Starkregen verursachte grosse Schäden
Am Mittwochabend fiel in Eggenwil in kurzer Zeit viel Regen, sodass die Feuerwehr und das Bauamt ausrücken mussten. Der Pianzerbach hielt den Wassermassen nicht stand, während das Dorf verschont blieb.
Alle ...
Starkregen verursachte grosse Schäden
Am Mittwochabend fiel in Eggenwil in kurzer Zeit viel Regen, sodass die Feuerwehr und das Bauamt ausrücken mussten. Der Pianzerbach hielt den Wassermassen nicht stand, während das Dorf verschont blieb.
Alle vier durch die Gemeinde in den letzten Jahren realisierten Schutzmassnahmen vermochten ihren Schutzzweck zu erfüllen. Dazu zählen der Durchlass Kreuzweidbach Hofor, der Feinrechen Junebach Buechstrasse, der Durchlass Brücke Junebach Unterdorf sowie die Umund Offenlegung des Ibisguetbachs. Diese wurden aufgrund der kantonalen Gefahrenkarte Hochwasser umgesetzt. Einzig beim Entlastungsbauwerk am Pflanzerbach an der Kantonsstrasse K 271 zwischen Eggenwil und Bremgarten hielten die getroffenen Massnahmen nur teilweise.
Brücke wurde weggeschwemmt
Kanton und Gemeinde überprüfen die Abflussproole beim Durchlass Pflanzerbach ständig. Das Baudepartement hat erst kürzlich Auflandungen und Ablagerungen, insbesondere vor dem Grobrechen wiederum prophylaktisch entfernt. Trotzdem trat der Pflanzerbach am Mittwochabend seitlich über sein südseitiges Ufer, sodass Wasser, Schlamm und Geschiebe über die Fahrbahn der Kantonsstrasse liefen und bei der talseitig der Kantonsstrasse angrenzenden Liegenschaft Badenerstrasse 9 erneut Schäden anrichtete. Auch die Unterquerung des Reussuferwegs konnte die Massen nicht mehr schlucken. Die dortige betonierte Brücke des Weges wurde, wie bereits etliche Male zuvor, weggerissen und komplett zerstört.
Nach den wiederholt massiven Überschwemmungen im Jahr 2010 realisierte der Kanton auf Antrag des Gemeinderats im Frühsommer 2013 beim Durchlass des Pflanzerbachs unter der Badenerstrasse K 271 für rund 730 000 Franken das Entlastungsbauwerk Pflanzerbach. Dieses vollumfänglich durch den Kanton Aargau finanzierte Ausserortsprojekt umfasste einen neuen, zusätzlichen Bachdurchlass mit einem Durchmesser von 2,80 Metern. Dadurch wurde die Durchflusskapazität auf 14 Kubikmeter pro Sekunde deutlich erhöht. Diese Verbesserung erreichte man auch durch die Absenkung der Sohle um rund 70 Zentimeter. So wurde der neue Durchlass zum eigentlichen Hauptgerinne. Der alte Durchlass dient als «stille Reserve» bei sehr starken Gewitterniederschlägen. Dies alles reichte am letzten Mittwochabend aber nicht. --gk