Das stärkste Mami
25.03.2022 HägglingenSteffi Waibel nimmt an nationalen und internationalen Bodybuilding- und Fitness-Wettkämpfen teil
Sie ist 34Jahre jung, Mutter einer 8-jährigen Tochter, Hundehalterin und Pflegefachfrau. Und die Hägglingerin Steffi Waibel ist das wohl stärkste Mami im ...
Steffi Waibel nimmt an nationalen und internationalen Bodybuilding- und Fitness-Wettkämpfen teil
Sie ist 34Jahre jung, Mutter einer 8-jährigen Tochter, Hundehalterin und Pflegefachfrau. Und die Hägglingerin Steffi Waibel ist das wohl stärkste Mami im Freiamt. Und sie hat grosse Ziele. Bald startet sie an den Bodybuilding-Europameisterschaften.
Stefan Sprenger
Kein Gramm Fett und durchtrainierte Muskeln. Steffi Waibel ist eine Powerfrau. Eigentlich wollte sie vor fünf Jahren ein paar Kilos verlieren und begann mit Pole Dance. Dann probierte sie sich im Fitness. Aufgrund ihrer flexiblen Arbeitszeiten als Pflegefachfrau war dies ein perfekter Sport für sie. Immer mehr rutscht sie ins Fitness, immer öfter trainiert sie. Und startete vor einem Jahr an ihrem ersten Wettkampf. In der Sparte «Sportmodel» genauso wie in der Kategorie «Bodybuilding Bikini-Klasse» präsentierte sie dem Publikum und der Fachjury ihren Körper. Geachtet wird auf Ausstrahlung und Proportionen. Auf Anhieb schafft sie an einem internationalen Wettkampf des WFF (World Fitness Federation) den 3. Rang. «Das hat mich noch mehr angespornt», sagt sie.
Aufgewachsen ist Steffi Waibel in Hägglingen, sie lebte für kurze Zeit auch in Wohlen. «Hier im Freiamt bin ich zur Schule, hier habe ich Freunde und Familie», sagt sie. Und für eine kurze Zeit arbeitete sie im Altersheim in Hägglingen als Pflegefachfrau und Berufsbildnerin. Das war im vergangenen Jahr. Seit wenigen Monaten ist sie zu ihrem «alten» Arbeitgeber zurückgekehrt, dem Kantonsspital Baden.
Training in Wohlen
Der Kraft- und Fitnesssport lässt sich für die junge Frau perfekt mit Arbeit und Privatleben vereinbaren, weil sie trainieren kann, wann sie will. Waibel hat eine 8-jährige Tochter und einen Hund. Durch die Flexibilität des Kraftsports schafft sie es trotzdem, fast täglich für rund 1,5 Stunden zu trainieren. Das tut sie im Fitnesscenter «American Gym» in Wohlen.
Waibel achtet auch akribisch auf ihre Ernährung. Vor den Wettkämpfen macht sie jeweils drei Monate eine strikte Diät. «Haferflocken, Reis, Poulet. Weniger Fett, weniger Kohlenhydrate, so gibt es möglichst wenig Körperfett», erklärt sie.
Umfeld reagiert unterschiedlich
Nachdem sie vor einem Jahr an ihren ersten internationalen Wettkämpfen in Deutschland und Tschechien dabei war, will sie jetzt noch mehr. Am 14. Mai findet in Deutschland der nächste Anlass statt. Am 11. Juni wird sie schliesslich in Deutschland an der Europameisterschaft starten und «ein möglichst gutes Resultat erzielen», wie die Hägglingerin sagt. Doch sie trifft an diesen internationalen Wettkämpfen auch auf gleichgesinnte Sportlerinnen und Sportler. «Man knüpft Beziehungen, sieht sich immer mal wieder, eine schöne Sache.»
Ihr Umfeld hat unterschiedlich auf ihre neue Leidenschaft reagiert. Einige positiv, einige skeptisch. «Bodybuilding ist eben ein extremer Sport», sagt Waibel. Für sie aber kein Problem. «Ich bin viel fitter als noch vor zwei Jahren. Es macht mir riesigen Spass. Und ich freue mich auf jedes Training und jeden Wettkampf.» Die Powerfrau wird in Zukunft vermehrt an internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Als Bodybuilderin und Fitnessathletin – und als stärkstes Mami im Freiamt.



