Die Waldspieltage der Wohler Jugendarbeit finden dieses Jahr gleich zweimal statt
Ungeheuerliches geschieht in diesen Tagen im Wohler Wald. Der berüchtigte und gefürchtete Räuber Hotzenplotz hat die Grossmutter entführt. Nur gut, dass sich im Wald auch ...
Die Waldspieltage der Wohler Jugendarbeit finden dieses Jahr gleich zweimal statt
Ungeheuerliches geschieht in diesen Tagen im Wohler Wald. Der berüchtigte und gefürchtete Räuber Hotzenplotz hat die Grossmutter entführt. Nur gut, dass sich im Wald auch eine Kindergruppe aufhält.
Aufgeregt wird diskutiert. Wie lässt sich der Hotzenplotz am besten in die Falle locken? «Wir könnten uns doch von hinten anschleichen und ihm die Pistole wegnehmen», schlägt ein Mädchen vor. «Das nützt doch nichts. Der hat mehrere Pistolen, das hat man im Buch genau gesehen», antwortet ein anderes Mädchen.
«Da hat offenbar jemand das Buch genau angeschaut», lacht Angelo Schreiber, Jugendarbeiter in Ausbildung. Er ist in diesem Jahr für das Programm der traditionellen Waldspieltage verantwortlich. Seine Wahl fiel auf den Kinderbuchklassiker «Räuber Hotzenplotz» von Otfried Preussler aus den 60er-Jahren. Doch kennen die Kinder von heute die Geschichte überhaupt noch? «Es ist ganz unterschiedlich. Es hat einige, die den Hotzenplotz kennen. Anderen sagt die Geschichte gar nichts», berichtet Schreiber. Macht nichts, schliesslich sind der Kasperl und der Seppel vor Ort und erklären genau, was zu tun ist.
Geschichte wird lebendig
Und zu tun gibt es einiges. Denn der böse Räuber hat die Grossmutter entführt. «Wir waren zu weit weg, um zu helfen. Und die Leiter haben nur zugeschaut», beschwert sich eines der Kinder. Wie immer schlüpfen die Jugendarbeiter, Praktikanten und Zivildienstleistenden perfekt in ihre Rollen und lassen so eine Geschichte lebendig werden. «Die Kinder sind gefordert, die Grossmutter zu befreien und den Hotzenplotz dingfest zu machen», erklärt Schreiber. Dazu haben sie bis heute Freitag Zeit. Dabei kommt der gleiche Trick zum Einsatz wie im Buch: eine scheinbar mit Gold gefüllte Kiste, die aber nur Sand enthält und dank einem kleinen Loch zur Räuberhöhle führt.
Zuvor aber wird gebastelt, gespielt, gemeinsam gegessen, herumgetobt und ganz viel erlebt. Die drei Tage bieten den 35 Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren Action und Abwechslung. Und natürlich wird die Geschichte gut ausgehen. «Am Schluss kommt sogar ein echter Polizist und wird den Räuber Hotzenplotz abführen», verrät der Organisator. In die Rolle des Wachtmeisters Dimpfelmoser schlüpft kein Geringerer als Jugendpolizist Claudio Gygax.
Wiederholung im Sommer
Und natürlich wird auch die Oma befreit. Zur Feier des Tages wird es am letzten Tag einen feinen Zwetschgenkuchen geben, dafür hat die Jugendarbeit Wohlen extra einen eigenen Ofen gebaut. Heute Abend sind die Spieltage dann zu Ende. Allerdings: In diesem Jahr gibt es gleich zwei Ausgaben. «Wir haben entschieden, dass wir das gleiche Programm im Sommer nochmals anbieten. So können auch diejenigen mitmachen, welche im Frühling in den Ferien sind», erklärt Angelo Schreiber. Wetten, dass die Kinder den Hotzenplotz auch beim zweiten Aufeinandertreffen fangen werden? --chh