Die Spieltage der Jugendarbeit Wohlen sorgen für Abwechslung in den Ferien
Sie haben längst schon Tradition, die Spieltage im Wald. In Zeiten von Corona sind viele Familien doppelt froh, dass etwas läuft für die Jüngeren. In diesem Jahr gehen die ...
Die Spieltage der Jugendarbeit Wohlen sorgen für Abwechslung in den Ferien
Sie haben längst schon Tradition, die Spieltage im Wald. In Zeiten von Corona sind viele Familien doppelt froh, dass etwas läuft für die Jüngeren. In diesem Jahr gehen die Teilnehmenden auf Verbrecherjagd.
Chregi Hansen
«Das Interesse war wirklich enorm, wir hatten eine Warteliste», erklärt Dean Eicher. Der Zivildienstleistende organisiert in diesem Jahr zusammen mit Praktikantin Wanda Suter die Spieltage im Wald. Die maximale Zahl von 50 Kindern war dabei schnell erreicht. Sie werden betreut von 9 Mitarbeitenden des Vereins für Jugend und Freizeit.
Das Bedürfnis nach Aktivitäten in den Frühlingsferien scheint also gross. Und auch das Wetter spielt mit. Zeigte es sich Anfang Woche noch von seiner schlechten Seite, schien pünktlich zum Start am Mittwoch die Sonne. Und das ist wichtig, findet doch alles draussen statt. Nur bei wirklich miesem Wetter wäre ein Teil des Programms ins Jugendhaus verlegt worden. «Man merkt, dass sich die Kinder freuen, draussen herumtoben zu können. Sie sind voller Energie», hat Eicher festgestellt.
Vorbereitet für den grossen Fall
Dass die Spieltage der Jugendarbeit so beliebt sind, hat auch damit zu tun, dass Jahr für Jahr ein spezielles Motto gewählt wird. Mal gehen die Jungs und Mädchen auf Zeitreise, mal sind die Zauberlehrlinge, dann wieder Gallier zu Zeiten von Asterix. Auch diesmal haben Eicher und Suter ein spannendes Programm zusammengestellt. Die Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahre werden zu Detektiven ausgebildet. Und das nicht ohne Grund. «Am zweiten Tag wird auf der Polizeiwache der Schatz gestohlen. Wir werden die Polizisten überzeugen, dass die Kids bestens vorbereitet sind, um den Fall zu lösen», schaut Eicher ein wenig voraus.
Doch bevor es auf Verbrecherjagd geht, müssen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen geschult werden. So lernen sie, Karten zu lesen oder anhand von Fussspuren auf den Täter zu schliessen. Sie erfahren, wie man auf einfache Art (Schokopulver reicht) Fingerabdrücke nehmen kann und wie man Leute beobachtet, ohne dabei erwischt zu werden. Sie schulen ihre Aufmerksamkeit, indem sie auf Wimmelbildern nach Hinweisen suchen. Jede absolvierte Lektion wird von einem berühmten Detektiv geleitet und im eigenen Detektivausweis markiert. Den durfte jedes Kind mit einem eigenen Namen schmücken. Besonders originell dabei der Name «Klara Fall». Sie wird das Verbrechen sicher auflösen. Klarer Fall.
Die momentane Situation hat Einfluss auf die Spieltage. So dürfen die Kinder nicht verplegt werden, müssen sie ihr Essen selber mitnehmen. «Das ist ein wenig schade. Aber wir machen das Beste daraus», sagt der Organisator. Und es hat seinen Reiz, die eigene Wurst am Feuer zu grillieren. Hauptsache ist doch, dass man gemeinsam Spass hat und am Schluss der Polizei helfen kann. Ob die Kinder den Täter tatsächlich fassen, klärt sich erst heute Nachmittag. Dann gehen die Spieltage zu Ende.