So schön und so nahe am Himmel
17.05.2022 WohlenAnglikon: Der Alpenzeiger, ein beliebtes Ausflugsziel, erlebte eine sanfte Sanierung
Dieser Ort ist schon besonders. Der Alpenzeiger hat eine Anziehungskraft und Charme – nach der erfolgten Auffrischung hat der Treffpunkt an Attraktivität wieder dazugewonnen. ...
Anglikon: Der Alpenzeiger, ein beliebtes Ausflugsziel, erlebte eine sanfte Sanierung
Dieser Ort ist schon besonders. Der Alpenzeiger hat eine Anziehungskraft und Charme – nach der erfolgten Auffrischung hat der Treffpunkt an Attraktivität wieder dazugewonnen.
Daniel Marti
«Der Alpenzeiger ist ein hervorragender Punkt», sagte Andy Wyder den Gästen bei der Einweihung, «und hier hat man den Himmel um 360 Grad um sich.» Architekt Wyder ist verantwortlich für die Liegenschaften des Gemeinnützigen Ortsvereins Wohlen (GOV). Auch deshalb ist ihm der Alpenzeiger ans Herz gewachsen. Jetzt erst recht. Dank der Notter-Gruppe wurde die Auffrischung des Ausflugsziels zu einem erfolgreichen Lehrlingsprojekt. «Eine perfekte Arbeit», so Wyder. Sogar die neue Bank aus Beton ist so ausgerichtet, dass man einen guten Ausblick geniessen kann. «Die Landschaft ist einbezogen worden, und von hier aus sieht man auf das schöne Freiamt und unsere herrlichen Berge.»
Der Alpenzeiger ist wieder ein Schmuckstück – sogar mit neuer Panoramakarte. Dank den Notters und dank dem GOV sind Wohlen und Anglikon zu einem attraktiven Ort am Waldrand gekommen.
Wie alt der Aussichtspunkt oberhalb von Anglikon ist, das weiss man selbst beim Gemeinnützigen Ortsverein nicht so genau. «Wir haben fast keine Dokumente gefunden», sagt GOV-Präsident Pitsch Isler. Am 1. März 1927 wurde der Kauf durch den GOV im Grundbuch eingetragen. Also ist das beliebte Ausflugsziel seit 95 Jahren im Besitz des Gemeinnützigen Ortsvereins. Im Jahr 1961 konnte der Verein noch 60 Quadratmeter hinzukaufen. Jetzt weist der Treffpunkt eine Fläche von 171 Quadratmetern auf. Das ist nicht riesig, aber gemäss den Worten von Andy Wyder himmlisch schön.
Ort mit sehr vielen Qualitäten
Kleine Einweihungsfeier: Auffrischung des Alpenzeigers oberhalb von Anglikon
Er ist ein beliebtes Ausflugsziel und ein Treffpunkt – und nun erstrahlt der Alpenzeiger in neuem Glanz. Dank der Initiative des Gemeinnützigen Ortsvereins und dank vielen freiwilligen Helfern. Ein gelungenes Werk – fast am höchsten Punkt von Wohlen.
Daniel Marti
Es sei eine sanfte Renovation, sagte Pitsch Isler, Präsident des Gemeinnützigen Ortsvereins, «und wir freuen uns, den aufgefrischten Alpenzeiger wieder der Bevölkerung zu übergeben». Hoch über Anglikon wurde der Alpenzeiger – mit neuer Grillstelle und neuem Panoramablick – saniert, erneuert und fit gemacht für die nächsten Jahre. Ein gelungenes Gemeinschaftswerk.
Der Alpenzeiger wird sogar oft als möglicher höchster Punkt im Dorf bezeichnet. Gefühlt mag das beinahe stimmen. «Der höchste Punkt Wohlens liegt jedoch hier weiter oben im Gebiet Dreihägen», sagte Isler und zeigte in die besagte Richtung. Dort werden 549 Meter über Meer gemessen. Der Gemeinnützige Ortsverein, Besitzer der Anlage, wollte es jedoch genau wissen, wie hoch der Aussichtspunkt denn liegt. «Sieben Personen haben wir gefragt, sieben verschiedene Antworten haben wir erhalten», so Isler. Der Geometer lieferte dann die genaue Zahl: 516,5 Meter über Meer.
Wunderbarer Blick in die Berge
Aber der Höchste im Dorf sei ja sowieso der Einwohnerratspräsident, meinte der GOV-Präsident weiter. Das weiss Pitsch Isler natürlich ganz genau, schliesslich übte er dieses Amt in den Jahren 1994 und 1995 ebenfalls aus. Der amtierende Einwohnerratspräsident Cyrille Meier wohnte der Einweihungsfeier bei, auch Gemeindeammann Arsène Perroud gab sich die Ehre.
Zurück zum Alpenzeiger. Er hat für die Bevölkerung, insbesondere auch für die Anglikerinnen und Angliker, eine grosse Bedeutung. Er ist Treffpunkt, er ist Ausflugsziel und er bietet einen wunderbaren Blick aufs Bünztal und die entfernten Alpenzüge. Der Alpenzeiger ist ein Schmuckstück, das im Gemeinnützigen Ortsverein einen speziellen Platz einnimmt. In den letzten Jahren hat dieser so schöne Standort von Wohlen seinen Charme etwas verloren. Eine Auffrischung war nötig.
Erst kümmerte sich der Zivilschutz um die Sanierung der Anlage, dann wurde er von Corona gestoppt. Und die Notter Gruppe übernahm die Arbeiten – als Jubiläumsgeschenk für die Gesellschaft. Im Rahmen des 90-Jahr-Jubiläums stattete die Wohler Baufirma den Alpenzeiger mit einer neuen Feuerstelle und mit einer neuen Sitzbank aus. Nun folgte auch noch eine neue Panoramatafel, die aufzeigt, wie denn die schönen Schweizer Berge alle heissen. Die rücken bei klarem Wetter problemlos ins Blickfeld. Der Aussichtspunkt und die Berggipfel sind ab sofort wieder ein gutes Terrain für eine lehrreiche Geografiestunde.
Zwei Kenner der Alpen im Einsatz
Bei der Beschriftung der Berggipfel konnte der GOV auf zwei Experten zählen. Bruno Gisi und Martin Bucheli, zwei verdiente Ehrenmitglieder des SAC Lindenberg. «Zwei Kenner der Schweizer Alpenwelt», wie Isler betonte, leisteten wertvolle Unterstützung. Diese Arbeit war gar nicht so einfach. «Alle Karten richten sich gegen Norden aus», erklärte Isler, «unser Panorama gegen Süden.» Spiegelverkehrt denken, war gefragt. Kopfsache.
Dass der Aussichtspunkt nun wieder herausgeputzt daherkommt, freut auch die Angliker. Daniel Seiler, Präsident des Dorfvereins Anglikon, gibt zu, dass der Treffpunkt gerne von den Anglikern in Beschlag genommen werde. «Dafür haben wir beim GOV den Anstoss gegeben zur Auffrischung.» Dass dies nun umgesetzt werden konnte, freut den Dorfverein-Präsident: «Das ist doch ein schöner Ort. Und das hier ist ein kleines Puzzleteil, das Wohlen attraktiver und wohnlicher macht.» Die Auffrischung des Alpenzeigers ist also vollauf gelungen. Dies kann Andy Wyder, Architekt und beim GOV verantwortlich für die Liegenschaften, nur bestätigen: «Der Alpenzeiger ist ein wunderschöner Ort, der viele Qualitäten besitzt.» Und weil dort oben «nicht nur liebe Leute» die Anlage benützen, sei halt eine Sanierung nötig geworden. Und die Begeisterung der Firma Notter für diesen Aussichtspunkt sei sofort spürbar gewesen, so Wyder. Als Lehrlingsprojekt wurde die Aufgabe umgesetzt. «Tolle Jungs haben hier sehr gute Arbeit abgeliefert», sagte Wyder. Und eine Rechnung gibt es bei einem Lehrlingsprojekt der Firma Notter jeweils nicht. Das sei ein grosses Geschenk und eine grossartige Geste, so Wyder.
Gedenktafel als Dankeschön
Als Dankeschön wurde eine kleine Gedenktafel enthüllt mit dem folgenden Schriftzug: «Herzlichen Dank der Notter Gruppe für die Renovation des A lpenzeigers an lässl ich des 90-Jahr-Jubiläums im Jahre 2020. Eine Schenkung an den GOV und an die Bevölkerung von Wohlen und Anglikon.» Auch das ist eine schöne Geste.





