Ruhiger Auftakt
03.09.2021 WohlenGemeinderatswahlen Wohlen
In knapp drei Wochen wird gewählt. Der Start in den Gemeinderatswahlkampf ist erfolgt. Aber in Wohlen werden die Wahlen vorerst vor allem von Plakaten dominiert. Inhalte haben bisher (noch) keine grosse Rolle gespielt. Die Parteien haben ihre ...
Gemeinderatswahlen Wohlen
In knapp drei Wochen wird gewählt. Der Start in den Gemeinderatswahlkampf ist erfolgt. Aber in Wohlen werden die Wahlen vorerst vor allem von Plakaten dominiert. Inhalte haben bisher (noch) keine grosse Rolle gespielt. Die Parteien haben ihre Kandidierenden positioniert, aber sonst geben sie sich alle recht ruhig. Sogar an der letzten Einwohnerratssitzung vom vergangenen Montag war nicht viel von Wahlkampfstimmung zu spüren – wenig Diskussionen, fast keine Opposition. In dieser Ausgabe wird der erste Teil der Fragerunde mit den acht Kandidierenden veröffentlicht, Es geht um die Gründe der Kandidatur und die Ziele. Der zweite Teil der Fragerunde wird nächste Woche erfolgen. --dm
Angelegenheit des Herzens
Gemeinderatswahlen: Die Gründe für die Kandidatur der fünf Bisherigen und drei Neuen
«Wohlen liegt mir am Herzen.» Das sagen nicht weniger als fünf Personen, die für den Gemeinderat kandidieren. Es gibt aber auch weitere Gründe, warum alle acht mitregieren wollen.
Daniel Marti
Gemeinderatsmitglieder stehen im Rampenlicht – in guten wie in schlechten Zeiten. Sie werden eher selten gerühmt, viel öfter kritisiert. Von Parteien, vom Dorfparlament, von Medien, von den Steuerzahlenden. Weshalb wollen sich acht Personen für Wohlen einsetzen? Hier nennen sie die Gründe.
Burkard mit Weitsicht
«Wohlen ist mir wichtig», sagt der Bisherige Thomas Burkard, Grüne. Er möchte sich in seiner Wohngemeinde, in der er seit vielen Jahren zusammen mit seiner Familie lebt «und in der ich zutiefst verwurzelt bin, weiterhin für das Gemeinwohl engagieren». Und er ist überzeugt davon, dass es im Gemeinderat «Personen mit Weitsicht und Sorgfalt braucht».
Gregor will Qualität erhalten
Die Arbeit im Gemeinderat bereitet Ariane Gregor, Die Mitte, Freude. «Ich kann mich einbringen und einen Beitrag leisten, die vielen guten Qualitäten, die wir zusammen in Wohlen geschaffen haben, zu pflegen und zu erhalten», sagt die Bisherige. Das Wissen und die Erfahrung, die sie sich in den vergangenen vier Jahren als Gemeinderätin angeeignet habe, «möchte ich weiterhin gewinnbringend einsetzen. Von den Gemeinderatskollegen und den Kadermitarbeitenden der Verwaltung werde ich geschätzt. Die gute Zusammenarbeit möchte ich gerne fortführen.»
Huwiler und die Weiterentwicklung
Der Parteikollege von Ariane Gregor, Paul Huwiler, sagt klipp und klar: «Mein Herz schlägt für Wohlen. Mit meiner vollen Aufmerksamkeit, meiner langjährigen Erfahrung und Freude an der Politik möchte ich die Weiterentwicklung unserer Gemeinde weiterhin aktiv mitgestalten.» Der Bisherige will in bewährter Teamarbeit im Gemeinderat «neue Lösungen suchen und die anstehenden Projekte umsetzen». Er könne Brücken bauen und andere Menschen mit ins Boot holen, sagt er. «Die Arbeit im Gemeinderat begeistert mich noch immer und die Kunst, Mehrheiten zu finden, reizt mich.»
Perroud: tragfähige Lösungen
Dagegen ist Gemeindeammann Arsène Perroud, SP, bisher, überzeugt davon, dass es noch viel zu tun gibt. «Und ich bin motiviert, mich in den kommenden vier Jahren weiterhin für die Gemeinde Wohlen zu engagieren. Das Amt als Gemeindeammann macht mir nach wie vor grosse Freude und ich bin es gewohnt, unterschiedliche Meinungen abzuholen und tragfähige Lösungen zu erarbeiten.» Perroud glaubt, dass in der laufenden Legislatur der Gemeinderat gute Arbeit geleistet habe. «Ich bin bereit, meine Fähigkeiten weiterhin dafür einzusetzen.»
Vogt will Wohlen vorwärtsbringen
Auch Vizeammann Roland Vogt, SVP, bisher, bekräftigt, dass ihm Wohlen am Herzen liegt. «Seit meiner Kindheit lebe ich in Wohlen und fühle mich mit meiner Familie sehr wohl hier.» Er sei bereit, weiter Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen «und Wohlen vorwärtszubringen». Vogt weiss, dass Wohlen vor grossen Herausforderungen steht. «Und da gilt es, auch auf die Bevölkerung und deren Bedürfnisse zu hören. Das Wohler Stimmvolk denkt pragmatisch, unabhängig und selbstbestimmend, halt typisch bürgerlich.» Er vertritt diese bürgerliche Stimme und kandidiert darum erneut für den Gemeinderat und als Vizeammann. «Dieses Gedankengut muss im Gemeinderat vertreten sein.» Mit wie vielen Stimmen, das lässt er gegenwärtig noch offen.
Büchi: nur Geld ausgeben, das man hat
Herausgefordert werden die fünf bisherigen Kräfte von drei Kandidierenden. Die SVP und die SP streben mit ihren Kandidaturen einen zweiten Sitz im Gemeinderat an. Die FDP hat die Rückkehr in den Gemeinderat im Visier.
Roland Büchi, SVP, neu, sagt auch, dass ihm die Gemeinde am Herzen liegt. Er ist in Wohlen aufgewachsen. Seit bald zwölf Jahren ist er für die SVP im Einwohnerrat, «ich habe dabei viel erlebt. Vor allem hat man viel Geld ausgegeben, das gar nicht vorhanden war.» Diese Strategie kritisiert er: «Anstatt sich Gedanken zu machen, wie man Geld einnehmen oder sparen kann, wurde und wird es mit vollen Händen ausgegeben.» Darum kandidiert er, und zwar mit einer klaren Absicht: «Es braucht eine stärkere bürgerliche Abteilung im Gemeinderat wie im Einwohnerrat, die mit den Finanzen haushälterischer umgeht.»
Pascolin will Impulse setzen
Auch für Laura Pascolin, SP, neu, gibt es einen ausschlaggebenden Grund für ihre Kandidatur: Auch ihr liegt Wohlen am Herzen. «Dazu kommen auch andere wichtige Gründe wie das Schaffen von Diversität im Gemeinderat.» Und sie ist fester Überzeugung, «dass die Demokratie vom Mitmachen lebt». Mit der Diversität sei nicht nur der Frauenanteil gemeint, «sondern auch die Impulse und Perspektiven, die ich als Newcomer einbringen kann». Weiter reizt sie die Kommunalpolitik, «weil man Menschen trifft, die gemeinsam Lösungen finden». Darum hat sie die politische Arbeit im Parlament auf Anhieb begeistert. «Aktive Politik in Wohlen ist äusserst vielseitig und spannend. Mitgestalten, Mitwirken und Mitentscheiden macht mir Freude», sagt die SP-Kandidatin.
Strasser: mit Freude an die Arbeit
Und Denise Strasser, FDP, neu, kann sich fast allen Kandidierenden anschliessen: «Als geborene Wohlerin liegt mir Wohlen und somit auch das Wohl der Bevölkerung sehr am Herzen.» Abgesehen von einem kurzen einjährigen Abstecher nach Villmergen war sie stets in Wohlen wohnhaft. Und ihre Kandidatur soll vor allem in viel Freude an der Politik gipfeln. Denise Strasser: «Es würde mich freuen, wenn ich an vorderster Front auf kommunaler Ebene mitreden, mitentscheiden und meine Fähigkeiten für ein attraktives Wohlen mit hoher Lebensqualität einsetzen könnte.»






