Hochkaräter für Mutschellen
17.12.2019 SportHandball 2. Liga: Mutschellen verpflichtet Ex-NLA-Spieler Boris Stankovic
Die Mutscheller rüsten auf. Mit der Verpflichtung von Boris Stankovic kommt geballte Routine in die Mannschaft.
Im Frühling 2017 verabschiedete sich Boris Stankovic beim HC ...
Handball 2. Liga: Mutschellen verpflichtet Ex-NLA-Spieler Boris Stankovic
Die Mutscheller rüsten auf. Mit der Verpflichtung von Boris Stankovic kommt geballte Routine in die Mannschaft.
Im Frühling 2017 verabschiedete sich Boris Stankovic beim HC Kriens-Luzern in den handballerischen Ruhestand. Nach zehn Jahren im Innerschweizer Team, nach 302 NLA-Partien mit 1597 Treffern spürte der heute 39-jährige Serbe die Strapazen seiner faszinierenden Sportart. Es folgten noch ein paar Einsätze in der zweiten Liga, doch nach der Saison 2017/2018 war dann (vorerst) endgültig Schluss. Dem Handballsport blieb Stankovic jedoch weiterhin verbunden. Einerseits war er im Nachwuchsbereich der Innerschweizer tätig, andererseits verfolgte er die Spiele des HC Kriens-Luzern als Fan.
Vize-Torschützenkönig der NLA
Seinen handballerischen Werdegang hat Stankovic vor über 20 Jahren bei Roter Stern Belgrad begonnen. Mit der U20 Serbiens wurde er Europameister und kam 2007 in die Schweiz. In seinen zehn Jahren beim HC Kriens-Luzern wurde der Linkshänder, der sowohl am Flügel wie auf der rechten Rückraumseite einsetzbar ist, zweimal Vize-Torschützenkönig. Einzig der Meistertitel in der Schweiz blieb ihm verwehrt. Dafür fand er sein privates Glück und lebt mit seiner Frau und seinem Sohn weiterhin in der Region Luzern. Nach seiner Karriere hat Stankovic die Ausbildung zum Car- und Bus-Chauffeur absolviert. Nun reizt ihn das sportliche Comeback. Der Kontakt zum Routinier kam durch HCM-Trainer Stefan Konkol und Mutschellens Nachwuchskoordinator Alex Milosevic zustande. «Nach seiner Pause juckte es Boris Stankovic wieder in den Fingern. Wir sind happy, den Routinier auf den Mutschellen locken zu können», so Mutschellen-Trainer Stefan Konkol. Die Verpflichtung des Routiniers gilt vorerst bis Ende der laufenden Saison. «Wir haben aber vereinbart, dass eine Verlängerung des Engagements durchaus eine Option sein kann. Dann würden wir Boris sehr gerne auch im Nachwuchsbereich als Ausbildner einsetzen», gab HC-Mutschellen-Präsident Peter Müller nach dem 31:27-Heimsieg gegen den TV Kleinbasel bekannt. «Mit dem Zuzug von Boris Stankovic bekommt unsere Mannschaft zusätzliche Optionen auf der rechten Seite. Dort fehlte uns nach dem Abgang von Duje Vukadin im Sommer eine Alternative. Diese Lücke sollte nun geschlossen werden.» Spielberechtigt wird Boris Stankovic mit Beginn des neuen Jahres werden. --ch
Mit Sieg in Festtagspause
Handball, 2. Liga: Mutschellen – Kleinbasel 31:27
Nach zwei Auswärtsspielen in Folge und mit nur einem Punkt an Ausbeute kehrte der HC Mutschellen nicht nur in die eigene Halle, sondern auch zum Siegen zurück. Gegen Kleinbasel resultierte vor 180 Zuschauern in der Burkertsmatt ein 31:27-Erfolg.
In der 50. Minute begann beim Mutscheller Anhang nochmals das Zittern. Die Gäste aus Kleinbasel hatten innert weniger Minuten den Rückstand von fünf auf zwei Tore reduziert und hatten die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu markieren. Doch auch bei den Nordwestschweizern brach das Zittern aus und so konnte sich der HC Mutschellen aus dieser heiklen Situation wieder befreien und sich auf 30:24 absetzen. In den letzten vier Minuten brachten die Freiämter ihren Vorsprung sicher über die Zeit, auch wenn Kleinbasel in der Schlussphase noch etwas Resultatkosmetik betreiben konnte. Beim 31:27-Sieg blieben beide Punkte in der eigenen Halle. Trainer Jochen Külling, der erneut den erkrankten Stefan Konkol vertrat, sah die Steigerung seiner Mannschaft gegenüber den letzten Partien als Grund für den Erfolg: «Wir haben im Vergleich zu den letzten beiden Spielen defensiv besser gearbeitet und hatten mit Ricardo Barbian einen sicheren Rückhalt im Tor. Dazu ist Marc Leuenberger nach seinem verletzungsbedingten Comeback auf dem richtigen Weg. Fast vier Wochen Wettkampfpause liegen nun vor den Freiämtern. Erst in der ersten Arbeitswoche im neuen Jahr geht der Meisterschaftsbetrieb weiter. --ch

