Zusammen ist es einfach schöner
10.05.2022 WohlenDie Wohler Fasnächtler luden zum grossen Frühlingsfest
Wer sagt denn, dass Fasnacht immer im Winter sein muss? Das grosse Frühlingsfest auf dem Merkur-Areal bewies, dass es auch anders geht.
Chregi ...
Die Wohler Fasnächtler luden zum grossen Frühlingsfest
Wer sagt denn, dass Fasnacht immer im Winter sein muss? Das grosse Frühlingsfest auf dem Merkur-Areal bewies, dass es auch anders geht.
Chregi Hansen
«Es war einfach grossartig», strahlt Angela Simoniello noch zwei Tage später. «Wenn du etwas Einmaliges auf die Beine stellst und dann darauf wartest, dass es losgeht – und innert Kürze sind die Festbänke besetzt und die Helfer an der Bar gefordert, dann ist das ein unglaublich gutes Gefühl und du weisst, der verrückte Aufwand für nur wenige Stunden hat sich gelohnt», fügt die Präsidentin des OK Wohler Fasnacht an.
So schnell wollte niemand ins Bett
Tatsächlich wussten die Organisatoren nicht, was sie an dem Abend erwartet. Die Idee zum Frühlingsfest entstand, als die gesamte Fasnacht auf der Kippe stand. Nun konnte sie teilweise doch noch gefeiert werden. Hätten dann die Narren aus der Region noch Lust auf ein Fest im Mai? Will man den Guggen auch im Frühling zuhören? Die Antwort gab es schon kurz nach dem Start des Festes. Die Wohler Fasnachtsvereine, aber auch die eingeladenen Delegationen aus anderen Gemeinden sowie etliche private Fasnachtsfans kamen gerne für einen Abend aufs Merkur-Areal. Und genossen die Stimmung vor und im Festzelt.
Vor dem Zelt sorgten die Mitglieder des Feuerwehrvereins Wolga dafür, dass niemand hungern musste. Im Zelt gab es an verschiedenen Bars genug zu trinken für alle. Drei DJs und verschiedene Guggen sorgten für die musikalische Unterhaltung. Als Besonderheit konnten die vielen Gäste noch ein Unikat erwerben – eine Plakette für einen Fasnachtsumzug, der nie stattgefunden hat. Denn diese waren bereits produziert, als die Absage kam. «Die Plakette ist vielleicht mal viel wert», schmunzelt Corinne Manimanakis von den Sirenen, die als Verkäuferin unterwegs war. «Mit diesem Anlass möchten wir Ausgefallenes nachholen und der Bevölkerung etwas zurückgeben», erklärte Peter Michel, der Präsident der Kammergesellschaft, der als DJ gleich selber für Stimmung sorgte. Und sein Kammerer-Kollege Walter Notter brachte es auf den Punkt. «Es ist einfach schön, all die guten Freunde der anderen Gesellschaften zu sehen, dazu hatten wir in den letzten zwei Jahren nur wenig Gelegenheiten», sagte er. Dem schloss sich Götti Meinrad Meyer an: «Toll, dass so ein Anlass möglich ist.»
Die eingeladenen Gesellschaften und auch die Bevölkerung sind in grosser Zahl erschienen und haben bis um zwei Uhr nachts die Fasnacht, die Lebensfreude und das Leben zusammen gefeiert. Das OK erhielt von überall viel Lob. «Jung und Alt war am Start und überall, wo ich haltgemacht habe, war das Echo positiv und wurde unser Mut gelobt, das Risiko einzugehen», freut sich Simoniello, die sowohl beim Aufbau wie auch beim Abbau vor Ort war und auch während des Abends immer wieder gefragt war.
Der Aufwand, den das OK Wohler Fasnacht für nur auf einen Abend auf sich genommen hat, war gross. Machbar ist das nur, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Das war beim ersten und vermutlich letzten Frühlingsfest der Fall. «Mein Dank geht an alle Beteiligten: unsere Gäste, die das Frühlingsfest der Wohler Fasnächtler unterstützt haben, unsere f leissigen Vereinsmitgliedern, die Feuerwehrvereinigung Wolga, welche spontan und unkompliziert für den Grillstand zugesagt hat, alle Lieferanten, die Regionalpolizei und den Werkhof – es hat alles reibungslos geklappt», sagt denn auch die OK-Präsidentin. Aber trotz der Erfolges hoffen alle, dass im Jahr 2023 eine normale Fasnacht stattfinden kann.






