Standort festigen und sichern
19.06.2020 WohlenBasch AG am Büttikerkreisel: Neue Ausrichtung mit Waschanlage und Kaffeestübli
Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren zum Treffpunkt entwickelt. Nun richtet sich die Basch AG neu aus. Der Gastronomiebereich wird deutlich verkleinert. Dafür wird eine ...
Basch AG am Büttikerkreisel: Neue Ausrichtung mit Waschanlage und Kaffeestübli
Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren zum Treffpunkt entwickelt. Nun richtet sich die Basch AG neu aus. Der Gastronomiebereich wird deutlich verkleinert. Dafür wird eine Waschanlage mit insgesamt 14 Plätzen realisiert.
Daniel Marti
Rückbau des Restaurants und des Wintergartens. Neubau einer Waschanlage und eines Kaffeestübli. Was in knappen Sätzen erklärt wird, bedeutet bei der Basch AG an der Frohburgstrasse 1 eine grosse Veränderung. Im Volksmund einfach Basch, das ist zum beliebten Treffpunkt geworden. Dank dem Restaurant, dank der Gastronomie, dank dem Shop. Nun wird die Anlage umgebaut und weiterentwickelt. Das Baugesuch liegt momentan öffentlich auf.
Viele Herausforderungen im Gastrobetrieb
Was im Dezember 2004 begonnen hat, erfährt nun eine Wende, eine neue Ausrichtung. Damals wurde spekuliert, dass es in Wohlen eine weitere Pizzeria geben werde, blickt Janick Schlosser, Junior-Geschäftsführer, zurück. «Dabei haben wir bewiesen, dass aus dem Restaurant Basch eine Gastronomie mit einem vielseitigen Angebot wurde.»
In den letzten Jahren sei ein Grossteil der Gastrobetriebe jedoch mit einer immer grösser werdenden Herausforderung konfrontiert worden. Gutes Personal sei schwierig zu finden, so Schlosser. Er nennt als Beispiel Yvonne Schneiter, Mitinhaberin der Basch AG und Gastgeberin der Gastronomie. Sie meistert Woche für Woche ein riesiges Pensum. «Ohne dieses doppelte Arbeitspensum wäre es nicht möglich gewesen, die Gastronomie über die letzten Jahre erfolgreich zu betreiben», rechnet Schlosser vor.
Nun freut sich Yvonne Schneiter auf ihr neues Kaffeestübli (Coffee and Food). Auch Bäckermeister Daniel Schäfer aus Wohlen, der seit Beginn der Basch AG der kompetente Bäcker ist, findet die neuen Pläne mit dem Kaffeestübli eine positive Bereicherung. Dies sei eine überschaubare neue Ausrichtung im Verpflegungsbereich.
Kundenumfrage bestätigt die Pläne
Der Strategiewechsel wird seit mehr als einem Jahr verfolgt. Mit einer Waschanlage könne der Standort gefestigt beziehungsweise ausgebaut werden, so der Geschäftsführer. Heute zählt das Unternehmen rund 2000 Privat- und Geschäftskunden, die über eine Benzin- und Kundenkarte verfügen. Eine Kundenumfrage hat laut Geschäftsführer gezeigt, dass die Kunden einen Standort mit Tankstelle, Shop, Hausbäckerei und einer Autowaschanlage begrüssen.
Zudem wollen die Verantwortlichen den Betrieb langfristig betriebswirtschaftlich absichern. Weiter wurde im Gastronomiebereich in den letzten Jahren ein leicht sinkender Umsatz registriert. Auch dies ist ein Argument für den Wechsel hin zu einem Kaffeestübli. Damit soll weiterhin ein Treffpunkt für eine Znünipause oder einen Mittagshalt angeboten werden. Es gehe kein Standbein verloren, sagt der Geschäftsführer. «Wir schaffen ein zusätzliches Geschäftsfeld mit der Waschanlage. Die Anlage wird weiterhin aus unserer Tankstelle und dem Shop, unserer Hausbäckerei und einem angepassten Gastronomiekonzept bestehen, dies alles wird durch die Waschanlage ergänzt.» Die neue Anlage umfasst gemäss Baugesuch drei Portalwaschanlagen, vier Selbstwaschboxen und sieben Pflegeplätze. Alles natürlich überdacht.
Mitarbeiterbestand muss reduziert werden
Mit der Umstrukturierung des Betriebes werden die Kosten im Bereich Personal und Warenaufwand sinken. Dies sei ein elementarer Teil der betriebswirtschaftlichen Optimierung, so Schlosser. Der Mitarbeiterbestand beträgt aktuell rund 30 Angestellte. Dieser Bestand wird um rund 30 Prozent gesenkt, «damit wir die übrigen Stellen langfristig absichern können. Diese Entscheidung fiel uns sehr schwer.» Aber die langfristige Sicherung des Unternehmens mit allen Arbeitsfeldern sei zentral.
Die Stelle des Abwarts der Anlage wird künftig von einem bisherigen Mitarbeiter bekleidet. «Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind uns sicher, dass sich unser angepasstes Angebot bewähren wird», betont Ju n ior-Geschäftsfü h rer Jan ick Schlosser. Und natürlich werde es künftig ruhiger auf der Anlage der Basch AG.
Künftig deutlich weniger Fahrzeugfrequenzen
So zählt aktuell die Gastronomie täglich zwischen 200 und 300 Fahrzeugbewegungen. Bei der neu erstellten Auto-Waschanlage geht man täglich von 50 bis 100 Fahrzeugen aus. Das ist eine erhebliche Reduzierung. Zudem wird künftig ab 22 Uhr keine Konsumationsgelegenheit angeboten. «Dadurch», sagt Schlosser, «werden die Nachbarn mit keinen unnötigen Fahrzeugbewegungen belästigt.» Er sei daher überzeugt, dass die neue Ausrichtung der Basch AG eine «Bereicherung und eine optimale Ergänzung» zum bestehenden Angebot darstellt.

