Grossratswahlen: SP Bezirk Bremgarten nominiert 16 Kandidatinnen und Kandidaten
Unter erschwerten Bedingungen hat die Sozialdemokratische Partei ihre Liste für die kantonalen Wahlen vom 18. Oktober nominiert. Das Ziel einer guten personellen Durchmischung wurde ...
Grossratswahlen: SP Bezirk Bremgarten nominiert 16 Kandidatinnen und Kandidaten
Unter erschwerten Bedingungen hat die Sozialdemokratische Partei ihre Liste für die kantonalen Wahlen vom 18. Oktober nominiert. Das Ziel einer guten personellen Durchmischung wurde erreicht.
André Widmer
8 Frauen und 8 Männer, Jüngere und Ältere, regional gut verteilt: So sieht die Liste der SP des Bezirks Bremgarten für die Grossratswahlen vom kommenden Herbst aus. «Die Vorbereitungen für die Grossratswahlen laufen im Bezirk und im Kanton, auch unter den erschwerten Bedingungen», äussert sich Stefan Dietrich, Präsident der Bezirkspartei. Erschwert heisst, dass die Nominationen auf unkonventionellem Weg erfolgt sind – per Konferenzschaltung, Telefon und Mail aufgrund des Versammlungsverbotes. Geplant war eigentlich für den 1. April eine Bezirksversammlung, deren Ehrengast wäre SP-Regierungsrat Urs Hofmann gewesen. Dieser erkrankte bekanntlich am Coronavirus und wurde hospitalisiert, ist aber seit gestern wieder an der Arbeit.
Bisherige als Zugpferde
Die Zugpferde der regionalen Sozialdemokraten auf der Liste der Nominierten sind die bisherigen Grossräte Rosmarie Groux (Berikon), Thomas Leitch (Wohlen) und Arsène Perroud (Wohlen). Erstere zwei sind sozusagen die Routiniers: Leitch ist bereits seit 23 Jahren im Rat, Groux seit 15. Weiter nominiert wurden Laura Pascolin (Wohlen), Stefan Dietrich (Bremgarten), Zoé Sutter (Wohlen), Cyrille Meier (Wohlen), Patrizia Hegglin (Dottikon), Daniel Sommerhalder (Bremgarten), Andrea Rey (Fischbach-Göslikon), Milenko Vukajlovic (Wohlen), Jacqueline Stierli (Zufikon), Severin Stierli (Bremgarten), Sennur Sümer (Villmergen), Stephan Haag (Berikon) und Jana Meindl (Widen). Gemäss Bezirksparteipräsident und Kandidat Stefan Dietrich sei es für die SP realistisch, dass die drei Bisherigen es erneut schaffen, aber auch mehr Stimmen geholt werden. «Wir wollen zulegen.» Gute Wahlergebnisse seien dort erreichbar, wo man über eine aktive Sektion verfüge. Diese gelte es zu stärken.
Längerfristig sind auch in lokalen Wahlen Nominationen von SP-Kandidatinnen und -Kandidaten ein Ziel, ein solcher Aufbau könne aber Jahre dauern. SP-Grossrat Thomas Leitch weist auf den doppelten «Pukelsheim» bei der Sitzverteilung im Aargauer Parlament hin. Der Blick gilt daher einem guten Abschneiden im Gesamtkanton. Und für das, so Leitch, sei es wichtig, gute Listen zu haben.
Die SP wünscht sich einen Richtungswechsel in Aarau. Die Coronakrise zeige, dass es einen Richtungswechsel brauche. Die Kürzungen in Gesundheit und Bildung seien nicht auf mittel- und langfristige Optimierungen, sondern kurzfristige finanzielle Ergebnisse ausgerichtet gewesen, die man als politische Erfolge präsentiert habe, so die SP. Die Sozialdemokraten des Bezirks Bremgarten bleiben sich treu: «Der Kurs stimmt und wir werden unser Engagement vor Ort verstärken, konstruktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen», erklärt Stefan Dietrich.