Rund 40 Kinder, vier Eishockeyprofis und zum ersten Mal auch zwei Spielerinnen aus der NLA der Frauen waren dabei am Swiss Ice Hockey Day in Wohlen. --jl
Frauenpower on ice
Swiss Ice Hockey Day auf der Eisbahn Wohlen
Der Swiss Ice ...
Rund 40 Kinder, vier Eishockeyprofis und zum ersten Mal auch zwei Spielerinnen aus der NLA der Frauen waren dabei am Swiss Ice Hockey Day in Wohlen. --jl
Frauenpower on ice
Swiss Ice Hockey Day auf der Eisbahn Wohlen
Der Swiss Ice Hockey Day fand zum ersten Mal mit der Beteiligung von Spielerinnen aus der Nationalliga A statt. Nadine Hofstetter und Mara Frey vom SC Reinach begrüssen es, dass so auch junge Mädchen zum Eishockeyspielen motiviert werden können.
Josip Lasic
«Es wäre schön gewesen, wenn es so etwas gegeben hätte, als wir noch klein waren», sagt Mara Frey vom SC Reinach. Wie ihre Teamkollegin Nadine Hofstetter kam sie über ihre Brüder zum Eishockeysport. Mittlerweile spielen beide mit Reinach in der Nationalliga A der Frauen.
Sie hoffen, dass der Swiss Ice Hockey Day eine weitere Möglichkeit ist, wie man junge Frauen und Mädchen dazu animieren kann, mit dem Sport anzufangen. «Für die Jungs ist es eine coole Erfahrung, dass sie mit den grossen Männern Eishockey spielen dürfen», ergänzt Hofstetter. «Ich hoffe, dass es für die jungen Mädchen auch cool war, dass wir jetzt da waren. Es ist wichtig, dass der Swiss Ice Hockey Day auch Frauen berücksichtigt, damit unser Sport Zuwachs bekommt.» Frey und Hofstetter haben auf der Eisbahn Wohlen gemeinsam mit vier männlichen Kollegen Werbung für Eishockey gemacht. Rund 40 Kinder liessen sich die Chance nicht nehmen, mit Spielerinnen und Spielern aus den höchsten Schweizer Ligen zu spielen und zu trainieren.
Einheimische Spieler wären von Vorteil
Die männlichen Vertreter in Wohlen waren Sandro Zurkirchen vom EHC Kloten, Sascha Ruppelt von den GCK Lions sowie Marc Aeschlimann und Noah Meier von den ZSC Lions. «Es hat Spass gemacht. Die Kinder waren alle brav», sagt Ruppelt lachend. Die Spieler haben aber Optimierungsvorschläge für den Swiss Ice Hockey Day.
Als sie mit Rolf Waldner vom HC Wohlen Freiamt gesprochen haben, dem OK-Chef des Anlasses, haben sie erfahren, dass früher häufig Profis zu Besuch kamen, die ihre Wurzeln beim HC Wohlen Freiamt haben. Robin Grossmann, Jannik Fischer oder Cédric Maurer als Beispiele. «Der Swiss Ice Hockey Day ist eine gute Sache. Es macht Spass, die Freude in den Gesichtern der Kinder zu sehen. Aber es wäre sicher sinnvoller, einheimische Spieler aufzubieten», sagt Zurkirchen. Meier schliesst sich an. «Das ist für die Kinder doch viel cooler, wenn die Profis vor Ort ihnen sagen können: ‹Hey, wir haben auch mal hier mit Eishockey angefangen.› Das motiviert zusätzlich. Wir Spieler von ausserhalb können das leider nicht bieten.»
Aeschlimann: «Für uns Spieler wäre es auch spezieller, wenn wir nach Möglichkeit bei unseren Stammclubs vorbeischauen könnten. Es hat jetzt wirklich Spass gemacht in Wohlen. Aber wenn man die Leute in ihre Regionen schickt, hätte das noch grösseren Mehrwert.» Das gilt sogar für die Frauen, wo mit Lia Egger eine Murianerin mit HC-Wohlen-Freiamt-Vergangenheit in Reihen des SC Reinach wäre, während Hofstetter und Frey Auswärtige sind.
Vielleicht kommt in den nächsten Jahren die Möglichkeit wieder, dass Ex-Wohlen-Junioren aus der NLA und NLB am Swiss Ice Hockey Day im Freiamt vorbeischauen. In diesem Jahr wurde er zumindest mit der Beteiligung von Frauen aufgewertet. Und die Kinder auf der Eisbahn hatten definitiv ihren Spass.