule Wohlen. Den absoluten Höhepunkt bildeten die Ehrungen der Jubilare. Ariane Gregor ordnete die Jahreszahlen jeweils den Hochzeittagen zu. Von 10 über 15, 20, 25, 30, 35 bis 40 Jahre Treue zur Schule Wohlen konnte jubiliert werden. Insgesamt 38 Personen wurden gefeiert (siehe Kasten rechts), wobei nicht alle Jubilare anwesend waren.
Ihre Ausführung reichten von der Rose (10 Jahre) als schönste Blumen über die gläserne Hochzeit (15 Jahre) bis zu Porzellan und Dornen (20 Jahre) sowie zur silbernen Hochzeit (25 Jahre). Ab dem 30-Jahr-Jubiläum wird es dann schon ziemlich selten, dafür steht die Perle, und sie ist Symbol für Eigenständigkeit und Einzigartigkeit. Oder das leinerne Fest (35 Jahre). Leinen hatte früher einen grossen Stellenwert. «Daraus wurden Seile gemacht», so Gregor, «die halten ewig», und Leinen stehe auch für wertvolle Seilschaften.
Ein Trio bringt es auf 105 Jahre
Und das 40-Jahr-Jubiläum wird mit einem Rubin gleichgesetzt. Der Rubin ist nicht nur kräftig, er gehört zu den kostbarsten Edelsteinen der Welt. Margrit Sachs von der Musikschule kam diese Ehre zu. Sie ist die Treueste von allen Lehrpersonen der Schule Wohlen, gefolgt von Sabina Bürger mit 35 Jahren (ebenfalls Musikschule). Gleich fünf Lehrkräfte folgen mit 30 Jahren: Alois Bürger (Musikschule), Marietta Hauser (HPS), Maya Hitz (Junkholz), Markus Rothlin (Junkholz), Claudia Zimmermann (Junkholz).
Dass Margrit Sachs sowie Sabina und Alois Bürger an einem Tisch gleich nebeneinander sassen, wird wahrlich kein Zufall sein. Zusammen bringen sie es auf 105 Jahre an der Schule Wohlen. Welche Leistung, was für eine Treue. Es gab viel Wertschätzung und stehenden Beifall ohne Ende.
Die Dienstjubiläen
Applaus gab es für alle Jubilare. Ab 10 Jahren Zugehörgkeit zur Schule Wohlen wurde kräftig gefeiert. 38 Personen wurden von Schulchefin Ariane Gregor geehrt.
10 Jahre
Daniela Bircher, Kindergarten; Rachel Bollier, Bünzmatt; Katharina Breiter, Bünzmatt; Anna Dähler Studer, Regionale Musikschule Wohlen (RMW); Alex Huber, Bünzmatt; Regula Iten, Halde; Nadine Koller, Schulverwaltung; Rosa Manzelli, Halde; Petra Moritz, Halde; Nicole Müller, Bezirksschule; Selina Oeschger, Halde; Michael Plaukovits, Bezirksschule.
15 Jahre
Milena Anderhub, Bünzmatt; Gabriela Hausherr, Kindergarten; Liliane Montani, Bezirksschule; Gabriela Sax, Bünzmatt; Karin Solenthaler Boge, Bünzmatt; Manuela Strebel, Junkholz; Mirjam Weinmann, Bezirksschule; Marc Zimmermann, Bünzmatt.
20 Jahre
Urban Bauknecht, RMW; Jürg Blatter, Heilpädagogische Sonderschule (HPS); Christina Cotti, Kindergarten; Corina Frehner Perret, Bezirksschule; Irene Geissmann, Kindergarten; Philipp Kieffer, Bünzmatt; Christine Lütolf, Kindergarten; Oriana Scussel Ragnucci, HPS.
25 Jahre
Lukas Stäger, RMW; Ursula Steinmann, Bünzmatt; Patricia Wohler, Bezirksschule.
30 Jahre
Alois Bürger, RMW; Marietta Hauser, HPS; Maya Hitz, Junkholz; Markus Rothlin, Junkholz; Claudia Zimmermann, Junkholz.
35 Jahre
Sabina Bürger, RMW.
40 Jahre
Margrit Sachs, RMW.
Die Pensionierungen
Susanne Frei, 14 Dienstjahre, Primar Bünzmatt; Akiko Hasegawa, 15, RMW; Verena Iseli, 23, HPS; Monika Knecht, 24, HPS; Christa Meier-Giger, 28, HPS.





