2. Wohler Schlössli-Jass mit 48Teilnehmenden war ein voller Erfolg
Nach der gelungenen Premiere vor zwei Jahren und der Absage im letzten Jahr war der Event in diesem Jahr im Nu ausverkauft. Einen Nachmittag duellierten sich 24Team um den begehrten Wanderpokal. Der ...
2. Wohler Schlössli-Jass mit 48Teilnehmenden war ein voller Erfolg
Nach der gelungenen Premiere vor zwei Jahren und der Absage im letzten Jahr war der Event in diesem Jahr im Nu ausverkauft. Einen Nachmittag duellierten sich 24Team um den begehrten Wanderpokal. Der Spass kam dabei nicht zu kurz.
Chregi Hansen
40-mal wurden an diesem Tag die Karten ausgegeben. 40-mal wurde Trumpf angesagt. 40-mal am Schluss gezählt. Und dann stand ein klarer Sieger fest. Tomi von Felten und Stephan Dombrowsky aus Olten heissen die Sieger des zweiten Schlössli-Jasses im Partner-Schieber. Sie gewannen mit grossem Vorsprung vor Astrid Känzig und Liliane Montani sowie Nino Keiser und Timothy Wagner.
3901 Punkte holte das Siegerduo in den 40Spielen. Das ergibt den tollen Schnitt von 97,5 Punkten pro Partie. Eine starke Leistung. Und der Jubel über den Sieg war entsprechend gross. Ein Jahr lang dürfen die zwei jetzt den Wanderpokal hüten. Zuvor stand dieser sogar zwei Jahre lang bei Andreas Weber, der diesmal mit Partner Willi Kälin den 9. Rang belegte. Das Duo hatte bei der Premiere triumphiert und durfte sich wegen Corona zwei Jahre als Sieger fühlen.
Nicht zu ernst nehmen
Die Stimmung im Schlössli war den ganzen Nachmittag über bestens. Vor den einzelnen Runden wurde noch gewitzelt und es wurden fleissig Getränke bestellt. Während den Partien war es meist mucksmäuschenstill. Bis an einem Tisch nach einem Match lauter Jubel ausbricht. Nach den Partien wurde intensiv analysiert. Dass es nicht allzu ernst zu und her ging, dafür sorgten die Organisatoren um Dennis Andermatt gleich selber. Das Schlusslicht der Tabelle musste jeweils einen Hut tragen und war so leicht erkennbar. Und ein Los bescherte einem Tisch jeweils Freigetränke für ihr Duell. «Jetzt spielen wir auf Zeit, dann haben wir mehr davon», so der Kommentar einer Gruppe nach erfolgter Auslosung.
Der Ersatzspieler kam aus Villmergen geeilt
Die Plätze für das Turnier waren begehrt, das Alter der Teilnehmer reichte von 7Jahren bis über 80. Das Datum Ende Oktober erweist sich als Glücksfall. «Es wird kälter, die Leute sind wieder lieber drinnen. Dann ist es auch Zeit für einen Jass», erklärt Andermatt. Das Schlössli als Austragungsort wird von allen geschätzt. Und dass Jasser spontan sind, beweist Kurt Leuppi aus Villmergen. Wegen einer kurzfristigen Absage erhielt er zwei Stunden vor Turnierstart einen Anruf, ob er einspringen könne. Leuppi konnte – und belegte nach der ersten von fünf Runden gar den ersten Platz. «Als Villmerger zähle ich den Trumpfbuben eben mit 22 Punkten, das macht es einfacher», schmunzelt er.
Aber egal ob Villmerger, Oltener oder Wohler: Bei diesem Turnier kamen alle Teilnehmenden auf ihre Kosten. Und so mancher blieb nach dem offiziellen Teil einfach sitzen und spielte noch ein paar Runden weiter. Dem OK mit den vielen Wohler Bünzmatt-Lehrern ist mit dem Schlössli-Jass ein grosser Wurf gelungen, der sich hoffentlich zu einer Tradition entwickelt. Und wer mit einer Teilnahme im nächsten Jahr liebäugelt, der tut gut daran, sich möglichst früh anzumelden. «Nach der Coronapause im letzten Jahr waren die 48 Plätze im Nu weg», berichtet Andermatt, der glücklich ist, dass alles so gut geklappt hat.