Besinnliche Weihnachtsfeier im Bifang Wohn- und Pflegezentrum
Mit ganz viel Musik, passenden Worten und einem feinen Essen stimmten sich die Bewohner des Bifang und eine grosse Zahl an Gästen auf die Feiertage ein. Dabei zeigte sich eindrücklich, dass sich die ...
Besinnliche Weihnachtsfeier im Bifang Wohn- und Pflegezentrum
Mit ganz viel Musik, passenden Worten und einem feinen Essen stimmten sich die Bewohner des Bifang und eine grosse Zahl an Gästen auf die Feiertage ein. Dabei zeigte sich eindrücklich, dass sich die Institution auf viele gute Seelen verlassen kann.
Chregi Hansen
In diesem Jahr wurde das Programm gründlich durcheinandergewirbelt. Den musikalischen Teil sollte das Ensemble «La Ripresa» bestreiten, doch eine der Musikerinnen war kurzfristig erkrankt. Und auch Präsidentin Marianne Piffaretti musste ihre Ansprache für diesen Abend absagen.
Doch zum Glück verfügt das Bifang über Personen, auf welche sich die Institution stets verlassen kann. Zu ihnen gehört Ruth Dettwyler, die nicht nur das Bifang-Chörli leitete, sondern auch Ersatz für das Ensemble besorgte. Zusammen mit Ruth Muntwyler spielte sie selber mehrere Kompositionen für Klavier und Panflöte. «Dass die beiden heute hier sind, ist für uns wie ein Geschenk», freut sich Geschäftsleiter Marcel Lanz.
Für ihn bedeutet Weihnachten, die Türen weit zu öffnen. Und das gelte nicht nur für den Adventskalender, sondern betreffe auch Türen des Stolzes, der Freude, des Widerstandes, aber auch der Versöhnung und vor allem der Liebe. «Wir wollen mit dieser Feier möglichst viele Türen aufstossen», erklärte er.
Vorurteile abbauen und anderen vertrauen
Die reformierte Pfarrerin Sabine Herold nahm den Faden auf. Sie erzählte eine wunderbare Geschichte von Max Bolliger von zwei verfeindeten Bauernfamilien links und rechts eines Flusses. Der Hass und die Eifersucht waren so gross, dass sie immer wieder Steine aufeinander warfen, die aber allesamt im Fluss landeten. Ihre Kinder nutzten später diese Steine, um das Wasser zu überqueren und Freundschaft zu schliessen. Das beeindruckte die Eltern – und so bauten sie mit diesen Steinen gemeinsam an einer Brücke. Sozusagen eine Brücke des Friedens.
«Diese Kinder haben eine Chance genutzt, Vorurteile abzubauen und sich zu vertrauen. Wir Erwachsenen sollten uns diese Kinder zum Vorbild nehmen», so die Pfarrerin. Ganz viele Konflikte entstehen durch Neid und Missgunst, durch das Bauen von Brücken können diese aber beseitigt werden. Auch Gott habe eine Friedensbrücke gebaut, indem er seinen Sohn zu den Menschen schickte. «Die soll uns Ansporn sein, jeden Tag Brücken zu anderen zu bauen und anderen offen und freundlich zu begegnen», so der Ratschlag der Pfarrerin.
Vielen Menschen gedankt
Statt der Präsidentin bedankte sich am Schluss Vizepräsident Urs Meier bei allen, die dazu beitragen, dass es im Bifang so gut läuft. Auch er betonte, dass die Institution sich immer auf grosse Unterstützung verlassen kann. Nach einem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied wurde dann das Essen serviert. Wobei der Beweis erbracht wurde, dass auch eine gute Küche Brücken zu den Herzen bauen kann – das Strahlen in den Gesichtern der Gäste war Beweis genug.