Kunstausstellung Heidi Widmer vom 30. August bis 27. September im ehemaligen Werkhofgebäude Bleichi
Die Kunstkommission Wohlen veranstaltet als Anerkennung für das langjährige Schaffen der Malerin und Zeichnerin Heidi Widmer eine grosse Retrospektive im ...
Kunstausstellung Heidi Widmer vom 30. August bis 27. September im ehemaligen Werkhofgebäude Bleichi
Die Kunstkommission Wohlen veranstaltet als Anerkennung für das langjährige Schaffen der Malerin und Zeichnerin Heidi Widmer eine grosse Retrospektive im ehemaligen Werkhofgebäude Bleichi Wohlen.
Aus mehreren 1000 Bildern und Zeichnungen, die in den letzten 50 Jahren entstanden sind, wurden 300 bis 400 Werke ausgewählt, welche die Kontinuität, aber auch die veränderte Sichtweise der Künstlerin im Rückblick auf ihr langes Schaffen dokumentieren. Die Ausstellung gibt nicht nur Einblick in Heidi Widmers unerschöpfliches Werk, sondern auch in ihr abenteuerliches Leben und ihr soziales Engagement. «Es ist das erste Mal, dass eine derart umfassende Werkschau präsentiert wird, die Arbeiten aus den frühen Anfängen bis in die Gegenwart vereint», schreibt die Kunstkommission.
Fragen und Antworten zwischen Himmel und Erde
Zur Person Heidi Widmer. Sie wuchs in Wohlen auf und begann als 18-Jährige in Genf ihre Ausbildung in Malerei an der École des Beaux-Arts. Nach drei Jahren wechselte sie für fünf Jahre an die Accademia di Belle Arti in Rom und schloss 1965 mit einem Lizenziat ab. Sie war 1967 bis 1969 Stipendiatin am Istituto Svizzero in Rom und bereiste anschliessend immer wieder ausgedehnt die Welt, wobei sie in Bremgarten und später in Wohlen ein bescheiden ausgestattetes Atelier behielt. Sie durchquerte zwei Jahre den amerikanischen Kontinent von Norden nach Süden bis nach Feuerland und reiste auf dem Landweg ein Jahr nach Indien und weiter bis nach Myanmar. Ihre Wege führten sie später nach Südafrika, Libanon, Syrien, Mosambik und Sri Lanka, wo sie 2004 durch eine glückliche Fügung die zerstörerische Flutwelle des Tsunami überlebte und spontan vor Ort Hilfseinsätze leistete. 2010 erhielt sie für ihr soziales Engagement den Aargauer Rotkreuz-Preis. Das Erlebte und ihre Eindrücke hielt sie stets in ihren Bildern und Zeichnungen fest. «Heidi Widmers Schaffen ist der Versuch, Antworten zu geben auf die Abertausende von Fragen, die auf der Basis der Kunstgeschichte zwischen Himmel und Erde schweben», schreibt die Kunstkommission weiter. «Ihre Bilder und Zeichnungen sind Spiegelungen ihrer Seele, in den wesentlichen Kern verdichtete Eindrücke und Gefühle, die immer den Menschen und seine Existenz ins Zentrum nehmen.»
Ausstellung mit vielen Höhepunkten
Vernissage, Sonntag, 30. August, 11 Uhr. Die Ausstellung findet statt vom 30. August bis 27. September.
Weitere Termine: 6. September, 11 Uhr, Ernst Halter, Schriftsteller, spricht zum zeichnerischen Werk. – 10. September, 19 Uhr, Ulrike Büchs, Seelsorgerin in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, führt durch die Ausstellung. – 13. September, 14 Uhr, Regula Gerber, Lehrperson für Bildnerisches Gestalten, begleitet auf einem Kunstspaziergang durch die Ausstellung, ins Stille Museum und ins Atelier der Künstlerin. – 16. September, 19 Uhr, Mona Hasler liest aus den Tagebüchern von Heidi Widmer, musikalisch ergänzt durch Lissa Prim. – 20. September, 11 Uhr, Dr. phil. Heike Scheel, Kunsthistorikerin, führt durch die Ausstellung. – Finissage: Sonntag, 27. September, 11 bis 16 Uhr. --red