Der Sommer kann kommen
17.05.2022 Region UnterfreiamtVillmergen erhält erneut die Überseh-Bar
Der letzte Sommer war schlecht. Dieses Jahr soll alles besser werden, hoffen die Macher.
Raphael Kull und David Meier, die beiden Organisatoren der Villmerger Überseh-Bar, haben sich ganz ...
Villmergen erhält erneut die Überseh-Bar
Der letzte Sommer war schlecht. Dieses Jahr soll alles besser werden, hoffen die Macher.
Raphael Kull und David Meier, die beiden Organisatoren der Villmerger Überseh-Bar, haben sich ganz kurz überlegt, ob sie den grossen Aufwand nach dem verregneten Sommer 2021 nochmals auf sich nehmen. Jetzt ist klar: Die temporäre Bar mit Bühne öffnet am 9. Juni ihre Tore. Der Aufbau hat bereits begonnen. --chh
Die Hoffnung auf ganz viel Sonne
In Villmergen wurde bereits mit dem Auf bau der Überseh-Bar begonnen
Vom 9. Juni bis 3. September wird die Wiese zwischen dem Feuerwehrlokal und dem Vereinsmagazin zum Treffpunkt aller. Bereits zum vierten Mal öffnet die Überseh-Bar ihre Türen. Trotz eines mässigen Sommers 2021 sind die Organisatoren voll motiviert.
Chregi Hansen
Bereits letzte Woche wurde mit den Aufbauarbeiten begonnen. Auf der Wiese sind erste fantastisch angehauchte Bäume aus alten Hölzern und ein organisch wirkendes Eingangstor aus zusammengenagelten Brettern entstanden. Nachdem es im letzten Jahr thematisch in den Wilden Westen ging, bilden diesmal die Schweiz und speziell die Berge und Wälder die Grundlage der jedes Jahr neuen Bauten.
Über Pause nachgedacht
«Wir verwenden vorwiegend alte Materialien, die wir teilweise geschenkt erhalten und die hier eine neue Funktion bekommen», erklärt Raphael Kull von der Spektrum Event GmbH, die hinter der Überseh-Bar steht. Er hat zusammen mit David Meier den Event ins Leben gerufen. Und die temporäre Bar hat sich im Dorf etabliert. «Wir erhalten ganz viel Goodwill von allen Seiten. Die Leute haben Freude an uns», erklärt Kull. Und das hat ihn und Meier dazu bewogen, die Überseh-Bar auch dieses Jahr anzubieten, obwohl das schlechte Wetter im letzten Sommer durchaus finanzielle Folgen hatte. «Wir haben durchaus diskutiert, ob wir eventuell eine Pause machen. Dies umso mehr, als wir schon mehr als genug Arbeit haben. Aber irgendwie hängt unser Herz an diesem Projekt», so Kull.
Und darum können sich die Villmerger auch dieses Jahr auf die Überseh-Bar freuen. Wobei natürlich auch Nicht-Villmerger willkommen sind. «Wir sehen und nicht als Konkurrenten zu den anderen Sommerbars in Wohlen, Muri oder Bremgarten. Im Gegenteil, wir arbeiten eng zusammen und sprechen uns auch teilweise ab», so Kull. Aber auch mit den Nachbarn des Geländes habe man es gut, gibt es keine Reklamationen. «Wir haben den Vorteil, dass wir etwas ausserhalb liegen. Einige Nachbarn freuen sich an unserem Programm, sitzen zu Hause im Garten und hören der Musik zu. Und mit dem Tennisclub haben wir abgemacht, dass wir auf den Bachstross-Cup im August Rücksicht nehmen und dort keinen Lärm machen», so Kull.
Lokales Schaffen wird wieder mehr geschätzt
Er ist überzeugt, dass das Konzept dieser Bars einen Zeitgeist trifft. Der Trend gehe hin zum Regionalen und Lokalen, man fahre weniger weg, beziehe mehr Waren aus der Umgebung. Das gilt auch für die Barbetreiber – was angeboten wird, stammt aus der Schweiz und wenn möglich aus der Region. Dabei werden auch gerne kleinere Produzenten berücksichtigt – so bietet die Bierkarte Produkte von sechs verschiedenen kleineren und mittelgrossen Brauereien an. Neu sind das Degenbier aus Zofingen und das Chällerbröi aus Aesch mit am Start.
Ganz viel Abwechslung auf der Bühne und auf dem Teller
Geöffnet ist die Bar jeweils von Donnerstag bis Samstag. An vielen, wenn auch nicht an allen Abenden, wird ein Programm angeboten. «Die Überseh-Bar soll für alle Menschen offen sein. Darum versuchen wir auch, ein möglichst breites Programm anzubieten», erklärt Raphael Kull. Das umfasst nicht nur Konzerte, sondern unter anderem auch ein Biker-Treffen, eine Bierdegustation, ein Bierpong-Turnier, einen Karaoke-Abend und vieles mehr. Zudem wird erstmals ein Stand-up-Comedian die Bühne betreten und ist zusätzlich ein Kindernachmittag geplant. Viele Termine sind schon fix, anderes wird sich noch ergeben. «Aber uns ist wichtig, dass es auch Abende ohne Programm gibt, damit man sich einfach treffen und quatschen kann», erklärt der Organisator.
Auch die musikalische Spannbreite ist gross. Von Funk-Rock bis zur Guggenmusik, von Rockabilly bis zu Bündner Hip-Hop, von Bluesrock bis zur Integra-Hausband reicht die Palette. Auch kulinarisch wird ein breiter Mix geboten, jedes Wochenende versorgt ein anderer Foodtruck die hungrigen Gäste. Was darf es sein? Griechisch? Italienisch? Mexikanisch? Amerikanisch? Oder doch lieber Thailändisch oder Ägyptisch? Die ganze Welt macht diesen Sommer halt in Villmergen. Es lohnt sich also, jedes Wochenende mal vorbeizuschauen.
Noch gibt es einiges zu tun, bis die ganze Infrastruktur wieder steht. Wegen der vielen anderen Aufträge muss der Aufbau in Etappen erfolgen. «Aber wir sind uns ja gewohnt, Gas zu geben bei der Arbeit», lacht Kull. Und je näher der 9. Juni rückt, desto grösser wird die Vorfreude auf die Ausgabe 2022. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Wobei, viel schlechter als letzten Sommer geht es ja fast nicht.



