Internationales Turnier in Sins
Organisatorisch war der Wettkampf ein Erfolg. Und auch sportlich konnte sich das internationale Seilziehturnier in Sins sehen lassen. Der Heimclub feiert in den Kategorien der Frauen bis 500 kg und der Männer bis 580 kg den ...
Internationales Turnier in Sins
Organisatorisch war der Wettkampf ein Erfolg. Und auch sportlich konnte sich das internationale Seilziehturnier in Sins sehen lassen. Der Heimclub feiert in den Kategorien der Frauen bis 500 kg und der Männer bis 580 kg den Turniersieg.
Josip Lasic
Kindergeschrei aus einer Hüpfburg, warme Sonnenstrahlen auf der Haut, der Duft von frisch gemähtem Gras, Pommes frites und Softeis in der Nase. Die Stimmung auf der Küfermatt in Sins gleicht einem Sommerfest. Plötzlich ertönt ein lautes «Pull». Auf dieses Kommando legen die Seilzieher los. Und zwischen den Unterhaltungen der Turnierbesucher ist ein Trainer zu hören, der seinem Team Anweisungen auf Italienisch gibt.
Das internationale Seilziehturnier in Sins war beides. Fest und sportlicher Wettkampf. Und die Athleten mussten an den beiden Turniertagen einiges leisten. «Die Teams aus dem Ausland bringen ein hohes Niveau mit», sagt Marcel Amhof, OK-Präsident des Seilziehturniers. «Besonders unsere Nachwuchssportler profitieren von so einem Turnier viel mehr, als wenn sie nur in der Schweizer Meisterschaft antreten. Und vielleicht konnten wir mit dem Anlass ja den einen oder anderen zukünftigen Seilzieher motivieren, sich uns anzuschliessen.» Aus sportlicher Sicht hat der Seilziehclub Sins da gute Werbung in eigener Sache gemacht. In jeder Kategorie konnte der Verein mindestens ein Team stellen.
Bei den Frauen bis 500 kg und den Männern bis 580 kg gehörten die Sinser zum Favoritenkreis und wurden ihrer Rolle gerecht. Die beiden Kategorien wurden von den Freiämtern gewonnen. Bei den Männern bis 580 kg konnte Sins II zudem einen starken 4. Rang holen. Vierte Plätze für Sins gab es zudem bei den Frauen bis 580 kg und in der «Königsklasse», bei den Männern bis 640 kg.
Potenzieller Nachwuchs vor Ort zu finden
Und mögliche Kandidaten, die sich dem Verein anschliessen könnten, durften vor Ort beobachtet werden. «Guck dir mal an, wie süss die Kleinen sind», war ein Dialog zwischen zwei deutschen Athletinnen beim Schülerturnier zu vernehmen. «Und die stehen schon ziemlich gut da.»
Offenbar war schon viel Talent in dieser Kategorie zu erkennen. Ob sich die Schüler aber wirklich den Sinsern anschliessen, bleibt fraglich. Den dritten Platz hat nämlich das Team des Lokalrivalen Waltenschwil-Kallern geholt, das von deren Junioren-Trainer Thomas Emmenegger betreut wurde.
Alle gesteckten Ziele erreichen können
Aber nicht nur aus sportlicher Sicht war das Turnier für die Sinser ein Erfolg. «Es lief organisatorisch genau so, wie wir es uns im Vorfeld vorgestellt haben. Das Wetter hat gepasst, es kamen zahlreiche Zuschauer. Alles lief rund», sagt Marcel Amhof.
Im Vorfeld des Turniers hat er sich eine Checkliste mit Zielen erstellt, die er mit dem Turnier erreichen will. Bereits im Vorfeld des Turniers konnte er einige davon abhaken, wie die Teilnahme von Teams aus möglichst vielen Nationen, Spitzenteams aus Inund Ausland, die Organisation einer optimalen Unterkunft und Verpflegung für die Sportler sowie ein Weltklasse-Teilnehmerfeld. Nach dem Turnier sollten Punkte wie «Spannende Duelle und Seilziehsport vom Feinsten», «Viele Zuschauer an den Turnieren» und «Allen ein unvergessliches, spannendes, gut organisiertes Turnier bieten» dazukommen. Konnten die Ziele aus seiner Sicht erreicht werden? «Ich wüsste keinen Punkt, den ich nicht abhaken könnte», sagt er lachend.