Die erste nationale Hennenschau wird vom Kleintierverein Villmergen durchgeführt
Es gackert und tönt ganz schön laut. In einem weissen Festzelt sind bis zu 150 Hennen ausgestellt, die von Besuchern und Züchtern bestaunt, kritisch begutachtet und ...
Die erste nationale Hennenschau wird vom Kleintierverein Villmergen durchgeführt
Es gackert und tönt ganz schön laut. In einem weissen Festzelt sind bis zu 150 Hennen ausgestellt, die von Besuchern und Züchtern bestaunt, kritisch begutachtet und bewundert werden. Vor allem sogenannte «Wyandotten» sowie seltene Hühnerrassen zeigen sich von ihrer besten Seite.
Am letzten Freitag kamen aus der ganzen Schweiz Züchter mit ihren schönsten und besten Hennen, um diese in Villmergen auszustellen und um hoffentlich eine gute Bewertung zu erhalten. Am Samstagmorgen ist es dann so weit. Die Hennen werden unter den kritischen Augen der drei Richter Christian Lengacher, Martin Wyss und Marcel Weisskopf begutachtet und beurteilt.
Miss Villmergen, die Schönste von allen
Es gibt viele verschiedene Kriterien, die die sehr unterschiedlich aussehenden Hennen erfüllen müssen, um Miss Villmergen zu werden. Es geht um folgenden Gesamteindruck: Harmonisch abgerundete Formen und fliessende Linien bei gestrecktem, kräftigem Körperbau und waagrechte Körperhaltung. Dabei gibt es weitere Kriterien wie die Augenfarbe, der Kamm, die Farbe und Zeichnung der Federn. Mithilfe dieser Kriterien wird den ganzen Morgen über beobachtet und notiert. Dabei erhält jede Henne am Schluss eine Bewertungskarte, worauf Vorzüge, Wünsche und Mängel notiert werden, sowie eine Endpunktzahl.
Es gibt verschiedene Kategorien, in denen die Hennen gewinnen können. Einerseits gibt es die Farbenschlag-Siegerinnen, Hennen, die in ihrer Geflederfarbe gewinnen. Es wird die schönste Henne des Wyandottenclubs gekürt, die laut den Richtern «dem heutigen Zuchtstand entsprechend vorzüglich ist». Zum Schluss fehlt noch die Schönste von allen: Miss Villmergen. Die erste Gewinnerin der nationalen Hennenschau ist ein Sulmtaler Huhn vom Züchter Hans Heim aus Beinwil. Diese Rasse kommt ursprünglich aus Österreich und wenn man dieses Huhn ansieht, glaubt man kaum, dass sie eine hervorragende Fliegerin ist. Ebenfalls hat sie eine hohe Legeleistung.
Besucher aus der ganzen Schweiz
Anschliessend an die Bewertung wurde die Ausstellung dann für alle Besucher, die aus der ganzen Schweiz kommen, eröffnet. Im Festzelt, wo die Hühner in ihren Ausstellungsboxen warten, ertönt das Gegacker. Es gibt solche, die laufen eifrig umher, andere trinken und fressen und wieder andere lassen sich von den Besuchern nicht stören und machen ein Nickerchen.
Jung und Alt ist begeistert von den vielen verschiedenen Hennen. Es gibt grosse, kleine, schwarze, braune, gefleckte und kahle. Die Vielfalt ist enorm und beeindruckend. Es wird gefachsimpelt, ob jetzt die Bewertungen gerecht oder doch ein wenig zu streng waren, es wird gelacht und erzählt und miteinander die Zeit genossen. Nebenan gibt es für Hungrige und Geniesser eine Festwirtschaft, die vom Kleintierverein Villmergen geführt wird, und am Samstagabend wurde der ganze Anlass noch musikalisch begleitet vom Akkordeontrio «met Klang».
Mit der nationalen Hennenschau in Villmergen wurde etwas «Neues» versucht und wenn man die begeisterten Gesichter der Besucher und der Züchter sieht, scheint das «Neue» gelungen zu sein. --ola